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Information für die Wissenschaft Nr. 9 | 8. Februar 2011
Neues Abkommen zur Nachwuchsförderung zwischen Deutschland und Kanada 

Der Präsident der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG), Professor Matthias Kleiner, und seine kanadische Kollegin, Dr. Suzanne Fortier, Präsidentin des National Sciences and Engineering Research Council of Canada (NSERC), haben jetzt in Ottawa ein Abkommen zur verstärkten wissenschaftlichen Zusammenarbeit zwischen beiden Ländern im Bereich der Nachwuchsförderung unterzeichnet.

Das neue Abkommen verbindet das kanadische Förderprogramm CREATE (Collaborative Research and Training Experience) und das Programm der Internationalen Graduiertenkollegs der DFG. Durch ein gemeinsames Antrags- und Begutachtungsverfahren wollen NSERC und DFG den Aufbau deutsch-kanadischer Promotionsprogramme wesentlich erleichtern und einen zeitgleichen Beginn der Förderung auf beiden Seiten ermöglichen.

Die Unterzeichnung des Abkommens war eine der ersten Veranstaltungen im Rahmen des Jubiläums „40 Jahre deutsch-kanadische Zusammenarbeit in Wissenschaft und Technik“. In seiner Ansprache anlässlich der Unterzeichnung betonte DFG-Präsident Kleiner, dass kanadische und deutsche Wissenschaftler dieselben „wissenschaftlichen Werte“ teilen: den Vorrang der Exzellenz in der Wissenschaft, wissenschaftliche Neugier sowie Offenheit und den gleichberechtigten Umgang miteinander in der internationalen Zusammenarbeit. Die hohe Passgenauigkeit der beiden Förderinstrumente sei eine hervorragende Basis für den Aufbau deutsch-kanadischer Promotionsprogramme, so der DFG-Präsident weiter. „Internationale Kooperation ist ein wesentliches Qualitätsmerkmal der wissenschaftlichen Nachwuchsförderung“, ergänzte die NSERC-Präsidentin.

Auf deutscher Seite sollten Voranträge für Internationale Graduiertenkollegs bis zum November eines Jahres bei der DFG eingereicht werden. Nach positiver Begutachtung der Antragsskizze durch die DFG kann diese vom kanadischen Partner als „Letter of Intent“ bei NSERC einreicht werden. Der gemeinsame Vollantrag wird von DFG und NSERC parallel begutachtet, die Förderentscheidungen werden bis zum Januar des nächsten Jahres getroffen.

Die DFG fördert aktuell 50 Internationale Graduiertenkollegs mit insgesamt 22 kooperierenden Ländern. Dabei sind die USA und die Niederlande sowie China und Frankreich Hauptkooperationspartner mit jeweils acht beziehungsweise sechs gemeinsamen Internationalen Graduiertenkollegs. Die Kooperation erfolgt in allen Wissenschaftsbereichen.

Weiterführende Informationen

Informationen zu Internationalen Graduiertenkollegs

Ansprechpartner in der DFG-Geschäftsstelle:

  • Dr. Sebastian Granderath
    Gruppe Graduiertenkollegs
    Tel. + 49 228 885-2881
    Sebastian.Granderath@dfg.de

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