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Information für die Wissenschaft Nr. 49 | 5. September 2012
Schwerpunktprogramm „Wissenschaft und Öffentlichkeit: Das Verständnis fragiler und konfligierender wissenschaftlicher Evidenz“ (SPP 1409) / Dritte Förderperiode

Der Senat der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) hat 2008 die Einrichtung des Schwerpunktprogramms 1409 „Wissenschaft und Öffentlichkeit: Das Verständnis fragiler und konfligierender wissenschaftlicher Evidenz“ (Science and the General Public: Understanding Fragile and Conflictual Scientific Evidence) beschlossen. Die Förderung läuft seit 1. Juli 2009. Eine weitere zweijährige Förderperiode ist vorgesehen.

In dem Schwerpunktprogramm soll das Schnittfeld zwischen Wissenschaft und Öffentlichkeit empirisch untersucht werden. Durch moderne Informationstechnologie ist für die Öffentlichkeit eine große Vielfalt an wissenschaftsbezogenen Informationen verfügbar. Das bedeutet, dass die Grenzen zwischen dem Wissen, das für Laien potenziell verständlich ist, und dem Fachwissen, das nur Spezialisten zugänglich ist, unscharf geworden sind. Insbesondere im Internet ist ein einfacher Zugriff auf Informationen aus vielen Wissenschaftsbereichen möglich. Menschen, die Probleme zu lösen versuchen, erwarten beziehungsweise erhoffen sich Lösungsmöglichkeiten aus der Wissenschaft. Wie aber gehen sie damit um, dass die Wissenschaft oft nur fragile oder konfligierende Evidenz bietet?

Das Forschungsprogramm soll Bedingungen und Prozesse des Grundverständnisses wissenschaftli¬cher Evidenzgewinnung und Evidenzsicherung der Öffentlichkeit (das heißt von Laien) empirisch untersuchen und Theorien zum Wissenschaftsverständnis von Laien entwickeln. Außerdem soll es begründete Gestaltungsprinzipien für die Vermittlung wissenschaftsbezogener Informationen erarbeiten. In dem SPP sind Forschungsprojekte aus Psychologie, Kommunikationswissenschaft, empirischer Pädagogik, naturwissenschaftlicher Fachdidaktik sowie Wissenschaftssoziologie vorgesehen. Die disziplinenübergreifende Zusammenarbeit wird es ermöglichen, sowohl das Zustandekommen der Angebote an wissenschaftsbezogenen Informationen als auch deren kognitive, emotionale und kommunikative Verarbeitung unter Laien zu betrachten. Die Projekte des SPP sollen vier prototypische Erfahrungsbereiche untersuchen, in denen sich Laien der Fragilität wissenschaftlicher Evidenzsicherung gegenübersehen:

  • Die wissenschaftsbezogene Informationssuche und -bewertung im Internet. Dazu gehört auch die aktive Nutzung der Kommunikationsmöglichkeiten zur Wissenschaftsrezeption (zum Beispiel in Internetforen, Wikipedia).
  • Die Darstellung und Rezeption von Wissenschaft in Massenmedien und Unterhaltungsangeboten. Dazu gehört auch die Arbeit der „Vermittler“ zwischen Wissenschaft und Öffentlichkeit, zum Beispiel von Wissenschaftsjournalisten.
  • Die Darstellung und Rezeption von Prozessen und Bedingungen wissenschaftlicher Evidenzsicherung in Wissenschaftsmuseen.
  • Die Vermittlung von Grundkenntnissen über wissenschaftliche Evidenzsicherung in Bildungsinstitutionen.

Es können sowohl Neuanträge als auch Fortsetzungsanträge gestellt werden. Es wird auf die Möglichkeit hingewiesen, auch Anträge gemeinsam mit auswärtigen Kooperationspartnern sowie Anträge für Transferprojekte zu dieser Thematik zu stellen.

Weiterführende Informationen

Antragstellung

Anträge für die dritte Förderperiode (24 Monate) können bis einschließlich 28. Januar 2013 unter dem Stichwort „SPP 1409“ über das elan-Portal

bei der DFG eingereicht werden.

Anforderungen zum inhaltlichen und formalen Aufbau der Teilprojektanträge regelt das DFG-Merkblatt 50.01 „Merkblatt Programm Sachbeihilfe“.

Allgemeine Hinweise zur Antragstellung finden Sie im Internet unter

Informationen zu Erkenntnistransfer und Transferprojekten finden Sie unter

Koordination und Betreuung

Das Schwerpunktprogramm wird von Herrn Prof. Dr. Rainer Bromme, Westfälische Wilhelms-Universität Münster, Institut für Psychologie, Fliednerstraße 21, 48149 Münster (bromme@uni-muenster.de) koordiniert. Mitarbeiterin des Koordinationsprojektes ist Dr. Dorothe Kienhues (kienhues@uni-muenster.de). Beide stehen für Auskünfte zur Thematik des Programms zur Verfügung. Den Rahmenantrag zum SPP 1409 finden Sie in Deutsch und Englisch unter

Ansprechpartnerin zu Fragen der Antragstellung bei der DFG

  • Ruth Krämer,
    Deutsche Forschungsgemeinschaft,
    Kennedyallee 40,
    53175 Bonn,
    Tel. +49 228 885-2381,
    ruth.kraemer@dfg.de

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