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Information für die Wissenschaft Nr. 24 | 7. April 2015
DFG startet erste Nachwuchsakademie Agrarökosystemforschung: Bodenressourcen und Pflanzenproduktion

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) startet die erste Nachwuchsakademie zum Thema „Bodenressourcen und Pflanzenproduktion“. Die Nachwuchsakademie Agrarökosystemforschung richtet sich an Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftler aus den verschiedenen Fachgebieten der Agrarwissenschaften, die sich mit grundlagenwissenschaftlichen Fragen im Hinblick auf eine nachhaltige Steigerung der Pflanzenproduktion im Landschaftskontext unter Berücksichtigung des Gesamtsystems beschäftigen.

Die Nachwuchsakademie will einen Überblick über konkrete interdisziplinäre Fragestellungen vermitteln, die in der systemischen Agrarökosystemforschung im Bereich „Bodenressourcen und Pflanzenproduktion“ anstehen. Da in der Regel die Prozessforschung auf niedrigen Skalenebenen stattfindet, agrarökologische Fragestellungen aber auf höheren Ebenen wie zum Beispiel der Landschaft zu beantworten sind, kommt der Integration der Prozesse über Raum und Zeit eine grundlegende Bedeutung zu. Des Weiteren sind für eine disziplinübergreifende systemwissenschaftliche Bearbeitung Methodenentwicklungen wie zum Beispiel Methoden der pflanzenbiologischen Grundlagenforschung und der skalenübergreifenden Modellierung von Bedeutung.

Die Nachwuchsakademie bietet die Möglichkeit, mit erfahrenen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern über enge Disziplingrenzen hinweg das Agrarökosystem betreffende Forschungsfragen zu diskutieren sowie eigene wissenschaftliche Ideen auf der Basis von Projektskizzen zu präsentieren. Dabei werden die Teilnehmenden auf die spezifischen Anforderungen einer ersten eigenen Drittmitteleinwerbung vorbereitet und in einem weiteren Schritt an die eigenständige Durchführung von Forschungsprojekten herangeführt.

Die Nachwuchsakademie ermöglicht den Erfahrungsaustausch und die Netzwerkbildung zwischen erfahrenen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern und solchen, die sich in einem frühen Stadium ihrer Karriere befinden. Sie wird fachspezifisch unterstützt durch die DFG-Senatskommission für Agrarökosystemforschung und flankiert durch breite Informationen über spezifische Karrieremöglichkeiten.

Ablauf und Bewerbung der Nachwuchsakademie

Die geplante Nachwuchsakademie hat eine Gesamtlaufzeit von zwei Jahren.

Nachwuchsakademie Phase I

Der Ablauf sieht vor, dass zunächst interessierte Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftler sich mit einer Projektskizze für ein Forschungsprojekt für die Teilnahme an der Nachwuchsakademie bewerben. Aus diesem Kreis werden circa 20 Personen für die Teilnahme an der Nachwuchsakademie ausgewählt. Die erste Phase der Nachwuchsakademie findet vom 19. bis 23. Oktober 2015 im Kardinal-Döpfner Haus in Freising-Weihenstephan statt. Im Laufe der Woche stellen die Teilnehmenden ihre Projektskizzen vor und diskutieren sie mit erfahrenen nationalen und internationalen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern zur Vorbereitung von Vollanträgen. Ferner besteht die Gelegenheit, mit diesem Personenkreis anhand ausgewählter Beispiele über Probleme, Schwierigkeiten und Herausforderungen bei der Projektentwicklung, wie zum Beispiel der Standort- und Probenauswahl, über konzeptionelle Herangehensweisen, die Aufstellung eines realistischen Arbeitsprogramms, Pitfalls und Highlights zu diskutieren. Die Diskussionsrunden sollen auch zur Netzwerkbildung beitragen.

Nachwuchsakademie Phase II

In der zweiten Phase wird den Teilnehmenden der Nachwuchsakademie die Möglichkeit gegeben, ihren im Regelfall auf ein Jahr und im Volumen begrenzten Antrag auf Mittel zur Durchführung von ersten Vorarbeiten bei der DFG einzureichen und im Rahmen eines Antragskolloquiums einem Gutachtergremium vorzustellen. Dieser Projektantrag soll den Einstieg in eine Forschungsthematik ermöglichen und die Teilnehmenden in die Lage versetzen, zu einem späteren Zeitpunkt, aufbauend auf diesen Vorarbeiten, Anträge auf Förderung von Forschungsprojekten im Einzelverfahren der DFG einzureichen.

