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Information für die Wissenschaft Nr. 61 | 30. Oktober 2013
Von Drittmittel-Druck, Antragsflut und sekundärer Währung

Internet-Dossier dokumentiert aktuelle Entwicklungen und Zukunftsdiskussion im deutschen Wissenschaftssystem und ihre Folgen für die DFG / Intensiver Dialog mit der Wissenschaft

Die Diskussion um die Weiterentwicklung des Wissenschaftssystems in Deutschland ist in vollem Gange. Sie findet statt vor dem Hintergrund tief greifender Veränderungen, in deren Zentrum die Universitäten als Orte von Forschung und Lehre sowie deren Finanzierung stehen. Vor allem die Knappheit der Grundmittel erhöht den Druck zur Einwerbung von Drittmitteln und verschärft die Konkurrenz um Fördergelder. Das hat erhebliche Auswirkungen auf die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG), ihre Rolle und auch auf ihre tägliche Förderarbeit.

Die DFG wird faktisch immer weiter in die Rolle eines Grundfinanziers von Forschung gedrängt. Sichtbarster Ausdruck: Die Zahl der Förderanträge und die Höhe der beantragten Fördermittel, insbesondere in der Einzelförderung, steigen noch schneller als das Förderbudget – die Bewilligungsquoten sinken dementsprechend. Immer öfter müssen daher selbst wissenschaftlich sehr überzeugende Anträge abgelehnt werden.

Die DFG diskutiert diese Entwicklung seit geraumer Zeit, in ihren Gremien, mit der Wissenschaft, aber auch mit der Politik und der Öffentlichkeit, und versucht gegenzusteuern.

Beides – die aktuellen Entwicklungen in der Forschungsfinanzierung und ihre Folgen für die DFG sowie die Diskussion um die Zukunft des Wissenschaftssystems und die Rolle der DFG darin – dokumentiert nun ein neues Dossier im Internet-Angebot der DFG mit dem Titel „Von Drittmittel-Druck, Antragsflut und sekundärer Währung“. Unter

bündelt es Hintergrundberichte, Zahlen und Fakten, wissenschaftspolitische Dokumente und nicht zuletzt Stimmen aus der Wissenschaft.

Im Mittelpunkt des Dossiers steht zunächst die Dokumentation einer Tagung der Sprecherinnen und Sprecher der 48 DFG-Fachkollegien. Die Fachkollegien spielen im Begutachtungs- und Entscheidungsverfahren der DFG eine zentrale Rolle und werden deshalb unmittelbar mit den aktuellen Veränderungen konfrontiert, wie auch in dem ausführlichen Tagungsbericht deutlich wird – Titel: „Ein einschneidender Perspektivwechsel“. Der Bericht wird ergänzt und vertieft durch den Text der wissenschaftspolitischen Rede von DFG-Präsident Professor Peter Strohschneider auf der Tagung sowie durch einen detaillierten und durch zahlreiche Grafiken anschaulichen Bericht von DFG-Generalsekretärin Dorothee Dzwonnek zur Finanzsituation der DFG und deren Auswirkungen auf das Förderhandeln.

Die aktuelle Diskussion um die Weiterentwicklung des deutschen Wissenschaftssystems und die Rolle der DFG darin wird unter anderem dokumentiert mit dem „Zukunftspapier“, das von Vorstand und Präsidium der Förderorganisation erarbeitet wurde und aktuell in den DFG-Gremien diskutiert wird, sowie durch einen ausführlichen Bericht von der DFG-Jahresversammlung Anfang Juli in Berlin, auf der die Zukunftsdiskussion ebenfalls eines der beherrschenden Themen war. Weitere ausgewählte Beiträge aus dem vierteljährlich erscheinenden DFG-Magazin „forschung“ und aktuelle Statistiken aus dem Jahresbericht 2012 und anderen Publikationen runden das Dossier ab.

Mit diesem bislang umfangreichsten Informationsangebot zum Thema will die DFG nicht zuletzt ihren Dialog mit der wissenschaftlichen Community weiter intensivieren. Das Dossier soll in den kommenden Monaten sukzessive um weitere Berichte und Dokumente erweitert werden und damit den Fortgang der aktuellen Entwicklungen und Diskussionen spiegeln.

Weiterführende Informationen

Das Dossier ist im Internet verfügbar unter:

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