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Information für die Wissenschaft Nr. 63 | 1. Oktober 2015
Nachwuchsakademie „Sekundäranalysen multidisziplinär nutzbarer Datensätze der Bildungsforschung“

Im Frühjahr 2016 wird die vierte von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderte Nachwuchsakademie im Bereich Erziehungswissenschaft und Bildungsforschung stattfinden. Die Nachwuchsakademie richtet sich an promovierte Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler, die im interdisziplinären Feld der empirischen Bildungsforschung arbeiten. Bezüge zu einer oder möglichst mehreren der folgenden Disziplinen müssen vorhanden sein: Erziehungswissenschaft, Psychologie, Fachdidaktik, Ökonomie oder Soziologie. Die Nachwuchsakademie wird von GESIS – Leibniz-Institut für Sozialwissenschaften in Köln ausgerichtet.

Zielsetzung der Nachwuchsakademie

Ziel der Nachwuchsakademie ist es, die Teilnehmerinnen und Teilnehmer gezielt bei der Ausarbeitung eines eigenen Forschungsvorhabens zu einem DFG-Erstantrag zu unterstützen. Im thematischen Fokus der Nachwuchsakademie stehen Forschungsfragen, die sich mit Sekundäranalysen bereits vorhandener, wissenschaftsöffentlich zugänglicher Datensätze aus der empirischen Bildungsforschung beantworten lassen.

Dabei adressiert die Nachwuchsakademie in erster Linie Personen, die bereits erste Erfahrungen im Umgang mit wissenschaftsöffentlich zugänglichen Datensätzen der empirischen Bildungsforschung gewonnen haben. Es besteht die Möglichkeit, nicht nur den Forschungsstand zu den weitgehend bereits bekannten großen Datensätzen (wie zum Beispiel den Bildungsstandards, NEPS, PIAAC, PISA, SOEP) zu vertiefen, sondern auch weniger bekannte Datensätze zu nutzen sowie große Datensätze mit spezifischeren, noch wenig genutzten Datensätzen in den einzelnen Bildungsbereichen zu verknüpfen.

Voraussetzungen der Teilnehmerinnen und Teilnehmer

Die Nachwuchsakademie richtet sich an Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler, die eine Stelle an einer Hochschule oder einem Forschungsinstitut innehaben. Dies gilt insbesondere für den Zeitraum der Projektdurchführung im Jahr 2017. Voraussetzung für die Teilnahme ist, dass das Promotionsverfahren spätestens im April 2016 abgeschlossen ist (die Dissertation muss bis zum Bewerbungstermin eingereicht sein), noch nicht länger als sechs Jahre zurückliegt und dass noch kein eigener Antrag auf Projektförderung bei der DFG gestellt wurde. An der Nachwuchsakademie können bis zu 20 Personen teilnehmen. Die Bewerberinnen und Bewerber müssen die Qualität ihrer bisherigen Forschungsarbeiten durch eine Veröffentlichung im wissenschaftlichen Kontext nachweisen.

Bewerbung

Für die Bewerbung zur Teilnahme an der Nachwuchsakademie müssen die folgenden Unterlagen eingereicht werden:

  • Eine dreiseitige Skizze zum eigenen Forschungsvorhaben. Diese beinhaltet eine knappe Einführung in den theoretischen und empirischen Hintergrund, die Fragestellung und deren Relevanz, das Design des Vorhabens sowie gegebenenfalls die eigenen projektspezifischen Vorarbeiten. Bitte bedenken Sie unbedingt, dass sich das Vorhaben zunächst auf eine begrenzte, einjährige Förderung beziehen muss (Kriterien siehe unten).
  • Lebenslauf (CV) mit Angabe des Promotionsdatums
  • Publikationsliste

Es besteht das Angebot, vor Abgabe der Bewerbung eine Beratung zu den Datensätzen, die verwendet werden sollen, wahrzunehmen. Diese Beratung in den Forschungsdatenzentren der empirischen Bildungsforschung ist rein inhaltlicher Natur und hat darüber hinaus keinen Einfluss auf das Bewerbungs- und Auswahlverfahren. Die Ansprechpersonen für eine Beratung sind unter „Weiterführende Informationen“ genannt.

Außerdem finden Sie dort den Link zu einem Verzeichnis von großen Datensätzen aus Erhebungen in Deutschland oder unter deutscher Beteiligung, die wissenschaftsöffentlich freigegeben sind. Diese Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit.

Alle Bewerbungsunterlagen sind in Arial 10pt mit 1.5-fachem Zeilenabstand zu erstellen und als ein gemeinsames PDF-File bis 29. Januar 2016 unter dfg-nwa2016@gesis.org – nicht bei der DFG – einzureichen.

