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Information für die Wissenschaft Nr. 02 | 8. Januar 2015
2. DFG-Nachwuchsakademie „Zahnmedizin"

Bewerbung klinisch forschender Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler um die Teilnahme an der 2. DFG-Nachwuchsakademie „Zahnmedizin" (2015) in der Klinik für Zahnärztliche Prothetik des Universitätsklinikums Ulm

Nach der erfolgreichen Durchführung der ersten DFG-Nachwuchsakademie „Zahnmedizin" 2012 soll eine zweite DFG-Nachwuchsakademie „Zahnmedizin" zur Förderung junger Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler gestartet werden. Dieser Impuls soll wieder promovierte junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, mit einem besonderen Fokus auf Zahnmedizinerinnen und Zahnmediziner, in ihren Bestrebungen, eigenständig wissenschaftlich zu arbeiten, unterstützen und fördern. Vorrangige Ziele sind, in interdisziplinärer Zusammenarbeit Forschungsanträge zu stellen und die Fähigkeit zu erwerben, später hochwertige Publikationen zu verfassen.

Die Schwerpunktsetzung Zahnmedizin dieser Akademie unter Berücksichtigung interdisziplinärer Projekte mit Grundlagenfächern soll es ermöglichen, das gesamte Spektrum in der Forschung der Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde abzudecken. Die Vermittlung theoretischer Grundlagen als Voraussetzung für hochwertige Forschungsarbeit ist ein wesentlicher Aspekt der Nachwuchsakademie. Den Teilnehmern stehen während der Akademie erfahrene Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sowohl als Referenten als auch als Mentoren in Gruppen- und Einzelarbeit zur Verfügung, um eine intensive und zielgerichtete Ausarbeitung der Antragsskizzen zu ermöglichen.

Ziele und Stufen der Nachwuchsakademie „Zahnmedizin"

Für die geplante DFG-Nachwuchsakademie „Zahnmedizin" können sich Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler nach abgeschlossener Promotion mit Projektskizzen aus dem Bereich der Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde bewerben. Intention ist es, die gesamte Breite des Fachgebietes abzubilden. Die Themenbereiche sind spezifisch zahnmedizinischer Natur mit Bezug zu Grundlagenwissenschaften sowie klinischen Studien:

  • Altern, Lebensqualität (Patientenzufriedenheit), Ernährung, Craniomandibuläre Dysfunktionen
  • Biomaterialien und deren Interaktionen (Biokompatibilität, Langzeitbewährung, Funktionelle Aspekte dentaler Restaurationen)
  • Onkologie
  • Orale Biologie (Regeneration)
  • Orale Biotechnologie (Biomechanik, Regeneration, Tissue Engineering)
  • Material Science (z. B. nicht zerstörende Werkstoffprüfung)
  • Klinische Studien

Die in der ersten Phase stattfindende einwöchige Nachwuchsakademieveranstaltung vom 20. Juli 2015 bis zum 24. Juli 2015 gibt den in der Regel 20 Teilnehmerinnen und Teilnehmern die Möglichkeit, ihre Projektideen vorzustellen und sich mit fachlichen Themen und Fragen der Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde auseinanderzusetzen. Renommierte Expertinnen und Experten aus dem In- und Ausland geben in Vorträgen und Diskussionen Einblick in den aktuellen Stand der Forschung und unterstützen als Mentoren die Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler bei der Überarbeitung der Antragsskizzen. Um dem ausgedehnten Themenportfolio der Nachwuchsakademie „Zahnmedizin" möglichst gerecht zu werden, sollen auch zeitlich parallele Vortragsrunden stattfinden. Hierbei wird den Teilnehmenden die Möglichkeit gegeben, selbstständig entsprechend ihrem jeweiligen Forschungsthema Prioritäten zu setzen. Ein weiterer Kernbereich ergibt sich aus den Workshops, in denen gemeinsam mit Mentoren Lösungsansätze zu verschiedenen Themen erarbeitet werden sollen. Im Laufe der Woche werden die überarbeiteten Projektskizzen der Teilnehmerinnen und Teilnehmer vorgestellt und im Expertenkreis diskutiert. Eine volle Ausarbeitung der Projektskizzen wird nicht erwartet, vielmehr ist für die Bewertung der eingereichten Projektskizzen vor allem die innovative Idee sowie eine realistische Umsetzung und Förderwürdigkeit von Bedeutung.

