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Information für die Wissenschaft Nr. 68 | 20. Dezember 2012
Gemeinsame Themenausschreibung von BMBF und DFG im Rahmen des Programms GEOTECHNOLOGIEN

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) rufen im Rahmen des gemeinsamen Forschungs- und Entwicklungsprogramms GEOTECHNOLOGIEN zur Antragstellung zum Thema „Weiterentwicklung von Methoden zur Früherkennung von Naturgefahren in Deutschland durch innovative Sensor- und Informationstechnologien“ auf.

Das Programm fördert die Kombination von grundlagen- und anwendungsorientierter Forschung zu geowissenschaftlichen Themen. Anwendungsorientierte Projektanträge werden vom BMBF im Rahmen der Projektförderung gefördert, während vorrangig grundlagenorientierte Forschungsvorhaben durch die DFG im Einzelverfahren gefördert werden sollen. Mit dieser Ausschreibung soll erstmalig eine inhaltlich abgestimmte Förderung von gemeinschaftlichen Projekten erfolgen.

Gegenstand der Förderung sind FuE-Vorhaben, die die gesamte Prozesskette – von der Erfassung eines Georisikos über Daten- und Informationsbereitstellung bis zur Prognose – abbilden. Die Prozesskette sollte bei der „technischen Warnung“ enden (zum Beispiel Schnittstelle zu Einsatzzentralen). Hierfür sind interdisziplinäre Forschungsverbünde aus Forschungseinrichtungen und Industrie sinnvoll.

Die Projektvorschläge müssen den Nachweis führen, dass sie zu neuen Methoden der Entscheidungsunterstützung zur Vermeidung, Schadensminderung oder Bewältigung der genannten Risiken führen. Des Weiteren muss die Relevanz der Gefahr für Deutschland begründet werden.

Mögliche Forschungsthemen sollen in einen oder mehrere der folgenden Bereiche fallen:

  • Sensor- und Beobachtungstechnologien zur Datenerfassung und zum Monitoring
    Eine Risikolandschaft, die sich durch den Klimawandel und anthropogene Einflüsse (Urbanisierung) ständig ändert, erfordert eine kontinuierliche Beobachtung auf verschiedenen Beobachtungsskalen (lokale Beobachtungen bis großräumige Satellitenbilder). Diese müssen miteinander quantitativ verknüpft werden, um bestmögliche Informationen zu extrahieren. In Verbindung mit Satelliteninformationen können die punktuell gewonnenen lokalen Erkenntnisse auf große Gebiete übertragen werden. Die Herausforderung dabei ist, Multiparameterdatensätze mit bodengestützter Sensorik skalenübergreifend zu erfassen und mit intelligenten Sensornetzwerken zu kombinieren.
  • Informationstechnologie
    Die raumbezogene Informationstechnologie bietet eine Fülle von Möglichkeiten, die es für die Früherkennung und Frühwarnung zu nutzen und weiterzuentwickeln gilt. Dies betrifft insbesondere geeignete Datenmodelle und -strukturen für 3-D und Zeit, die Entwicklung von dezentralen Methoden zur Verarbeitung raumbezogener Daten sowie von Methoden zur adäquaten Visualisierung und Kommunikation der Ergebnisse.
  • Modellentwicklung
    Eine zentrale Rolle spielt die Modellentwicklung, die an verschiedenen Stellen ansetzt. So gilt es, eine enge Kopplung von Modellen und Daten herzustellen, die zu einer besseren Prozessmodellierung und somit zu besseren Prognosemodellen beiträgt. Des Weiteren sind die Modelle der unterschiedlichen Disziplinen zu verknüpfen. Physikalische Modelle fokussieren in der Regel auf einzelne Katastrophentypen und beinhalten nur unsystematisch Sekundär- oder Kaskadeneffekte. Extremereignisse der Zukunft müssen aber auch als kaskadierend wiederkehrende Ereignisse quantitativ verstanden werden. Dadurch entsteht eine zusätzliche Herausforderung für die Prognostik, die für die in Deutschland relevanten Naturereignisse entwickelt werden muss.

Das zwischen BMBF und DFG vereinbarte Antragsverfahren ist zweistufig. In der ersten Verfahrensstufe sind beim Koordinierungsbüro GEOTECHNOLOGIEN formlose Antragsskizzen sowohl für grundlagen- als auch für anwendungsorientierte Forschungsvorhaben auf dem Postweg und per E-Mail bis zum 28. Februar 2013 vorzulegen. Sie dürfen einen Umfang von 6 DIN-A4-Seiten, zusätzlich max. 3 Seiten pro weiteres Teilvorhaben nicht überschreiten. Bei Verbundprojekten sind die Projektskizzen in Abstimmung mit dem vorgesehenen Verbundkoordinator vorzulegen. Mit Blick auf das internationale Begutachtungsverfahren ist das Einreichen der Vorhabenbeschreibungen in englischer Sprache erforderlich, der eine kurze Zusammenfassung in deutscher Sprache vorangestellt ist. Verspätet eingehende Antragsskizzen können nicht berücksichtigt werden.

Bitte richten Sie ihre Antragsskizzen an die folgende Adresse:
Helmholtz-Zentrum Potsdam, Deutsches GeoForschungsZentrum GFZ, Koordinierungsbüro GEOTECHNOLOGIEN, Telegrafenberg, 14473 Potsdam

Weiterführende Informationen

Details zur Antragstellung sowie den vollständigen Text der Ausschreibung finden Sie unter:

Ansprechpersonen:

  • Dr. Guido Lüniger
    Deutsche Forschungsgemeinschaft
    Programmdirektor: Geologie und geowissenschaftliche Bohrprogramme
    Kennedyallee 40
    53175 Bonn
    Tel. +49 228 885-2333
    guido.lueniger@dfg.de

  • Dr. Christian Alecke
    Referat 725 System Erde
    Bundesministerium für Bildung und Forschung
    Heinemannstr. 2
    53175 Bonn
    Tel. +49 228 99-573890
    christian.alecke@bmbf.bund.de

  • Dr. Ute Münch
    Leitung Koordinierungsbüro GEOTECHNOLOGIEN
    Helmholtz-Zentrum Potsdam
    Deutsches GeoForschungsZentrum GFZ
    Telegrafenberg
    14473 Potsdam
    Tel. +49 331 288-1079
    muench@geotechnologien.de

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