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Information für die Wissenschaft Nr. 56 | 28. Juli 2015
Projektakademie „Ingenieurwissenschaften“

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) startet unter dem allgemeinen Titel „Ingenieurwissenschaften“ eine erste Projektakademie in diesem Bereich. Ziel der Projektakademien ist es, interessierten Professorinnen und Professoren an Fachhochschulen in einem frühen Stadium ihrer Karriere einen Einstieg in die Durchführung von Forschungsprojekten auf der Grundlage von DFG-Drittmitteln zu bieten.

In den Ingenieurwissenschaften gibt es bereits – in eher kleinerer Zahl – erfolgreiche Antragstellerinnen und Antragsteller von Fachhochschulen, die zu speziellen Themen über eine sehr gute Expertise verfügen und somit auch grundlagenorientierte Forschung betreiben können. Um dieses Potenzial in einem größeren Umfang zu erschließen, soll diese Projektakademie als Pilotvorhaben dienen.

Die Ingenieurwissenschaften sind in der Struktur der Fachkollegien der DFG unter den Oberbegriffen Produktionstechnik, Mechanik und konstruktiver Maschinenbau, Wärmeenergietechnik, Werkstofftechnik, Materialwissenschaft, Systemtechnik, Elektrotechnik, Informatik sowie Bauwesen und Architektur abgebildet. Zwischen den einzelnen Disziplinen gibt es meist Überschneidungen, sodass die Übergänge zwischen ihnen fließend sind.

Antragsberechtigt zur Teilnahme Professorinnen und Professoren an Fachhochschulen aus dem Bereich Ingenieurwissenschaften, deren erster Ruf noch nicht länger als sechs Jahre zurückliegt. Angesprochen sind Professorinnen und Professoren aus den Ingenieurwissenschaften, die Interesse an der Durchführung von Grundlagenforschung auf der Basis von DFG-Drittmitteln haben.

Interessentinnen und Interessenten an der Projektakademie bewerben sich mit einer Skizze für ein grundlagenwissenschaftliches Forschungsprojekt aus dem gesamten Spektrum der Ingenieurwissenschaften. In der Skizze sollen die Projektidee, die Grundkonzeption des Projektablaufs sowie bereits erfolgte Vorarbeiten und notwendige vorbereitende Maßnahmen aufgezeigt werden. Eine Kommission aus den Leitern der Projektakademie und weiteren Experten prüft die Bewerbungen. Bis zu 20 Teilnehmerinnen und Teilnehmer werden zur Veranstaltung eingeladen.

Die für die Projektakademie ausgewählten Teilnehmerinnen und Teilnehmer können bei der DFG einen Antrag auf das Modul Vertretung stellen. Dies soll ihnen ermöglichen, sich während der Laufzeit der Projektakademie für die Dauer von bis zu zwölf Monaten – insbesondere teilweise – von ihren Lehr- und Verwaltungsaufgaben freistellen zu lassen, um das erste Projekt auszuarbeiten und gegebenenfalls Vorarbeiten dazu durchzuführen.

Im Rahmen des ersten dreitägigen Treffens werden den Teilnehmenden mit Vorträgen, Seminaren und Einzelgesprächen fundierte Einsichten in die Antragstellung, das Management von Forschungsvorhaben und die Besonderheiten an Fachhochschulen gegeben. Die Referentinnen und Referenten stehen darüber hinaus zur Diskussion über die Projektskizzen und für weiterführende Beratung zur Ausarbeitung von DFG-Anträgen zur Verfügung. Des Weiteren wird der frühen Vernetzung der Teilnehmerinnen und Teilnehmer ein hohes Gewicht zukommen.

Treffen 1 findet vom 15. bis 17. Februar 2016 in Göttingen statt. Fahrtkosten (Bahn, 2. Klasse), Unterkunft und Verpflegung werden übernommen. Von den Teilnehmerinnen und Teilnehmern wird eine Eigenbeteiligung in Höhe von 50 Euro zur Deckung von Kosten erwartet, die nicht übernommen werden können.

Im September 2016 wird ein zweites Treffen in Leipzig stattfinden, um letzte Fragen zur Antragstellung zu klären. Im Anschluss daran reichen die Teilnehmenden ihre aus den Projektskizzen entwickelten Einzelanträge bei der DFG ein. Die Entscheidung der DFG über die aus der Projektakademie hervorgegangenen Anträge erfolgt nach den für Einzelanträge üblichen Verfahren und Bedingungen in den fachlich zuständigen Fachkollegien der DFG.

Interessenten bewerben sich mit:

  • Lebenslauf (max. 1 Seite)
  • vollständiger Publikationsliste
  • Projektskizze (max. 3 Seiten), beinhaltend die Projektidee, die Grundkonzeption des Projektablaufs sowie bereits erfolgte Vorarbeiten und notwendige vorbereitende Maßnahmen

Die eingereichten Projektskizzen werden von einer Expertenkommission evaluiert. Die Auswahlkriterien sind:

  • Bedeutung des Projekts bezüglich des Themengebietes
  • Originalität des Projekts
  • Machbarkeit des Projekts
  • Einbettung in den wissenschaftlichen Kontext

Die geplante Laufzeit des Projekts kann ein, zwei oder drei Jahre betragen.

Projektskizzen im PDF-Format für die Teilnahme können bis einschließlich 30. Oktober 2015 beim Koordinator eingereicht werden. Mit einer Entscheidung über die Teilnahmemöglichkeit ist im Dezember 2015 zu rechnen.

Weitere Informationen

Projektskizzen im PDF-Format können an folgende Mailadresse gesendet werden:

Die zu verwendenden DFG-Formulare und Merkblätter – wie das Formular „Modul Vertretung“ (52.03) – stehen unter:

Fachliche Fragen beantworten die Leiter der Projektakademie:

  • Prof. Dr. Wolfgang Viöl,
    Vizepräsident für Forschung und Transfer sowie Professor für Laser- und Plasmatechnologie an der Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst (HAWK), Fakultät Naturwissenschaften und Technik Hildesheim/Holzminden/Göttingen,
    wolfgang.vioel@hawk-hhg.de
  • Prof. Dr.-Ing. Armin Lenzen,
    Professor für Mechanik/Dynamik an der Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig (HTWK), Fakultät Bauwesen,
    armin.lenzen@htwk-leipzig.de

Ansprechpersonen in der DFG-Geschäftsstelle:

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