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Information für die Wissenschaft Nr. 33 | 12. Juni 2012
Materialwissenschaft und Werkstofftechnik: DFG startet fünfte Nachwuchsakademie

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) startet unter dem Motto „Schnittstelle von Materialwissenschaft, Werkstofftechnik, Charakterisierung, Simulation und Umformtechnik“ eine fünfte Nachwuchsakademie im Fachgebiet der Materialwissenschaft und Werkstofftechnik. Ziel von Nachwuchsakademien ist es, Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in einem frühen Stadium ihrer Karriere auf die eigenständige Durchführung von Forschungsprojekten vorzubereiten und an die erste eigene Projektleitung und Drittmitteleinwerbung heranzuführen. Mit ihnen sollen herausragende junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler möglichst frühzeitig für interdisziplinäre Forschungsansätze sensibilisiert und gewonnen werden. Ein wesentliches Ziel von Nachwuchsakademien ist es darüber hinaus, dem Mangel an exzellent ausgebildetem wissenschaftlichem Nachwuchs auf interdisziplinären Gebieten abzuhelfen.

Im Rahmen der Nachwuchsakademie Materialwissenschaft und Werkstofftechnik soll hervorragend qualifizierten jungen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern die Möglichkeit geboten werden, in einem mehrere Fachgebiete übergreifenden Umfeld Forschungsthemen an der Schnittstelle zur Charakterisierung und Simulation sowie zur Umformtechnik zu entwerfen und zu bearbeiten. Insbesondere sollen ihnen durch Diskussionen mit Fachkolleginnen und -kollegen sowie einschlägig ausgewiesenen, erfahrenen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern Impulse für die eigene Forschungstätigkeit und zur wissenschaftlichen Weiterqualifikation gegeben werden. Die Nachwuchsakademie hat den Anspruch, die Bedeutung des interdisziplinären Austauschs erfahrbar zu machen.

Ablauf der Nachwuchsakademie

Interessenten an der Nachwuchsakademie bewerben sich mit ihren bisher erbrachten wissenschaftlichen Leistungen sowie einer Projektskizze für eine zu bearbeitende wissenschaftliche Fragestellung aus folgenden Bereichen:

  • Materialwissenschaft und Werkstofftechnik

  • Charakterisierung

  • Simulation

  • Umformtechnik

In den Projektskizzen sollen wissenschaftliche Fragestellungen behandelt werden, die daraus entstehen, dass bei der Entwicklung und Herstellung von neuen Hochleistungswerkstoffen auch die Fertigungsprozesse angepasst und veränderte Umformeigenschaften berücksichtigt werden müssen. Insbesondere werden Forschungsvorhaben erwartet, die entweder die Charakterisierung von Werkstoffen, die Simulation des Verformungsverhaltens oder die Entwicklung von angepassten Umformprozessen zum Gegenstand haben. Dem Zusammenspiel der beteiligten Disziplinen kommt eine entscheidende Rolle im Hinblick auf erweiterte Einsatzgrenzen der Werkstoffe sowie neuartige Eigenschaften und die Qualität der herzustellenden Produkte zu. Die Projektskizzen sollten widerspiegeln, dass nur in Kenntnis der Anforderungen an neue Werkstoffe diese in anwendungsgerechter Weise entwickelt und hergestellt werden können. Die Vernetzung von Werkstoffentwicklung, Charakterisierung und Simulation sowie Umformtechnik sollte daher idealerweise in den Projektskizzen bereits berücksichtigt werden.

Der Leiter der Nachwuchsakademie prüft mit Unterstützung einer Gruppe von Fachexpertinnen und -experten die Bewerbungen und lädt die ausgewählten Teilnehmerinnen und Teilnehmer zur Veranstaltung ein.

Nachwuchsakademie Teil I

Im Rahmen der für Oktober 2012 geplanten mehrtägigen Nachwuchsakademie auf Burg Schnellenberg, Attendorn, sollen den ausgewählten jungen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern mit Vorträgen, Seminaren und Einzelgesprächen vertiefte Einsichten in das Management von Karrieren in der Wissenschaft gegeben werden. Ein Expertengremium referiert auf der Basis eigener Erfahrungen über die Karrieremöglichkeiten und steht in Arbeitskreisen zur Diskussion über die Projektskizzen und für weiterführende Beratung zur Ausarbeitung von Drittmittelanträgen zur Verfügung. Die Hinweise und Ratschläge sollen es den jungen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern erleichtern, eigene Projektanträge auszuarbeiten. Des Weiteren steht die frühe interdisziplinäre Vernetzung der Teilnehmerinnen und Teilnehmer im Vordergrund. In kleinen Arbeitsgruppen wird dazu beispielhaft über interdisziplinäre Forschungsthemen unter Anleitung von Expertinnen und Experten diskutiert; mögliche Themen für gemeinschaftliche Grundlagenforschungsprojekte sollen identifiziert und gegebenenfalls ausgearbeitet werden. Außerdem ist vorgesehen, dass der Expertenkreis in den nächsten drei Jahren den Nachwuchs beratend unterstützt.

