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Information für die Wissenschaft Nr. 8 | 2. Februar 2012
DFG-Nachwuchsakademie „Zahnmedizin“

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) führt 2012 eine Nachwuchsakademie „Zahnmedizin“ durch. Die Veranstaltung richtet sich an Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler, die sich für die zahnmedizinische Forschung interessieren. Diese sollen früh in ihrer Karriere für eine eigenverantwortliche wissenschaftliche Tätigkeit qualifiziert werden.

Insbesondere soll die Nachwuchsakademie die Teilnehmerinnen und Teilnehmer schrittweise an die Erstellung fundierter Förderanträge zu Forschungsvorhaben der zahnmedizinischen Forschung heranführen. Die einwöchige Nachwuchsakademie gibt den Teilnehmenden hierzu die Möglichkeit, ihre eigenen Projektideen, mit denen sie sich für eine Teilnahme bewerben, vorzustellen und sich mit fachlichen Themen und Fragen der Zahnmedizin auseinanderzusetzen. Renommierte Expertinnen und Experten aus dem In- und Ausland geben in Vorträgen und Diskussionen Einblick in den aktuellen Stand der Forschung und unterstützen als Mentoren die Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler.

Intention der Nachwuchsakademie „Zahnmedizin“ ist es, die gesamte Breite des Fachgebietes abzubilden. Nur die Themen „Versorgungsforschung“ und „Klinische Studien“ werden explizit ausgeschlossen, da hierzu eigene Nachwuchsakademien angeboten werden.

Erste Phase

Die einwöchige Nachwuchsakademie findet vom 30. Juli 2012 bis zum 3. August 2012 im Institut für Lasertechnologien in der Medizin- und Messtechnik (ILM) in Zusammenarbeit mit dem Department für Zahnheilkunde, Klinik für Zahnärztliche Prothetik des Universitätsklinikums Ulm statt.

Um dem ausgedehnten Themenportfolio der Nachwuchsakademie möglichst gerecht zu werden, sollen auch zeitlich parallele Vortragsrunden stattfinden. Hierbei wird den Teilnehmenden die Möglichkeit gegeben, selbstständig entsprechend ihrem jeweiligen Forschungsthema Prioritäten zu setzen. Ein weiterer Kernbereich ergibt sich aus den Workshops, in denen gemeinsam mit Mentoren Lösungsansätze zu verschiedenen Themen erarbeitet werden sollen. Im Laufe der Woche werden die Projektskizzen der Teilnehmenden vorgestellt und im Expertenkreis diskutiert.

Voraussetzung für die Teilnahme an der Akademie ist daher die Einreichung einer überzeugenden Projektskizze für ein Forschungsprojekt in der Zahnmedizin. In dieser Skizze sind die verfolgte Hypothese sowie die Grundkonzeption und Durchführung des Forschungsprojekts zu beschreiben.

Bei der Erstellung dieser Projektskizze ist Folgendes zu beachten:

  • Das Forschungsvorhaben soll in Deutschland bearbeitet werden.

  • Der Umfang der formlosen Skizze als Basis eines späteren Förderantrages darf drei Seiten (Arial 10, einfacher Zeilenabstand) nicht überschreiten (Ausschlusskriterium).

Aus allen eingereichten Projektskizzen wird ein Expertengremium die vielversprechendsten anhand der folgenden Kriterien auswählen:

  • Skizziertes Vorhaben ist dem Bereich Zahnmedizin zuzuordnen

  • Relevanz des adressierten Problems

  • Theoretische Basis der Fragestellung

  • Innovationsgehalt des geplanten Projektes

  • Qualität der Methodik

  • Durchführbarkeit des Projektes

  • Wissenschaftliche Qualifikation der Kandidatin/des Kandidaten

  • Qualität der (multidisziplinären) Arbeitsgruppe

Zweite Phase

In einer zweiten Phase können die Teilnehmenden ihre ausgearbeiteten Projektanträge für eine erste Finanzierung bei der DFG einreichen. Die Antragstellung orientiert sich an der DFG-Sachbeihilfe. Der Antrag auf Sachbeihilfe an die DFG soll im Kontext dieser Nachwuchsakademie zunächst nur Mittel zur Durchführung von Pilotstudien, Vorarbeiten oder auch Mittel zur vorübergehenden Freistellung von der Patientenversorgung enthalten, um entsprechende Vorarbeiten durchzuführen. Deshalb sollte die beantragte Fördersumme in der Regel 50 000 Euro für ein Jahr nicht überschreiten. Die Teilnehmenden sollen so in die Lage versetzt werden, zu einem späteren Zeitpunkt, aufbauend auf fundierten Vorarbeiten, Vollanträge auf Förderung einer Sachbeihilfe bei der DFG einzureichen. Ansonsten gelten die für Anträge auf Sachbeihilfen verbindlichen Vorgaben und Merkblätter der DFG.

