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Information für die Wissenschaft Nr. 17 | 12. April 2013
Vier deutsch-japanische Gemeinschaftsprojekte im Bereich Computational Neuroscience bewilligt

Ergebnisse der zweiten Ausschreibungsrunde der deutsch-japanischen Initiative / Projekte von klassischer Netzwerkmodellierung bis zu anwendungsorientierter Forschung

In der zweiten gemeinsamen Ausschreibung der Japan Science and Technology Agency (JST), des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) und der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) im Bereich Computational Neuroscience sind nun die Förderentscheidungen gefallen. Gefördert werden ab sofort vier deutsch-japanische Gemeinschaftsprojekte, die inhaltlich die gesamte Breite der Ausschreibung abdecken: von modellgetriebener Grundlagenforschung über klassische Netzwerkmodellierung bis hin zu anwendungsorientierter Forschung im Bereich der Robotik.

Innerhalb der Neurowissenschaften hat das Gebiet der Computational Neuroscience binnen kürzester Zeit rapide an Bedeutung gewonnen. Sowohl in Deutschland als auch in Japan wurde dieses Forschungsgebiet durch gezielte Fördermaßnahmen vorangetrieben, sodass Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler beider Nationen heute international höchst anerkannt sind. Im Oktober 2010 haben JST, BMBF und DFG in einem Abkommen vereinbart, die binationale Zusammenarbeit im Bereich der Computational Neuroscience gemeinsam zu fördern.

Einer ersten Ausschreibung im Jahr 2011 folgte 2012 ein zweiter Aufruf zur Beantragung deutsch-japanischer Gemeinschaftsprojekte. Die eingegangenen Anträge wurden im November 2012 in einer gemeinsamen Sitzung in Tokyo durch eine internationale Gutachtergruppe begutachtet. Von insgesamt 13 Anträgen empfahlen die Gutachterinnen und Gutachter vier zur Förderung. Der japanische Anteil der Gemeinschaftsprojekte wird durch JST finanziert. Auf deutscher Seite fördern das BMBF und die DFG jeweils zwei Projekte.

Die geförderten Projekte im Einzelnen:

  • “Heterogeneity of the Suprachiasmatic Nucleus: Quantification, Simulation, and Functional Analysis”; Grigory Bordyugov, Charité Universitätsmedizin Berlin, und Toru Takumi, Hiroshima University

  • “The Influence of Feature Salience over Microsaccades in Normal and Blindsight Humans and Monkeys: an Experimental and Theoretical Investigation”; Ziad Hafed, Werner Reichardt Centre for Integrative Neuroscience, Tübingen, und Masatoshi Yoshida, National Institute for Physiological Sciences, Okazaki

  • “Neural Circuit Mechanisms of Reinforcement Learning”; Abigail Morrison, Forschungszentrum Jülich, und Kenji Morita, University of Tokyo

  • “Impedance Regulation during Energy Transfer Motor Tasks: from Human Experiments to Computational Modelling and Robotics”; Patrick van der Smagt, Technische Universität München, und Ganesh Gowrishankar, National Institute of Information and Communications Technology, Kyoto

Für 2013 ist eine weitere Ausschreibung geplant, die auf deutscher Seite durch das BMBF und die DFG veröffentlicht werden wird. Diese adressiert die Zusammenführung experimenteller und theoretischer Ansätze in interdisziplinären Gemeinschaftsprojekten, um aktuelle Fragestellungen zur Funktion des Nervensystems und zur Weiterentwicklung medizinisch-technischer Ansätze aufzuklären.

Weiterführende Informationen

Die Ausschreibung „German-Japan Collaboration in Computational Neuroscience“ von Juni 2012 unter:

Ansprechpersonen:

Bei der DFG:

Beim Projektträger im Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt e.V. „Gesundheitsforschung“:

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