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Information für die Wissenschaft Nr. 24 | 25. Mai 2012
Schwerpunktprogramm „Kristalline Nichtgleichgewichtsphasen – Präparation, Charakterisierung und in-situ-Untersuchung der Bildungsmechanismen“ (SPP 1415)

Der Senat der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) hat 2008 die Einrichtung des Schwerpunktprogramms „Kristalline Nichtgleichgewichtsphasen – Präparation, Charakterisierung und in-situ-Untersuchung der Bildungsmechanismen“ mit einer Laufzeit von sechs Jahren beschlossen, wovon die erste dreijährige Förderperiode in diesem Jahr enden wird. Hiermit wird die Ausschreibung für die zweite dreijährige Förderperiode (Januar 2013 – Dezember 2015) bekannt gegeben, die sowohl für Fortsetzungsanträge zu den laufenden Projekten als auch für Anträge zu neuen Projekten offen ist, jeweils mit einer maximalen Laufzeit von drei Jahren.

In diesem Schwerpunktprogramm werden die Fortschritte und Erkenntnisse sowohl bei der in-situ-Analytik als auch der theoretischen Untersuchung der Primärschritte der Strukturbildung zusammen mit fortgeschrittenen Synthesemethoden gebündelt, um interdisziplinär ein atomistisches Verständnis für die Lenkung der strukturbildenden Vorgänge in Richtung metastabiler kristalliner Festkörper zu entwickeln. Als Themenfelder stehen im Mittelpunkt:

  • die gezielte Synthese

  • die umfassende Charakterisierung (Struktur-Eigenschafts-Beziehungen, relative Stabilität der Polymorphe etc.)

  • die systematische Untersuchung der Strukturbildung unter in-situ-Bedingungen (einschließlich von Vorphasen und transienten Intermediaten)

  • die Simulation und Modellierung der Strukturbildung

  • das Screening der Energielandschaft einschließlich Struktur- und Eigenschaftsvorhersage von neuen, im zugänglichen p,T-Bereich metastabilen, kristallinen Festkörpern

Über die Rückkopplung zwischen Synthese, Theorie und in-situ-Untersuchungen soll ein umfassendes Verständnis der Bildungsmechanismen von kristallinen Feststoffen auf atomistischer Ebene erarbeitet werden. Die Bildungsmechanismen von Nichtgleichgewichtsphasen sollen interdisziplinär untersucht werden, wobei Arbeitsgruppen aus verschiedenen Kompetenzbereichen Projektcluster bilden sollen, in denen die fachlichen Expertisen gebündelt werden, sodass die Entwicklung neuer Methoden zur Synthese metastabiler, kristalliner Verbindungen, die theoretische Beschreibung und Modellbildung sowie die in-situ-Untersuchung der strukturbildenden Prozesse/Keimbildung vorangetrieben wird. Der Nachweis, dass eine kristalline Verbindung in dem zugänglichen p,T-Bereich metastabil ist, muss erbracht werden.

Nicht Ziele des Programms sind:

  • technische Optimierung von bekannten Verfahren und Stoffen

  • Synthese und Charakterisierung von amorphen Gläsern und Phasen (Ausnahme: diese sind Precursoren zur Darstellung von metastabilen kristallinen Phasen)

  • templategestützte Synthesen von mesoporösen Silicas, Alumosilicaten oder Zeolithen

  • Synthesen in eingeschränkten Reaktionsräumen zur Darstellung von Nanoteilchen kleiner als 30 Nanometer

  • Untersuchung der Keimbildung aus der Gasphase (Tröpfchenbildung übersättigter Einstoffsysteme, Flammsynthese von Metallclustern und -oxiden)

  • Untersuchung, Charakterisierung und theoretische Modellierung/Simulation von Feststoffen wie Nanotubes, Onions und Fullerenen

  • dünne Filme synthetisiert über klassische CVD-Verfahren mit metallorganischen Precursoren (MOCVD, MBE) als stoffliche Basis

  • dem Stand der Technik entsprechende Hochdurchsatzverfahren für das Polymorph-Screening und biomimetische Ansätze

Anträge für eine dreijährige Förderperiode können bis zum 16. Juli 2012 mit sämtlichen Anlagen in elektronischer Form auf CD-ROM bei der DFG (z. H. Dr. Markus Behnke) unter dem Kennwort „Kristalline Nichtgleichgewichtsphasen (SPP 1415/2)“ eingereicht werden. Für die Antragstellung sind die Vorgaben der Merkblätter 50.05 Teil B und 54.01 (Leitfaden für die Antragstellung – siehe hier insbesondere die ergänzenden Hinweise zur Antragstellung ohne Nutzung des elan-Portals ab Seite 13) zu berücksichtigen.

Antragsteller sind nur diejenigen Personen, die selbst Mittel beantragen. Bei Gemeinschaftsanträgen sollten die Mittel eindeutig auf die einzelnen Antragsteller aufgeteilt werden.

Die Beschreibung des Vorhabens darf nicht mehr als 20 Seiten umfassen + maximal 5 Seiten für jeden weiteren Antragsteller. Ein Exemplar des Antrags ist jeweils in elektronischer Form an die Koordinatoren des Schwerpunktprogramms zu senden.

Bitte beachten Sie, dass die Einreichung eines Antrags im Schwerpunktprogramm über das elan-Portal zurzeit noch nicht möglich ist.

Die Anträge werden am 16. und 17. Oktober 2012 in Hannoversch Münden im Rahmen eines Kolloquiums mit anschließender Gutachtersitzung besprochen. Die Einladung zum Kolloquium wird den Antragstellern zu gegebener Zeit zugehen.

Weitere Informationen

Die zu verwendenden DFG-Formulare und Merkblätter sind zu finden unter:

Fragen zu den wissenschaftlichen Zielen des Schwerpunktprogramms richten Sie bitte an die Koordinatoren:

Weitergehende Fragen zur Antragstellung beantwortet Ihnen der zuständige DFG-Fachreferent:

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