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Information für die Wissenschaft Nr. 06 | 13. Januar 2015
DFG startet erste Nachwuchsakademie Antibiotikaresistenz bei UroGenitalen Infektionen (NAUGI)

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) startet zur Thematik „Antibiotikaresistenz bei UroGenitalen Infektionen“ die erste Nachwuchsakademie in diesem Fachgebiet. Der Fokus der Initiative liegt auf der Entwicklung von Strategien im Bereich der Prävention, Therapie und Prophylaxe urogenitaler Infektionen, die eine weitere Steigerung der Antibiotikaresistenz in diesem Bereich verhindern.

Zielsetzung der Nachwuchsakademie

Im Rahmen der ersten Nachwuchsakademie „Antibiotikaresistenz bei UroGenitalen Infektionen“ soll hervorragend qualifizierten jungen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aus den unterschiedlichsten klinischen und Grundlagendisziplinen die Möglichkeit geboten werden, in diesem innovativen, interdisziplinären und organübergreifenden Feld ihre persönlichen Forschungsthemen zu entwickeln, mit beratender Unterstützung erfahrener Wissenschaftler ihr Forschungsvorhaben auszuarbeiten und für einen DFG-Erstantrag vorzubereiten. Den jungen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern sollen insbesondere die Problematik und Thematik des Faches umfassend dargestellt und Impulse zur wissenschaftlichen Weiterqualifikation gegeben werden. Dazu ist ausreichend Platz für Diskussionen mit einschlägig ausgewiesenen nationalen und internationalen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern. Damit wird der Zugang und die Möglichkeit einer wissenschaftlichen Profilbildung in diesem Bereich geboten. Die Nachwuchsakademie hat auch den Anspruch, die Bedeutung des interdisziplinären Austauschs erfahrbar zu machen.

Urogenitale Infektionen stellen eine vielschichtige Volkskrankheit dar, die für eine Mehrheit der Antibiotikaverordnungen verantwortlich sind und dadurch die Antibiotikaresistenz vorantreiben. Hoch resistente Enterobakterien werden weltweit als Erreger urogenitaler Infektionen beschrieben. Strategien, die eine weitere Steigerung der Antibiotikaresistenz in diesem Bereich verhindern, werden deshalb dringend benötigt.

Bewerbung und Ablauf der Nachwuchsakademie

Die Nachwuchsakademie findet vom 7. bis 11. Mai 2015 an der Justus-Liebig-Universität Gießen statt. Interessenten bewerben sich mit ihren bisher erbrachten wissenschaftlichen Leistungen sowie einer kurzen Skizze für ein wissenschaftliches Forschungsprojekt aus dem Bereich der Prävention, Therapie und Prophylaxe urogenitaler Infektionen, mit dem Ziel, Strategien zu entwickeln, um eine weitere Steigerung der Antibiotikaresistenz in diesem Bereich zu verhindern.

Nachwuchsakademie Teil I

Im Rahmen der fünftägigen Nachwuchsakademie stellen die 20 ausgewählten Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler ihre Projektideen vor. Eine Gruppe von nationalen und internationalen Experten referiert den aktuellen Stand der wissenschaftlichen Entwicklungen im Fach Prävention, Therapie und Prophylaxe urogenitaler Infektionen und steht in Arbeitskreisen zur Diskussion der Projektskizzen und für weiterführende Beratung zur Verfügung. Vorträge, Seminare, Laborbesuche und Einzelgespräche vermitteln den jungen Forscherinnen und Forschern vertiefte Einsichten in das Management von Karrieren in der Wissenschaft.

Die Hinweise und Ratschläge sollen es den jungen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern erleichtern, am Ende der Akademiewoche eigene Projektanträge an die DFG auszuarbeiten. Des Weiteren steht die frühe interdisziplinäre Vernetzung der Teilnehmerinnen und Teilnehmer im Vordergrund. In Kleingruppen wird dazu beispielhaft über interdisziplinäre Forschungsthemen diskutiert; mögliche Themen für gemeinschaftliche und fachübergreifende Forschungsprojekte sollen identifiziert und gegebenenfalls ausgearbeitet werden.