Danach reichen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in einer zweiten Phase ihre ausgearbeiteten Projektanträge bis zum 15. Januar 2016 für eine erste Anschubfinanzierung bei der DFG ein. Die Antragstellung orientiert sich an der DFG-Einzelförderung. Die Evaluierung der Anträge wird voraussichtlich im Frühjahr 2016 im Rahmen einer mündlichen Begutachtung stattfinden. Im Rahmen eines solchen Antrags auf Sachbeihilfe an die DFG sollen zunächst nur Mittel zur Durchführung von Pilotstudien, Vorarbeiten oder auch Mittel zur vorübergehenden Freistellung von der Patientenversorgung beantragt werden, um entsprechende Vorarbeiten durchzuführen. Hierbei gelten grundsätzlich die für Anträge auf Sachbeihilfen verbindlichen Vorgaben der DFG (siehe auch DFG-Vordruck 50.01 bzw. 50.01e). Die beantragte Fördersumme soll 50000 Euro für ein Jahr nicht überschreiten. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer sollen so in die Lage versetzt werden, zu einem späteren Zeitpunkt, aufbauend auf fundierten Vorarbeiten, Vollanträge in der Einzelförderung bei der DFG einzureichen.

In der abschließenden dritten Phase findet eine letzte Nachwuchsakademieveranstaltung vom 7.Dezember 2016 bis zum 9. Dezember 2016 statt, zu der wieder alle 20 Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler eingeladen werden. Hierbei wird über Ergebnisse der ersten Projektarbeiten beziehungsweise über Erfahrungen mit alternativen Fördermöglichkeiten im Falle der Nicht-DFG-Geförderten berichtet. Zudem werden in den drei Tagen insbesondere verschiedenste Drittmittelstrategien vermittelt. Ein zweiter thematischer Kernpunkt liegt in der Vermittlung von Informationen zur konkreten DFG-Projektdurchführung und zur anschließenden Antragstellung in der Einzelförderung. Abschließendes Ziel ist es, die Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit den erworbenen Erkenntnissen und Voraussetzungen aus der Nachwuchsakademie zu entlassen, dass ein positiver Ausgang eines DFG-Antrags in der Einzelförderung realistisch erscheint. Darüber hinaus sollen in den drei Tagen die Vorarbeiten für die Etablierung eines offiziellen Netzwerks der 2. DFG-Nachwuchsakademie „Zahnmedizin" durchgeführt werden.

Bewerbung um die Teilnahme an der Nachwuchsakademie „Zahnmedizin"

Aufgrund des Zieles der Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses in der Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde wird die Ausschreibung auf folgende Zielgruppen fokussiert:

  • Zahnmedizinerinnen und Zahnmediziner, deren Promotion maximal sechs Jahre zurückliegt und die eine Antragsskizze entsprechend den oben genannten Kriterien mit interdisziplinärem Ansatz einreichen
  • Medizinerinnen und Mediziner in der Facharztausbildung, deren Promotion maximal sechs Jahre zurückliegt und die eine Antragsskizze entsprechend den oben genannten Kriterien mit interdisziplinärem Ansatz einreichen
  • Forschende mit anderem Hochschulabschluss, z.B. aus dem Bereich der Natur- oder Ingenieurwissenschaften, deren Promotion maximal vier Jahre zurückliegt und die eine Antragsskizze entsprechend den oben genannten Kriterien mit interdisziplinärem Ansatz einreichen

Die Bewerbungsunterlagen für die erste Phase der Nachwuchsakademie umfassen einen Lebenslauf und die Publikationsliste (zusammen max. 2 Seiten) sowie die Antragsskizze (max. 3 Seiten) in elektronischer Form (PDF-Dokument).

Voraussetzung für die Teilnahme an der Akademie ist die Einreichung einer Projektskizze für ein Projekt, das dem Thema „Zahnmedizin" zugeordnet werden kann. In dieser Skizze sind Studienidee, Grundkonzeption und geplante Durchführung des Forschungsprojekts zu beschreiben. Bei der Erstellung dieser Projektskizze ist Folgendes zu beachten:

  • Das Forschungsvorhaben sollte in Deutschland bearbeitet werden.
  • Der Umfang der formlosen Skizze als Basis eines späteren Förderantrages (Kriterien s. u.) darf 3 Seiten (Arial 10, einfacher Zeilenabstand) nicht überschreiten (Ausschlusskriterium).
  • Eine positive Begutachtung der Skizze durch ein Expertengremium (besteht aus Referenten der Nachwuchsakademie) ist Voraussetzung für die Einladung zur Nachwuchsakademie.
  • Die Begutachtung erfolgt nach folgenden Kriterien:

