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Information für die Wissenschaft Nr. 18 | 3. Mai 2011
Aufbau von Informationsinfrastrukturen für Forschungsdaten: DFG bewilligt 27 Projekte

Der nachhaltige Umgang mit aus wissenschaftlichen Projekten resultierenden, digital vorliegenden Daten ist in sehr vielen Fachgebieten eine noch ungelöste Herausforderung. Die Mehrzahl aller erhobenen Daten wird weder systematisch archiviert noch für eine Weiter- oder Nachnutzung verfügbar gehalten. Diese Situation kann verbessert werden, wenn die Wissenschaft vertrauenswürdige Datenrepositorien etabliert und klare Verantwortlichkeiten für das Management von Forschungsdaten definiert.

Vor diesem Hintergrund hatte die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler gemeinsam mit für Informationsinfrastrukturen verantwortlichen Einrichtungen wie Bibliotheken, Archiven oder Rechenzentren zur Antragstellung aufgefordert und darum gebeten, die Entwicklung und den Aufbau disziplinspezifischer Organisationsformen sowie die weitere Professionalisierung bereits bestehender Forschungsdatenrepositorien zu projektieren. Nun hat der Hauptausschuss der DFG 27 Projekte aus der Ausschreibung „Informationsinfrastrukturen für Forschungsdaten“ mit einem Fördervolumen von insgesamt 9,9 Millionen Euro bewilligt. Die Fachgebiete, für die damit nun der Aufbau von Systemen zum intelligenten Datenmanagement und zur Nachnutzung von Forschungsdaten gefördert wird, reichen dabei von der Archäologie bis zu den Werkstoffwissenschaften.

In den nun anlaufenden Vorhaben sollen in enger Zusammenarbeit mit den wissenschaftlichen Fachgebieten deren spezifische Anforderungen an das Datenmanagement aufgegriffen und mithilfe informationsfachlicher Methoden Systeme zur Speicherung, Referenzierung und Nachnutzbarkeit von Forschungsdaten aufgebaut werden. Ziel ist die Etablierung bedarfsgerechter und nachhaltiger Informationsdienstleistungen, die helfen, mittels standardisierter Methoden langfristig den Zugang zu Forschungsdaten zu ermöglichen.

Die Ausschreibung knüpft an das vom Ausschuss für Wissenschaftliche Bibliotheken und Infor-mationssysteme (AWBI) der DFG erarbeitete Positionspapier „Wissenschaftliche Literaturversorgungs- und Informationssysteme – Schwerpunkte der Förderung bis 2015“ an, das die „Weiterentwicklung der Strukturen zur Bereitstellung von Forschungsprimärdaten“ als einen von 17 Förderschwerpunkten empfiehlt.

Weiterführende Informationen

Eine Übersicht der bewilligten Projekte mit ausführlichen inhaltlichen Angaben finden Sie unter:

Das Positionspapier des AWBI steht unter:

Ansprechpartner in der DFG-Geschäftsstelle:

  • Dr. Stefan Winkler-Nees,
    Wissenschaftliche Literaturversorgungs- und Informationssysteme,
    Tel. +49 228 885-2212,
    Stefan.Winkler-Nees@dfg.de

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