Ablauf

Aus den Bewerbungen werden durch ein Expertengremium bis zu 20 Personen für die Teilnahme an der Nachwuchsakademie ausgewählt. Das Expertengremium setzt sich aus Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aus für die empirische Bildungsforschung relevanten Disziplinen (Erziehungswissenschaft, Ökonomie, Psychologie und Soziologie) zusammen. Jede Bewerbung wird dabei von mindestens zwei Mitgliedern aus dem Expertengremium begutachtet. Die Auswahl erfolgt nach der wissenschaftlichen Qualität der eingereichten Bewerbungsunterlagen. Die Bewerberinnen und Bewerber erhalten bis zum 1. März 2016 eine Rückmeldung bezüglich der Teilnahme an der Nachwuchsakademie.

Die Nachwuchsakademie besteht aus drei Phasen:

1. Frühlingsakademie

Im Zentrum der Nachwuchsakademie steht eine viertägige Frühlingsakademie in Kalenderwoche 14 (4. bis 8. April 2016) bei GESIS in Köln, bei der die Teilnehmerinnen und Teilnehmer Rückmeldungen zu ihren Forschungsvorhaben erhalten. Hierzu diskutieren renommierte Expertinnen und Experten mit den Teilnehmenden die Forschungsvorhaben in Kleingruppen sowie in individuellen Sprechstunden mit dem Ziel, die Antragsskizzen bis zum 31. Juli 2016 zu Vollanträgen auszuarbeiten und bei der DFG einzureichen.

Für die einzureichenden Vollanträge sind folgende Rahmenbedingungen zu beachten:

  • Es sollen Kleinanträge mit einer Laufzeit von maximal zwölf Monaten und einem Fördervolumen von maximal 60 000 Euro gestellt werden. Es muss sich im Sinne der Projektförderung um ein begrenztes, in sich abgeschlossenes Vorhaben handeln. Dieses kann auch als Vorarbeit zu einem größeren Vorhaben dienen, das zu einem späteren Zeitpunkt beantragt wird.
  • Die eigene Stelle kann nicht beantragt werden.
  • Das beantragte Projekt muss in Deutschland durchgeführt werden.
  • Die Promotion ist eine zwingende Voraussetzung für die Antragsberechtigung.
  • Anträge sind nach dem „Merkblatt für Anträge auf Sachbeihilfen“ (DFG-Vordruck 50.01) zu erstellen (maximal 20 Seiten, Arial 10pt mit 1.5-fachem Zeilenabstand).

Die Reise- und Aufenthaltskosten für die Frühlingsakademie werden übernommen. Die Teilnahmegebühr beträgt 90 Euro.

2. Begutachtungskolloquium

Die Antragstellerinnen und Antragsteller präsentieren ihre eingereichten Anträge in einem von der DFG organisierten Begutachtungskolloquium vor einem Gutachtergremium. Das Begutachtungskolloquium findet im Herbst 2016 statt. Die Reisekosten werden von der DFG übernommen.

3. Teilnahme an einer Fortbildungsveranstaltung von GESIS

Für die erfolgreichen Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Nachwuchsakademie besteht zudem die Möglichkeit, im Laufe des Jahres 2017 an einem Kurs aus dem Kanon der Trainingsveranstaltungen von GESIS kostenfrei teilzunehmen. Dieses Angebot umfasst die GESIS Summer School in Survey Methodology mit einem Fokus auf Umfragemethodik, das GESIS Methodenseminar zur Einführung in Methoden der empirischen Sozialforschung, das GESIS Spring Seminar zu fortgeschrittenen Verfahren der Datenanalyse sowie eine Vielzahl von Workshops. Die zu besuchende Veranstaltung kann nach Bedarf und insbesondere nach Passung zu der im Projekt zu beantwortenden Fragestellung frei gewählt werden, um zu Beginn der Projektlaufzeit bedarfsorientiert weiterführende Forschungsmethoden und statistische Analyseverfahren zu vermitteln.

Termine

Bewerbungsschluss: 29. Januar 2016
Information über die Annahme zur Nachwuchsakademie: 1. März 2016
Frühlingsakademie (GESIS, Köln): Kalenderwoche 14, 2016
Einreichung der Vollanträge: 31. Juli 2016
Begutachtungskolloquium (DFG, Bonn): September/Oktober 2016
Fortbildungsveranstaltung bei GESIS (Mannheim, Köln, Berlin): im Laufe des Jahres 2017

Weiterführende Informationen

Ansprechpersonen:

GESIS – Leibniz Institut für Sozialwissenschaften

Deutsche Forschungsgemeinschaft

Ansprechpersonen für eine Beratung in den Forschungsdatenzentren der empirischen Bildungsforschung

GESIS: GESIS Team Datenservice, datenservice.das@gesis.org ; für

Ein Verzeichnis von Datensätzen ist zu finden unter:

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