    - Einordnung des skizzierten Vorhabens in die Thematik
    - Relevanz des adressierten Problems
    - Theoretische Basis der Fragestellung
    - Innovationsgehalt der Studie
    - Potenzial des methodischen Ansatzes
    - Durchführbarkeit der Studie
    - Wissenschaftliche Qualifikation der Kandidatin / des Kandidaten
    - Tragfähigkeit des interdisziplinären Konzepts
    - Publikationen

Folgende Unterlagen sind der Bewerbung beizufügen:

  • tabellarischer Lebenslauf mit vollständigen dienstlichen Kontaktdaten sowie einer Listung von Kongressbeiträgen und Publikationen (unter besonderer Hervorhebung von Beiträgen zur zahnärztlichen Forschung), max. 2 Seiten

  • Kopie der Promotionsurkunde

  • Schreiben der Klinik- bzw. Institutsleitung aus dem hervorgeht, dass im Falle einer Förderung eine Freistellung der Teilnehmerin bzw. des Teilnehmers der Nachwuchsakademie für Forschungsarbeiten erfolgt und zusätzlich eine 50%ige Freistellung aus Mitteln der geförderten Institution bzw. die Bereitstellung von Sachmitteln äquivalenter Höhe stattfinden wird
  • Schreiben einer bzgl. des Forschungsthemas versierten Expertin bzw. eines Experten, die bzw. der sich im Falle einer Förderung zur Betreuung für die Teilnehmerin bzw. den Teilnehmer der Nachwuchsakademie zur Verfügung stellt (Hauptaufgaben: Ansprechpartner für Fragen bzgl. Planung/Durchführung der Forschungsarbeit und bzgl. der Antragstellung)

Elternzeiten der Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler werden den Regeln der DFG entsprechend berücksichtigt. Qualifizierte Nachwuchswissenschaftlerinnen werden besonders angesprochen.

Die Bewerbungsunterlagen inklusive eines begleitenden Anschreibens sollen in einer einzigen PDF-Datei bis zum 30. April 2015 an Herrn Gröller (lokale Akademie-Koordination) unter der Adresse sebastian.groeller@uniklinik-ulm.de gesendet werden. Bitte beachten Sie, dass sich die E-Mail Adresse für die Zusendung der Bewerbung geändert hat. Falls Sie Ihre Bewerbungsunterlagen bereits an Frau Rupf (stephanie.rupf@uniklinik-ulm.de) verschickt haben, so bedarf es keiner erneuten Zusendung an Herrn Gröller.

Bis zum 22. Mai 2015 erhalten Sie seitens der Akademie-Koordination eine Information zur verbindlichen Entscheidung über Ihre Bewerbung um die Aufnahme.

Weiterführende Informationen

Den Leitfaden zur Antragstellung für Sachbeihilfen (DFG-Merkblatt 50.01 bzw. 50.01e) sowie die Hinweise zur Beantragung von Mitteln zur Freistellung von der Patientenversorgung (DFG-Merkblatt 52.04) finden Sie unter:

Ansprechpartner für fachliche und organisatorische Fragen ist der lokale Koordinator der ersten DFG-Nachwuchsakademie „Zahnmedizin":

  • Prof. Dr. med. dent. Ralph G. Luthardt,
    Ärztl. Direktor der Klinik für Zahnärztliche Prothetik,
    Universitätsklinikum Ulm,
    Albert-Einstein-Allee 11,
    89081 Ulm,
    ralph.luthardt@uniklinik-ulm.de

Ansprechpartnerin in der DFG:

  • Dr. Katja S. Großmann,
    Lebenswissenschaften 1 – Medizin,
    DFG,
    Kennedyallee 40,
    53175 Bonn,
    katja.grossmann@dfg.de,
    Tel. +49 228 885-2565

Hinweis

Am 23.04.15 wurden im Text folgende Sätze  

  • tabellarischer Lebenslauf mit vollständigen dienstlichen Kontaktdaten und Publikationsliste (max. 2 Seiten)

  • Kopie der Promotionsurkunde

  • Listung von Kongressbeiträgen und Publikationen (unter besonderer Hervorhebung von Beiträgen zur zahnärztlichen Forschung; max. 2 Seiten)“

geändert in:

  • tabellarischer Lebenslauf mit vollständigen dienstlichen Kontaktdaten sowie einer Listung von Kongressbeiträgen und Publikationen (unter besonderer Hervorhebung von Beiträgen zur zahnärztlichen Forschung), max. 2 Seiten

  • Kopie der Promotionsurkunde

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