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Information für die Wissenschaft Nr. 38 | 5. August 2011
Vierte DFG-Nachwuchsakademie „Klinische Studien“

Veranstaltung 2012 in Witten-Herdecke / Bewerbung bis zum 4. Oktober 2011

Auch im Jahr 2012 unterstützt die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) eine Nachwuchsakademie „Klinische Studien“. Nach den Standorten Bad Nauheim (Mai 2008), Mannheim (Oktober 2009) und Würzburg (Oktober 2010) folgt 2012 Witten-Herdecke. Die vierte Veranstaltung dieser Art richtet sich erneut an Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler, die sich für die klinische Forschung interessieren. Diese sollen früh in ihrer Karriere für eine eigenverantwortliche Tätigkeit in wissenschaftlich hochwertigen klinischen Prüfungen qualifiziert werden.

Insbesondere soll die Nachwuchsakademie die Teilnehmerinnen und Teilnehmer schrittweise an die Erstellung fundierter Förderanträge zu Forschungsvorhaben der patientenorientierten Forschung heranführen. Sie bietet dazu Tutorien zu Methodik und Praxis klinischer Prüfungen aus klinischer, biometrischer und regulatorischer Perspektive sowie ein individuelles Mentoring durch studienerfahrene Ansprechpersonen in den Präsenzwochen der Akademie.

Ziele und Vorgehen

Der Prozess beginnt mit der Bewerbung: Entlang eines standardisierten Formats können Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler, vorzugsweise (Zahn-)Ärztinnen und Ärzte, aber auch an klinischen Fragestellungen interessierte und entsprechend qualifizierte Forschende anderer Disziplinen wie Klinischer Psychologie, Epidemiologie, Sport- oder Pflegewissenschaften ihre Unterlagen zur Aufnahme in die Nachwuchsakademie einreichen. Hierzu ist neben dem Nachweis von Grundwissen zur klinischen Forschung die Vorlage einer Projektidee zu einem innovativen klinischen Forschungsvorhaben notwendig. Dabei geht es nicht um bereits ausgereifte Projektskizzen, sondern vielmehr um vielversprechende, innovative Ideen, die innerhalb der Akademie weiterentwickelt werden sollen und insbesondere guten Anschluss an eine weitergehende Projektförderung versprechen. In einer standardisierten Begutachtung werden die bezüglich dieses Ziels erfolgversprechendsten Bewerbungen ausgewählt.

Gelegenheit, die eigene Projektidee auszuarbeiten, geben den Teilnehmenden dann das obligate Block-Symposium vom 23. bis 27. Januar 2012 („Akademie-Woche“) und ein fakultatives Anschluss-Symposium zu Aspekten der Medizinischen Biometrie vom 8. bis 9. März 2012, jeweils an der Universität Witten-Herdecke. Parallel zu beiden Symposien gibt es ein individuelles Mentoring durch studienerfahrene Ansprechpersonen aus klinischen, methodischen und regulatorischen Disziplinen. Die Reisekosten (Übernachtung vor Ort, Bahnreise der zweiten Klasse, ÖPNV vor Ort an den Symposiumstagen) übernimmt die DFG; für die Verpflegung vor Ort wird ein Selbstkostenanteil von insgesamt 80 Euro pro Kopf erhoben.

Abschließend ist es möglich und erwünscht, zu den in der Nachwuchsakademie weiterentwickelten klinischen Forschungsvorhaben einen Antrag auf Sachbeihilfe an die DFG zu stellen und so beispielsweise eine Rotationsstelle zu finanzieren. Hierbei gelten grundsätzlich die für Anträge auf Sachbeihilfen verbindlichen Vorgaben der DFG (siehe auch DFG-Vordruck 1.02 bzw. 1.02e). Möglich ist in dieser Folgestufe der Akademieteilnahme eine in der Regel einjährige Förderung mit einem Gesamtvolumen von circa 50 000 Euro beziehungsweise eine einjährige Freistellung von klinischer Tätigkeit. Diese im direkten Kontext mit der Akademieteilnahme stehende Förderung soll Pilot- und Machbarkeitsstudien sowie die detaillierte Vorbereitung nachfolgender, umfangreicher und komplexer Vorhaben beispielsweise im Rahmen des gemeinsamen Förderprogramms „Klinische Studien“ von DFG und Bundesministerium für Bildung und Forschung ermöglichen. Eine solche mittelfristige Perspektive muss sich schon aus der vorgelegten Projektidee ableiten lassen.

