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Information für die Wissenschaft Nr. 21 | 14. Mai 2012
DFG-Schwerpunktprogramm „Algorithmische und experimentelle Methoden in Algebra, Geometrie und Zahlentheorie“ (SPP 1489)

Der Senat der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) hat 2009 die Einrichtung des Schwerpunktprogramms „Algorithmische und experimentelle Methoden in Algebra, Geometrie und Zahlentheorie“ mit einer geplanten Laufzeit von sechs Jahren beschlossen, wovon die erste dreijährige Förderperiode 2013 enden wird. Hiermit wird die Ausschreibung für die zweite dreijährige Förderperiode (Sommer 2013 – Sommer 2016) bekannt gegeben, die sowohl für Fortsetzungsanträge zu den laufenden Projekten als auch für Anträge zu neuen Projekten offen ist, jeweils mit einer maximalen Laufzeit von drei Jahren.

Die Computeralgebra ermöglicht das Rechnen in und mit einer Vielzahl mathematischer Strukturen. Sie ist ein interdisziplinäres Gebiet mit Anknüpfungspunkten zu fast allen Bereichen der Mathematik, mit Anwendungen in vielen Gebieten innerhalb und außerhalb der Mathematik und mit ständig neuen, oft überraschenden Entwicklungen. Die Computeralgebra zeigt ungewöhnlich fruchtbare Wechselwirkungen insbesondere mit der algebraischen Geometrie, der Zahlentheorie und der Gruppentheorie: Algebraische Algorithmen eröffnen ein ganzes Spektrum neuer Zugangsmöglichkeiten zu diesen klassischen Schlüsselgebieten der Mathematik und sind von grundlegender Bedeutung für ihre praktische Anwendung. Umgekehrt führen Herausforderungen aus den genannten Gebieten immer wieder zu algorithmischen Durchbrüchen, die die Tür zu neuen Anwendungen der Computeralgebra in Theorie und Praxis aufstoßen.

Ziel des seit Juli 2010 geförderten Schwerpunktprogramms ist es, die algorithmischen und experimentellen Methoden in den genannten Gebieten substanziell voranzutreiben, sie – wo erforderlich – zu verknüpfen und sie – kombiniert mit theoretischen Ansätzen – an zentralen Fragestellungen aus Theorie und Praxis zu erproben. Des Weiteren soll die Weiterentwicklung und Vernetzung von in Deutschland (mit-)entwickelten freien Computeralgebrasystemen projektbezogen auf verschiedenen Ebenen unterstützt werden. Alle erstellten Programmpakete und Datenbanken sollen öffentlich und frei zur Verfügung gestellt werden.

Das Schwerpunktprogramm wird die übergreifende Zusammenarbeit der verschiedenen Teildisziplinen und Forschergruppen organisieren und unterstützen. Aufgrund seiner Ausrichtung werden insbesondere Anträge begrüßt, die Methoden von zwei oder mehr Themenschwerpunkten kombinieren, um sie in den Kerngebieten Zahlentheorie, Gruppentheorie und algebraische Geometrie einzusetzen. Von Interesse sind dabei auch methodische Querverbindungen zu inner- und außermathematischen Anwendungsbereichen (zum Beispiel System- und Kontrolltheorie, Codierungstheorie, Kryptografie, CAD, algebraische Kombinatorik, algebraische Statistik) sowie die Kombination numerischer und symbolischer Methoden. Weitere Informationen zur inhaltlichen Ausrichtung des Programms sind dem Webauftritt des Schwerpunktprogramms 1489 zu entnehmen.

Antragstellung

Die Einreichung der Anträge für die zweite Förderperiode muss wieder in englischer Sprache sowie weiterhin auf Papier und CD-ROM erfolgen, jedoch sind die geänderten Merkblätter der DFG zur Antragstellung zu berücksichtigen. Allgemeine Informationen zur Antragstellung (insbesondere zur Antragsberechtigung und zu den beantragbaren Mitteln) in einem Schwerpunktprogramm gibt das Merkblatt 50.05e, Teil B.

Der konkrete Antrag ist nach Merkblatt 54.01e zu gestalten, das heißt, er besteht aus einem die formalen Antragsdaten darstellenden Dokument nach Formblatt 54.011e sowie der eigentlichen Beschreibung des wissenschaftlichen Vorhabens nach Formblatt 54.012e. Die im DFG-Webauftritt zur Verfügung gestellten rtf-Vorlagen enthalten die zu verwendende Strukturierung des Dokuments; der Antrag darf aber auch mit jedem anderen Textsatzsystem erstellt werden.

Einzureichen sind in Papierform je ein Exemplar der formalen Antragsdaten, der Beschreibung des Vorhabens, der Lebensläufe der Antragsteller sowie gegebenenfalls der für die Besetzung von Stellen vorgesehenen Kandidaten und – falls zutreffend – die Arbeitgeberbescheinigung bei der Beantragung einer Eigenen Stelle. Als Teil jedes Lebenslaufs ist eine Liste der (max.) fünf wichtigsten Publikationen vorzulegen. Antragsteller sind nur diejenigen Personen, die selbst Mittel beantragen. Bei Gemeinschaftsanträgen muss die Mittelzuordnung klar dargestellt werden.

Darüber hinaus einzureichen ist eine CD-ROM, die die o. g. Dokumente als pdf-Dateien enthält. Zusätzlich kann diese CD-ROM Manuskripte noch nicht öffentlich zugänglicher Publikationen, Annahmebestätigungen von Zeitschriften oder weitere, sich aus den Merkblättern ergebende Anlagen enthalten. Die Benennung der Dokumente auf der CD-ROM folgt dem Merkblatt.

Die so vorbereiteten Anträge (ein Papierexemplar und eine CD-ROM) sind bis
19. November 2012 (Datum des Poststempels) zu senden an die Deutsche Forschungsgemeinschaft, Dr. Carsten Balleier, SPP 1489/2, 53170 Bonn.

Die Begutachtung erfolgt voraussichtlich in Form eines Begutachtungskolloquiums am 31. Januar 2013 in der Pfalzakademie in Lambrecht/Pfalz. Die Antragsteller werden rechtzeitig nach Antragseingang von der DFG dazu eingeladen.

Weitere Informationen

Informationen über dieses Schwerpunktprogramm sind verfügbar unter:

Die zu verwendenden DFG-Formulare und Merkblätter sind zu finden unter:

Anfragen zu den wissenschaftlichen Inhalten dieses Schwerpunktprogramms sind zu richten an:

  • Prof. Dr. Wolfram Decker
    Fachbereich Mathematik
    Universität Kaiserslautern
    Postfach 3049
    67653 Kaiserslautern
    Tel. +49 631 205-2253
    decker@mathematik.uni-kl.de

Anfragen zu den Formalitäten der Antragstellung beantwortet ab 1.8.2012 der zuständige DFG-Fachreferent:

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