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Information für die Wissenschaft Nr. 44 | 1. August 2012
Schwerpunktprogramm „Planetary Magnetism (PlanetMag)“ (SPP 1488)

Der Senat der Deutschen Forschungsgemeinschaft hat die zweite Förderperiode des Schwerpunktprogramms „Planetary Magnetism“ (SPP 1488) beschlossen. Die zweite Förderperiode umfasst das vierte bis sechste Jahr der insgesamt sechsjährigen Gesamtlaufzeit des Schwerpunktprogramms.

Die Ergebnisse neuer Weltraummissionen zu Mars und Venus deuten stark darauf hin, dass die Magnetfelder der Planeten eine Erosion der Atmosphäre durch den Sonnenwind entscheidend verhindern. Ohne die Magnetosphäre wäre darum etwa das Leben auf der Erde in seiner heutigen Form unmöglich. Bislang liegen jedoch nur recht wenige Erkenntnisse über die grundlegenden Wechselwirkungen zwischen Sonnenwind und planetaren Magnetfeldern vor. Weltraummissionen haben inzwischen auch gezeigt, dass die planetaren und lunaren Magnetfelder überraschende Unterschiede aufweisen. Die individuellen magnetischen Signaturen bergen wertvolle Informationen über die heutige und vergangene innere Struktur und Dynamik der Himmelskörper. Über die Ursachen für diese charakteristischen Unterschiede ist bislang ebenfalls nur wenig bekannt.

Ziel des Schwerpunktprogramms „Planetary Magnetism“ ist es, die Vielfalt des planetaren und lunaren Magnetismus in unserem Sonnensystem zu erforschen und zu verstehen. Ein Schwerpunkt wird dabei auf der Untersuchung der Wechselwirkung mit dem Sonnenwind liegen. Dafür ist ein synergetisches, interdisziplinäres Vorgehen unerlässlich. Hauptarbeitsfelder sind:

  • Entwicklung von neuen Methoden zur Analyse von Satellitendaten angepasst an die spezifische Raum-Zeit-Geometrie der Messungen
  • Verbesserung der numerischen und analogen Modelle des Inneren der Planeten und der Dynamos
  • Entwicklung von Modellen zur Interaktion mit dem Sonnenwind
  • Verständnis der Interaktion des magnetischen Feldes mit der planetaren Umgebung
  • Laboruntersuchungen über alte terrestrische Gesteine und Meteoriten

Das Schwerpunktprogramm plant auch, den Magnetismus der Monde und kleineren Himmelskörper zu erforschen.

Untersuchungen aus dem Bereich der Solaraktivität und zur Generierung des Sonnenwindes sind nicht Gegenstand der Förderung. Modelle des Inneren von Planeten und ihrer Dynamik werden nur dann berücksichtigt, wenn sie relevante Fragen der Dynamoprozesse und der magnetischen Geschichte behandeln.

Anträge in englischer Sprache müssen bis spätestens 1. Oktober 2012 unter dem Stichwort „SPP 1488/2“ bei der DFG, Kennedyallee 40, 53175 Bonn, eingegangen sein.

Bitte reichen Sie alle Antragsunterlagen in elektronischer Form vorzugsweise im PDF-Format (sonst RTF-Format) auf CD-ROM ohne Passwortschutz beziehungsweise ohne Zugriffsbeschränkungen auf die elektronischen Dokumente hinsichtlich Lesen, Kopieren und Drucken ein. Benennen Sie die PDF-Dokumente bitte nach der in unserem Leitfaden für die Antragstellung auf der letzten Seite beschriebenen Systematik. Bitte reichen Sie Ihre Anträge nicht elektronisch über das DFG-Elan-Portal ein, da dies für Anträge im Schwerpunktprogramm noch nicht möglich ist. Das Formular „Daten zum Antrag und Verpflichtungen“ (DFG-Vordruck 54.011 – 07/12) ist für jeden Antrag auszufüllen und in Papierform unterschrieben beizulegen.

Es wird ebenfalls darum gebeten, eine PDF-Datei des Antrags sowie eine zusätzliche PDF-Datei der Zusammenfassung in Deutsch und Englisch an das Koordinationsbüro des Schwerpunktprogramms zu senden (planetmag1488@gmail.com).

Weiterführende Informationen

Weitere Informationen sowie die ausführliche Beschreibung des Schwerpunktprogramms sind abrufbar unter:

Bitte berücksichtigen Sie bei der Abfassung des Antrags das Merkblatt für Schwerpunktprogramme (DFG-Vordruck 50.05 – 06/12) sowie den Leitfaden für die Antragstellung (DFG-Vordruck 54.01 – 06/12). Für die Gliederung des Antrags ist der DFG-Vordruck 54.012 – 01/12 zu verwenden. Diese Formulare finden Sie unter:

Inhaltliche Fragen zum SPP richten Sie bitte an den Koordinator des Programms:

  • Professor Matthias Holschneider
    Institut für Mathematik der Universität Potsdam
    Tel. +49 331 977-1663
    hols@math.uni-potsdam.de

Hinweise zur Antragsstellung erteilt:

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