Dritte Phase

In der abschließenden dritten Phase wird ein Jahr nach der Durchführung der Nachwuchsakademie ein Anschlussworkshop an dem Wochenende vom 27. Juli 2013 bis zum 29. Juli 2013 durchgeführt, in dem alle 20 Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler über ihre Erfahrungen und Ergebnisse berichten.

Bewerbung

Ziel ist die der Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses in der Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde. Daher wird die Ausschreibung auf folgende Zielgruppen fokussiert:

  • Zahnmedizinerinnen und Zahnmediziner, deren Promotion maximal sechs Jahre zurückliegt

  • Medizinerinnen und Mediziner in der Facharztausbildung, deren Promotion maximal sechs Jahre zurückliegt

  • Forschende mit anderem Hochschulabschluss, zum Beispiel aus dem Bereich der Natur- oder Ingenieurwissenschaften, deren Promotion maximal vier Jahre zurückliegt

Die Bewerbungsunterlagen für die erste Phase der Nachwuchsakademie umfassen einen Lebenslauf und die Publikationsliste (zusammen maximal zwei Seiten) sowie die Antragsskizze (maximal drei Seiten) in elektronischer Form (pdf-Dokument).

Folgende Unterlagen sind der Bewerbung außerdem beizufügen:

  • Kopie der Promotionsurkunde

  • Schreiben der Klinik- beziehungsweise Institutsleitung, aus dem hervorgeht, dass

    • der Bewerber/die Bewerberin für die Teilnahme an der Nachwuchsakademie  freigestellt wird,

    • der Bewerber/die Bewerberin bei erfolgreicher Einwerbung einer Förderung in der zweiten Phase der Nachwuchsakademie komplett von Verpflichtungen in Klinik und gegebenenfalls Lehre freigestellt wird,

    • der Bewerber/die Bewerberin darüber hinaus mit einer finanziellen Unterstützung des Projektes rechnen kann. Diese Unterstützung kann entweder durch die Übernahme einer 50 Prozent Freistellung oder durch die Unterstützung des Projektes mit Sachmitteln in äquivalenter Höhe (circa 25 000 Euro) erfolgen.

  • Schreiben einer/eines bezüglich des Forschungsthemas versierten Expertin/Experten, die/der sich im Falle einer Förderung als Betreuer/-in für die Nachwuchsakademieteilnehmerin/den Nachwuchsakademieteilnehmer zur Verfügung stellt (Hauptaufgaben: Ansprechpartner für Fragen bezüglich Planung/Durchführung der Forschungsarbeit und bezüglich der Antragsstellung)

Der Selbstkostenanteil beträgt jeweils 100 Euro pro Teilnehmendem für die Nachwuchsakademie sowie den Abschlussworkshop. Die weiteren Kosten für die Teilnahme am Workshop sowie für Unterkunft, Verpflegung und Anreise werden von der DFG übernommen.

Die Bewerbungsunterlagen inklusive eines begleitenden Anschreibens sollen in einer einzigen pdf-Datei bis zum 30. April 2012 an die Akademie-Koordination gesendet werden (stephanie.rupf@uniklinik-ulm.de).

Bis zum 30. Juni 2012 erhalten Sie seitens der Akademie-Koordination eine Information zur verbindlichen Entscheidung über Ihre Bewerbung um Aufnahme in die Nachwuchsakademie „Zahnmedizin“.

Weiterführende Informationen

Für fachliche und organisatorische Fragen steht Ihnen der Koordinator der Nachwuchsakademie „Zahnmedizin“ gerne vertraulich zur Verfügung:

  • Prof. Dr. med. dent. Ralph G. Luthardt,
    Ärztlicher Direktor der Klinik für Zahnärztliche Prothetik,
    Universitätsklinikum Ulm,
    Albert-Einstein-Allee 11,
    89081 Ulm,
    ralph.luthardt@uniklinik-ulm.de

Fachlicher Ansprechpartner seitens der DFG:

  • Dr. Georg Munz,
    Lebenswissenschaften 1,
    Kennedyallee 40,
    53175 Bonn,
    Tel. +49 228 885-2243,
    Georg.Munz@dfg.de

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