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Information für die Wissenschaft Nr. 10 | 28. Februar 2014
Neue Wahlordnung für die Fachkollegienwahl 2015

Modifikation des Verfahrens zur Kandidierendenauswahl / Einfachere Abläufe

In Vorbereitung der Fachkollegienwahl 2015 hat der Senat der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) Modifikationen der Wahlordnung beschlossen. Die neue Wahlordnung ist seit dem 28. Februar 2014 auf dem Wahlportal der DFG veröffentlicht. Sie liefert auch detaillierte Informationen zu den Ablaufschritten der Fachkollegienwahl 2015. Die Änderungen der Wahlordnung sollen die Position der Vorschlagsberechtigten stärken sowie die Abläufe verschlanken.

Die neue Wahlordnung für die Fachkollegienwahl 2015 sieht die Aufstellung der Kandidierendenliste in drei Schritten vor:

Zunächst sind alle dazu Berechtigten aufgerufen, Vorschläge für Kandidierende zu unterbreiten. Das Vorschlagsrecht haben nur noch Institutionen, damit alle Vorschläge durch den Konsens von Personenmehrheiten breit legitimiert sind. Vorschlagsberechtigt sind deshalb die Mitglieder der DFG, wissenschaftliche Fachgesellschaften und Fakultätentage sowie der Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft. Jede vorschlagsberechtigte Institution kann bis zu drei Personen für jeden zu besetzenden Fachkollegiumsplatz in den Fächern nennen, für die sie das Vorschlagsrecht hat. Die Vorschläge sollten dabei insbesondere sowohl qualitative Aspekte als auch einen ausgewogenen Geschlechterproporz berücksichtigen. Die Zahl der Personen auf der Kandidierendenliste soll einerseits eine angemessene Auswahl an Kandidierenden sicherstellen und andererseits einer zu großen Zersplitterung der Stimmen vorbeugen. Daher ist die Zahl der Kandidierenden auf das Dreifache der zu besetzenden Plätze pro Fach begrenzt. Um die Transparenz der Auswahl zu gewährleisten, werden die Vorschlagenden in Zukunft in der Kandidierendenliste offengelegt.

Im zweiten Schritt prüft der Senat der DFG die Fachzuordnungen und ob für jedes Fach zahlenmäßig ausreichend viele Kandidierendenvorschläge vorliegen. Dabei kann er vorgeschlagene Personen aus fachlichen Gründen anderen Fächern zuordnen. Gibt es in einzelnen Fächern zu wenig Kandidierende, darf der Senat durch eigene Vorschläge auf bis zu zwei Personen pro Platz ergänzen. Wenn dabei für die Gesamtheit der Kandidierenden in dem jeweiligen Fach Aspekte der Gleichstellung von Frauen und Männern berücksichtigt werden, kann diese Zahl auf bis zu drei Personen pro Platz steigen.

Die neue Wahlordnung sieht eine Reihung der Kandierenden nach Anzahl der auf sie entfallenden Nominierungen in Rangplätze beziehungsweise Ranggruppen vor. Abschließend verabschiedet der Senat die Kandidierendenliste. Die Liste wird unmittelbar im Anschluss an den Senatsbeschluss im Sommer 2015 auf dem Wahlportal der DFG veröffentlicht.

Neben der Reform des Verfahrens zur Aufstellung der Kandidierendenliste setzt die neue Wahlordnung weitere Fortentwicklungen und Verschlankungen des Wahlablaufs um. Dazu gehören beispielsweise konkrete Regelungen für die Frage, ob wissenschaftliche Einrichtungen Einzelwählende vorschlagen dürfen. Außerdem sollen bei potenziell mehr als hundert Wahlberechtigten Wahlstellen eingerichtet werden. Und schließlich wird das Wahlergebnis zukünftig mit den Stimmenzahlen der Gewählten und den Ranglistenplätzen der Nichtgewählten bekannt gegeben.

Flankierend zu den Änderungen der Wahlordnung ist die direkte Kommunikation zwischen der DFG und den Beteiligten an der Wahl ein wichtiges Anliegen der DFG. Alle an der Wahl Beteiligten werden in der Vorbereitung und während der Fachkollegienwahl 2015 über die verschiedenen Kommunikationskanäle der DFG über Ablauf und Stand informiert, um alle Mitglieder der Wissenschaftsgemeinschaft zur Partizipation an der Wahl und somit der Selbstverwaltung der Wissenschaft in der DFG zu ermuntern.

Als nächster Schritt steht Ende März 2014 die Entscheidung des Senats der DFG zur Fächerstruktur an. Auch diese wird direkt nach der Entscheidung auf dem Wahlportal der DFG im Internet veröffentlicht. Unmittelbar im Anschluss daran beginnt der Prozess zur Aufstellung der Kandidierendenliste nach dem neuen Verfahren. Frist zur Beantragung des Vorschlagsrechtes hierfür ist der 30. April 2014.

Weitere Informationen

Kontakt in der DFG-Geschäftsstelle:

Wahlportal zur Fachkollegienwahl 2015:

Allgemeine Informationen rund um die Fachkollegien der DFG:

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