Im Anschluss an das Antragskolloquium spricht das Gutachtergremium eine Förderempfehlung an die DFG-Gremien aus. Zugrunde gelegt werden die für DFG-Anträge üblichen Begutachtungskriterien unter besonderer Berücksichtigung der Regeln für Erstantragstellende.

Nachwuchsakademie Phase III

Ein zweitägiger Workshop soll die Teilnehmenden der Nachwuchsakademie bei der Durchführung der Projekte beraten und unterstützen. Darüber hinaus soll diese Veranstaltung auch dazu beitragen, durch Intensivierung persönlicher Kontakte Informationsflüsse zu optimieren.

Bewerbung auf Teilnahme an der Nachwuchsakademie

Die Nachwuchsakademie richtet sich an Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftler aus den Fachgebieten der Bodenwissenschaften, der Rhizosphären-Forschung, der Pflanzenernährung, der Pflanzenphysiologie, des Pflanzenbaus und der Agrartechnik sowie der Agrarökologie.
Voraussetzung für die Teilnahme ist eine zwischen 2011 und September 2015 abgeschlossene Promotion. In Ausnahmefällen und im Rahmen dieser Nachwuchsakademie werden Anträge bereits vor abgeschlossener Promotion entgegengenommen, sofern der Nachweis der erfolgten Promotion im Laufe des Begutachtungsverfahrens nachgereicht wird.
Interessierte bewerben sich mit:

  • Lebenslauf mit Angabe des Promotionsdatums (max. 1 Seite)
  • vollständiger Publikationsliste
  • Kurzzusammenfassung der Dissertation (1 Seite)
  • einer Projektskizze im Themenkomplex „Bodenressourcen/Pflanzenproduktion" (max. 2 Seiten; Schrift Arial 11, einfacher Zeilenabstand), welche die wissenschaftliche Fragestellung, das geplante Vorgehen sowie bestehende Vorerfahrung zur Durchführung enthält
  • Motivationsschreiben (max. 1 Seite)
  • Empfehlungsschreiben der gegenwärtigen wissenschaftlichen Betreuungsperson und Institutsleitung mit Angaben zur Zukunftsperspektive der Bewerberin beziehungsweise des Bewerbers in der entsprechenden Institution

Einreichung als Gesamtdokument im pdf-Format an:

Bewerbungsschluss ist der 31. Mai 2015.

Aus den Bewerberinnen und Bewerbern werden in einem Begutachtungsverfahren 20 Personen für die Teilnahme ausgewählt. Die Auswahl erfolgt auf der Grundlage der wissenschaftlichen Qualität des Forschungsvorhabens sowie den bisher erbrachten wissenschaftlichen Leistungen der Bewerberinnen und Bewerber (Studienleistungen, Empfehlungsschreiben, Promotionsnote, Publikationen).

Die Teilnehmerzahl ist auf 20 deutsche Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftler beschränkt, sodass eine intensive Kommunikation zwischen den Experten und den Teilnehmern ermöglicht wird. Über die Einladung zur Nachwuchsakademie Teil I wird bis Ende Juni informiert. Die Teilnehmenden kommen für ihre Fahrtkosten selbst auf (Eigenanteil). Unterkunft und Verpflegung werden übernommen.

Weiterführende Informationen

Weitere Informationen sind auf der Webseite der Nachwuchsakademie „Agrarökosystemforschung: Bodenressourcen und Pflanzenproduktion“ zu finden unter:

Für die Ausarbeitung der Anträge gelten grundsätzlich die für Anträge auf Sachbeihilfen verbindlichen Vorgaben der DFG, insbesondere der Leitfaden zur Antragstellung für Sachbeihilfen (DFG-Merkblatt 50.01):

Das Gesamtdokument im pdf-Format senden Sie bitte an:

Fachliche Fragen beantwortet die Leiterin der Nachwuchsakademie:

  • Prof. Dr. Ingrid Kögel-Knabner,
    Technische Universität München,
    Wissenschaftszentrum Weihenstephan,
    Lehrstuhl für Bodenkunde,
    85350 Freising,
    Tel.: +49 8161 71-5174,
    Koegel@wzw.tum.de

Bei organisatorischen Fragen wenden Sie sich bitte an:

  • Dr. Margit v. Lützow,
    Technische Universität München,
    Wissenschaftszentrum Weihenstephan,
    Lehrstuhl für Bodenkunde,
    85350 Freising,
    Tel.: +49 8161 71-3679 bzw. +49 8441 797-8883,
    Luetzow@wzw.tum.de

Ansprechpartnerin in der DFG-Geschäftsstelle:

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