Nachwuchsakademie Teil II

Im zweiten Teil der Nachwuchsakademie wird den Teilnehmerinnen und Teilnehmern der ersten Phase angeboten, ihre selbstständig ausgearbeiteten Projektskizzen für eine erste Finanzierung bei der DFG als Sachbeihilfe einzureichen. Die Anträge sollten zeitlich und im Gesamtumfang begrenzt sein und die Teilnehmenden in die Lage versetzen, Vorarbeiten zu erbringen, um darauf aufbauend zu einem späteren Zeitpunkt umfangreichere Anträge bei der DFG oder anderen Förderorganisationen stellen zu können. Es gilt das DFG-Merkblatt 50.01 für Anträge auf Sachbeihilfen. Weitere Details werden im Rahmen der Nachwuchsakademie vorgestellt.

Der Weg zur Nachwuchsakademie

Antragsberechtigt ist promovierter wissenschaftlicher Nachwuchs aus den Lebenswissenschaften (z.B. Medizin, Natur- und Biowissenschaften), dessen Promotion nicht länger als sechs Jahre zurückliegt, mit Erfahrung auf dem Gebiet der Urologie, Andrologie, Infektiologie, Allgemeinmedizin, Gynäkologie, Pädiatrie, Mikrobiologie, Immunologie, Pharmakologie, Anatomie und Zellbiologie, aber ohne bisherige Erfahrung in der Drittmitteleinwerbung. Das Interesse an einer Karriere im Wissenschaftssystem wird vorausgesetzt. Medizinisch-wissenschaftlicher Nachwuchs („clinician scientists“) wird ausdrücklich zur Antragstellung ermutigt.

Bewerbung

Interessierte bewerben sich mit:

  • Lebenslauf mit Angabe des Promotionsdatums (max. 1 Seite)
  • vollständiger Publikationsliste
  • Kurzzusammenfassung der Dissertation (1 Seite)
  • einer originellen Idee in Form einer Projektskizze (max. 2 Seiten; Schrift Arial 11, einfacher Zeilenabstand)
  • Motivationsschreiben (max. 1 Seite)
  • Unterstützungsschreiben der gegenwärtigen wissenschaftlichen Betreuungsperson und Institutsleitung mit Angaben zur Zukunftsperspektive der Bewerberin beziehungsweise des Bewerbers in der entsprechenden Institution

Einreichung als Gesamtdokument im pdf-Format an:

Bewerbungsschluss ist der 15. März 2015 (17 Uhr).

Die eingereichten Projektskizzen werden von einem Expertengremium evaluiert. Auswahlkriterien:

  • Bedeutung des Projektes bezüglich des Themengebietes
  • Originalität des Projektes
  • Machbarkeit des Projektes
  • Bedeutung für die wissenschaftliche Entwicklung und Karrieremöglichkeiten der Bewerberin beziehungsweise des Bewerbers
  • Bedeutung des Projektes für translationale Schritte zur klinischen Anwendung

Über die Einladung zur Nachwuchsakademie Teil I wird Anfang April 2015 informiert. Fahrtkosten (Bahn, 2. Klasse), Unterkunft und Verpflegung werden übernommen. Von den Teilnehmerinnen und Teilnehmern wird eine Eigenbeteiligung in Höhe von 150 Euro zur Deckung von Kosten erwartet, die nicht aus Mitteln der öffentlichen Hand übernommen werden können.

Weiterführende Informationen

Weitere Informationen sind auf der Webseite der Nachwuchsakademie „Antibiotikaresistenz bei UroGenitalen Infektionen“ zu finden unter:

Das DFG-Merkblatt 50.01 für Anträge auf Sachbeihilfe steht unter:

Fachliche Fragen beantwortet der Leiter der Nachwuchsakademie:

  • Prof. Dr. med. Florian Wagenlehner,
    Klinik für Urologie,
    Kinderurologie und Andrologie,
    Justus-Liebig-Universität Gießen,
    Rudolf-Buchheim-Str. 7,
    35392 Gießen,
    Tel. +49641985-44516,
    florian.wagenlehner@chiru.med.uni-giessen.de

Bei organisatorischen Fragen wenden Sie sich bitte an:

  • Katharina Endres,
    Klinik für Urologie,
    Kinderurologie und Andrologie,
    Justus-Liebig-Universität Gießen,
    Rudolf-Buchheim-Str. 7,
    35392 Gießen,
    Tel. +49641985-44502,
    katharina.endres@chiru.med.uni-giessen.de

Ansprechpartnerin in der DFG-Geschäftsstelle:

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