Bewerbung

Da sich die Akademie primär an den klinisch tätigen wissenschaftlichen Nachwuchs richtet, soll die Promotion der Bewerberinnen und Bewerber maximal sechs Jahre zurückliegen. Bewerbungen aus nichtärztlichen Disziplinen werden bis maximal vier Jahre nach der Promotion entgegengenommen. Eine abgeschlossene Promotion ist grundsätzliche Voraussetzung für die Teilnahme an der Nachwuchsakademie. Teilnehmende der ersten drei DFG-Nachwuchsakademien „Klinische Studien“ sind von der Bewerbung ausgeschlossen. Das die Bewerbung begründende eigene Forschungsvorhaben aus dem Bereich der patientenorientierten Forschung ist in Deutschland durchzuführen.

Der Bewerbung sind folgende Unterlagen beizufügen:

  • tabellarischer Lebenslauf mit vollständigen dienstlichen Kontaktdaten

  • Kopie der Promotionsurkunde

  • Listung von maximal fünf Kongressbeiträgen und Publikationen unter besonderer Hervorhebung von Beiträgen zur patientenorientierten Forschung

  • Nachweis des Einverständnisses der Klinik- oder Institutsleitung zur Bewerbung

  • Nachweis über die Teilnahme eines mindestens zweitägigen Kurses zu Grundlagen klinischer Prüfungen (beispielsweise „Prüfarztkurse“ des KKS-Netzwerks)

  • Projektbeschreibung entlang einer obligaten, maximal drei Seiten umfassenden Formatvorgabe, die unter der Adresse DFG.Nachwuchsakademie@uni-wh.de angefordert werden kann, inklusive einer expliziten Begründung der selbst eingeschätzten Anschlussfähigkeit des Forschungsvorhabens

Die Bewerbungsunterlagen inklusive eines begleitenden Anschreibens sollen in einer einzigen pdf-Datei bis zum 4. Oktober 2011 an die Adresse DFG.Nachwuchsakademie@uni-wh.de bei der lokalen Akademiekoordination gesendet werden. Bis zum 15. Dezember 2011 gibt die Akademiekoordination die verbindliche Entscheidung über eine Bewerbung zur Nachwuchsakademie „Klinische Studien“ bekannt.

Weiterführende Informationen

Für fachliche und organisatorische Fragen zur Bewerbung stehen der lokale Koordinator der vierten DFG-Nachwuchsakademie „Klinische Studien“, Prof. Dr. Frank Krummenauer, sowie der entsprechende Ansprechpartner seitens der DFG, Dr. Frank Wissing, gerne vertraulich zur Verfügung:

  • Prof. Dr. Frank Krummenauer 
    Direktor des Instituts für Medizinische Biometrie und Epidemiologie
    Universität Witten-Herdecke
    Alfred-Herrhausen-Straße 50  
    58448 Witten
    Frank.Krummenauer@uni-wh.de
  • Dr. Frank Wissing
    Lebenswissenschaften 1 – Medizin
    Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)
    Kennedyallee 40
    53170 Bonn
    Frank.Wissing@dfg.de

Eine Übersicht über das Programm „Klinische Studien“ ist abrufbar unter:

Informationen zur Finanzierung der „Eigenen Stelle“ unter:

Auf der Internetseite „Formulare und Merkblätter“ finden sich der Leitfaden zur Antragstellung für Sachbeihilfen, das DFG-Merkblatt 1.02 (deutsch) beziehungsweise 1.02e (englisch), sowie Hinweise zur Beantragung von Mitteln zur Freistellung von der Patientenversorgung im DFG-Merkblatt 1.12:

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