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Information für die Wissenschaft Nr. 27 | 3. Juni 2013
Digitalisierung und Erschließung der im deutschen Sprachraum erschienenen Drucke des 18. Jahrhunderts (VD 18) – Hauptphase

Das VD 18 stellt die Fortführung der nationalbibliografischen Vorhaben „Verzeichnis der im deutschen Sprachbereich erschienenen Drucke des 16. Jahrhunderts“ (VD 16) und „Verzeichnis der im deutschen Sprachraum erschienenen Drucke des 17. Jahrhunderts“ (VD 17) dar, wobei die Besonderheit des VD 18 darin besteht, dass das nationalbibliografische Unternehmen die Säulen Katalogisierung und Digitalisierung integriert.

Der Hauptphase des VD 18 wurde im Jahr 2009 zunächst eine Pilotphase vorgeschaltet, die auf einer von Klaus Haller erstellten Studie basierte. Ziel der Pilotförderung war die Entwicklung gemeinsamer Standards und Workflows, wobei unter anderem durchschnittliche Seitenpreise für die Erschließung und Digitalisierung ermittelt werden sollten.

Mit Abschluss der Pilotförderung und nach Auswertung der Ergebnisse der kooperativen Pilotphase wird nun die Hauptphase der Förderung eröffnet. Ziel der Förderung der Hauptphase ist es, die Anzahl der auf nationalbibliografischem Niveau erschlossenen und digitalisierten VD-18-Drucke weiter zu erhöhen.

Die Aufforderung zur Antragstellung für den ersten, einjährigen Abschnitt der Hauptphase richtet sich an Bibliotheken in Deutschland, die im Sinne des Massenerschließungs- und Digitalisierungsvorhabens über eine signifikante Anzahl an Drucken und Zeitschriften des 18. Jahrhunderts verfügen, die über einen der Bibliotheksverbünde beziehungsweise die Zeitschriftendatenbank (ZDB) nachgewiesen und noch nicht auf nationalbibliografischem Niveau erschlossen und digitalisiert wurden.

Die Pilotphase des VD 18 basierte auf einer am Institut für Historisch-Kulturwissenschaftliche Informationsverarbeitung der Universität zu Köln entwickelten Koordinierungsdatenbank, die auf der Grundlage der in den deutschen Bibliotheksverbünden nachgewiesenen VD-18-Titel der an der Pilotphase beteiligten Bibliotheken eine erste Verteilung vornahm. Die Katalogisierung erfolgte in der jeweils eigenen Verbundumgebung der beteiligten Bibliotheken. Die Katalogisierung in der eigenen Verbundumgebung soll auch in der auf weitere interessierte Bibliotheken auszuweitenden Hauptphase beibehalten werden.

Für die Ausarbeitung von Anträgen ist es erforderlich, konkrete Titel aus der Koordinierungsdatenbank zugewiesen zu bekommen. Daher sind alle Bibliotheken, die die Rahmenbedingungen im o. g. Sinne erfüllen und Interesse an einer Beteiligung an der Ausschreibung zum ersten Abschnitt der Hauptphase des VD 18 haben, aufgefordert, Interessensbekundungen bei der Geschäftsstelle der DFG einzureichen. Nach dem Eingang von Interessensbekundungen mit Titelmengen für eine Förderung von maximal einem Jahr wird die koordinierende Einrichtung des VD 18, derzeit die Niedersächsische Staats- und Universitätsbibliothek (SUB) Göttingen, in Zusammenarbeit mit dem Institut für Historisch-Kulturwissenschaftliche Informationsverarbeitung der Universität zu Köln und den Verbundzentralen eine Zuweisung von konkreten Titeln an die interessierten Bibliotheken vornehmen. Diese Titelzuweisung wird die Grundlage des Antrags im Rahmen der Ausschreibung darstellen.

Zeitschriftenbände können ebenfalls in die erste, einjährige Förderung einbezogen werden. Die Katalogisierung der Zeitschriftentitel erfolgt über die ZDB. Die Einzelbände werden anschließend digitalisiert, aber ohne weitere Strukturdatenerstellung über den Eintrag der ZDB online zur Verfügung gestellt. Die Zuordnung von konkreten Zeitschriftenbänden wird auf der Grundlage der Interessensbekundungen durch die SUB Göttingen in Zusammenarbeit mit der ZDB erfolgen. Ein Modell zur tieferen Erschließung von VD-18-relevanten Zeitschriften wird derzeit noch über die an der Pilotphase beteiligten Bibliotheken in enger Abstimmung mit der Wissenschaft erarbeitet. Dieses noch festzulegende Erschließungsmodell wird voraussichtlich für die zweite Phase der Hauptphase des VD 18 greifen.

Für die Zuordnung von konkreten Titeln (Monografien) beziehungsweise Bänden (Zeitschriften) über die Koordinierungsdatenbank und/oder die ZDB sind Interessensbekundungen im Vorfeld der Antragstellung zwingend erforderlich. Die eingesandten Interessensbekundungen müssen daher die Anzahl der einem Antrag zugrunde zu legenden Monografien und Zeitschriftenbände enthalten.

Interessensbekundungen für die Beteiligung an der Ausschreibung werden bis zum 25. Juli 2013 entgegengenommen.

Nach der erfolgten Zuweisung von konkreten Titeln beziehungsweise Bänden werden die Antragsteller durch die Geschäftsstelle der DFG über die Titelzuweisung informiert und mit Nennung der konkreten Einreichungsfrist zur Ausarbeitung eines Antrags aufgefordert. Die Frist zwischen der Information über die erfolgte Zuweisung und der Einreichung des Antrags wird zwei Monate betragen.

Weiterführende Informationen

Der Ausschreibungstext mit den Rahmenbedingungen der Förderung findet sich unter:

Ansprechpartnerin in der DFG-Geschäftsstelle:

  • Dr. Franziska Regner
    Gruppe Wissenschaftliche Literaturversorgungs- und Informationssysteme
    Tel. +49 228 885-2094
    Franziska.Regner@dfg.de

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