Nachwuchsakademie Teil II

Im Frühjahr 2013 richtet die DFG ein eintägiges Antragskolloquium mit Begutachtung aus, bei dem die Teilnehmenden ihre aus den Projektskizzen entwickelten und bei der DFG eingereichten Projektanträge vorstellen. Auf dieser Basis wird über die Bewilligung der Anträge entschieden.

Nachwuchsakademie Teil III

Nach etwa einem Jahr ist zum Erfahrungsaustausch ein weiteres Zusammentreffen geplant.

Der Weg zur Nachwuchsakademie

Antragsberechtigt ist wissenschaftlicher Nachwuchs aus den Ingenieur- oder Naturwissenschaften, der an innovativen Lösungen an der Schnittstelle von Materialwissenschaft und Werkstofftechnik, Charakterisierung und Simulation beziehungsweise der Umformtechnik arbeitet und dessen Promotion nicht länger als vier Jahre zurückliegt. Auch Doktorandinnen und Doktoranden, die vor dem Abschluss ihrer Arbeit stehen, ist die Teilnahme an der Nachwuchsakademie möglich, sofern sie bis zum Zeitpunkt der Veranstaltung ihre Dissertation eingereicht haben.

Bewerbung

Interessenten bewerben sich mit Lebenslauf (max. 3 Seiten) und Projektskizze (max. 3 Seiten) durch Einreichung im pdf-Format per E-Mail an: nachwuchs@dgm.de.

Termine

Bewerbungsschluss ist der 1. August 2012.
Über die Zulassung zur Nachwuchsakademie wird ab 31. August 2012 informiert.
Die Nachwuchsakademie findet vom 29. bis 31. Oktober 2012 statt.
Annahmeschluss für die Vollanträge bei der DFG ist der 1. Februar 2013.
Die Begutachtung der Vollanträge wird in der DFG-Geschäftsstelle in Bonn im Frühjahr 2013 stattfinden.

Erstellen einer Projektskizze

Die geplante Laufzeit des Projekts kann ein, zwei oder drei Jahre betragen.
Es werden Skizzen zu Projekten akzeptiert, die zur Bearbeitung durch einen Doktoranden oder eine Doktorandin dienen sollen oder zur Finanzierung der Eigenen Stelle. Auch Skizzen für einen Auslandsaufenthalt über ein Stipendium sind möglich.

Spätere DFG-Vollanträge

Für die Antragsberechtigung wird der Abschluss der wissenschaftlichen Ausbildung, in der Regel die Promotion, vorausgesetzt. In Ausnahmefällen werden Anträge vor abgeschlossener Promotion entgegengenommen, sofern der Nachweis der erfolgten Promotion im Laufe des Begutachtungsverfahrens nachgereicht wird. Eine Bewilligung kann nicht ohne erfolgte Promotion ausgesprochen werden.

Weitere Informationen

Weitere Informationen zur Nachwuchsakademie unter:

Fachliche Fragen beantwortet der Leiter der Nachwuchsakademie:

  • Prof. Dr. rer. nat. Alexander Hartmaier,
    Interdisciplinary Centre for Advanced Materials Simulation (ICAMS),
    Ruhr-Universität Bochum,
    Tel. +49 234 32-29314,
    alexander.hartmaier@rub.de

Fachlicher Ansprechpartner in der DFG-Geschäftsstelle:

  • Dr.-Ing. Burkhard Jahnen,
    Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG),
    Tel. +49 228 885-2487,
    burkhard.jahnen@dfg.de

Fragen zur Organisation der ersten Phase der Nachwuchsakademie beantwortet:

  • Dr.-Ing. Frank O. R. Fischer,
    Deutsche Gesellschaft für Materialkunde (DGM),
    Tel. +49 69 75306-756,
    frank.fischer@dgm.de

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