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Information für die Wissenschaft Nr. 54 | 8. Oktober 2010
Schwerpunktprogramm „Mathematische Methoden zur Extraktion quantifizierbarer Information aus komplexen Systemen“ (SPP 1324)

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft fördert seit August 2008 das Schwerpunktprogramm „Mathematische Methoden zur Extraktion quantifizierbarer Information aus komplexen Systemen“ (SPP 1324). Die zweite Förderperiode soll im August 2011 beginnen.

Im Mittelpunkt der Forschungsaktivitäten der seit August 2008 geförderten Vorhaben steht die Modellierung und Simulation von komplexen Problemen, insbesondere in hochdimensionalen Parameterräumen. Diese bilden eine zentrale Grundlage für die technologische Entwicklung in den Natur-, Ingenieur- und Finanzwissenschaften. Zentrale Anwendungsfelder sollen insbesondere hochdimensionale Probleme in der Physik und in der Finanzmathematik, Data Mining sowie Differentialgleichungen mit stochastischen Parametern darstellen. Dazu sollen primär, aber nicht ausschließlich, Methoden aus den Bereichen Adaptive Approximation, Dünngitter- und Tensorproduktapproximation, Compressed Sensing, Machine Learning sowie Funktionale Quantisierung verwendet werden. Das Ziel ist die Entwicklung mathematisch fundierter Algorithmen, die die konzeptionellen Querverbindungen zwischen den einzelnen Fragekomplexen in methodisch systematischer Form ausnutzen. Es wird ein vertieftes Verständnis geeigneter mathematischer Grundlagen angestrebt, die es erlauben, die Komplexität der Probleme zu quantifizieren und die Qualität konkreter Lösungsmethoden zu bewerten. Ein zentraler Aspekt ist dabei die Interaktion zwischen verschiedenen mathematischen Teildisziplinen, insbesondere zwischen numerischer Mathematik und Stochastik.

Aufgrund der Ausrichtung des Programms werden auch für die zweite Förderperiode insbesondere gemeinsame Anträge von jeweils mindestens zwei Antragstellern unterschiedlicher Themenschwerpunkte begrüßt. Die zu fördernden Projekte sollen schwerpunktmäßig methodenorientiert sein. Sie sollten eine hohe wissenschaftliche Qualität aufweisen, aus mathematischer Sicht innovativ sein und – im Interesse einer sinnvollen Fokussierung – auf die oben genannten Kernthemen beziehungsweise Methoden ausgerichtet sein. In das Schwerpunktprogramm können nur solche Projekte aufgenommen werden, die diese inhaltlichen Kriterien erfüllen, wobei besonderer Wert auf innovative methodische Ansätze gelegt wird.

Anträge für die zweite Förderperiode (Laufzeit 3 Jahre) sind in englischer Sprache einzureichen und müssen bis spätestens 1. Februar 2011 (Ausschlussfrist) unter Angabe des Stichworts „SPP 1324/2“ bei der Deutschen Forschungsgemeinschaft, Kennedyallee 40, 53175 Bonn, eingegangen sein. Benötigt wird ein ausgedrucktes Exemplar (gelocht, nicht geklammert oder geheftet) sowie als Anlagen die wissenschaftlichen Lebensläufe der Antragsteller und bereits vorgesehener möglicher wissenschaftlicher Mitarbeiter (sofern vorhanden, insbesondere bei Postdoktoranden).

Wir möchten Sie auf die seit dem 1. Juli 2010 gültigen Neuregelungen für Publikationsverzeichnisse hinweisen, insbesondere auf die neue Strukturierung und die neuen Höchstzahlen der aufgeführten eigenen Publikationen in Anträgen, Antragsskizzen und Abschlussberichten. Diese Neuregelungen besagen insbesondere, dass der wissenschaftliche Lebenslauf eines Antragstellers ein Verzeichnis mit lediglich seinen fünf wichtigsten Publikationen enthalten darf und dass als Gliederungspunkt 2.2 des Antrags ein Verzeichnis projektspezifischer Publikationen mit höchstens sechs beziehungsweise neun (bei einem oder mehr als einem Antragsteller) eigenen Publikationen des/der Antragsteller(s) eingefügt sein muss. Diese Verzeichnisse untergliedern sich in die Rubriken „referiert veröffentlichte oder zur Veröffentlichung angenommene Publikationen“ (bei letzteren ist ein Nachweis zu erbringen), „andere Publikationen“ (nicht-referierte Veröffentlichungen, hierzu zählt auch die Veröffentlichung im arXiv oder auf anderen Preprintservern, ein Link o.ä. ist anzugeben) sowie „Patente“.

Bei Fortsetzungsanträgen empfiehlt es sich, den Bericht über die während der letzten Förderperiode geleistete Projektarbeit deutlich gekennzeichnet in den Fortsetzungsantrag unter dem Gliederungspunkt 2.1 „State of the art, preliminary work“ aufzunehmen. Im Gegensatz zum Verzeichnis der projektspezifischen Publikationen dürfen im Literaturverzeichnis dieses Abschnitts auch unveröffentlichte eigene Manuskripte genannt werden, die dann jedoch dem Antrag beigelegt werden müssen.

Aus der Darstellung des Arbeitsprogramms sollte klar hervorgehen, welcher Mitarbeiter für welche Aufgaben vorgesehen ist. Es sollte aus dem Antrag heraus deutlich werden, welche Mitarbeiterstellen für Doktoranden und welche für Postdoktoranden avisiert werden. Bei Gemeinschaftsanträgen sollte die Zuordnung der beantragten Mittel zu den einzelnen Teilantragstellern ebenfalls klar ersichtlich sein. Eine Übersichtstabelle der beantragten Mittel ist ebenfalls wünschenswert. Es sollte ferner eine elektronische Version der Unterlagen jeweils im pdf-Format auf CD beigefügt werden, auf der zusätzlich noch ausgewählte und relevante Veröffentlichungen abgelegt werden können.

Geben Sie diese Information bitte an interessierte Kolleginnen und Kollegen weiter und beachten Sie, dass Anträge auch von jüngeren, selbstständig arbeitenden Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern gestellt werden können.

Die Anträge sollen am 9. Mai 2011 im Kreise der Antragsteller und Gutachter in Frankfurt im Rahmen eines Begutachtungskolloquiums vorgestellt und an demselben und dem darauf folgenden Tag von einer internationalen Gutachtergruppe bewertet werden. Der genaue Ablauf wird den Antragstellern rechtzeitig bekannt gegeben.

Weiterführende Informationen

Weitere inhaltliche Informationen und eine Übersicht der bereits geförderten Projekte finden sich auf der Internetseite des SPP unter:

Hinweise zu den Neuregelungen für Publikationsverzeichnisse siehe unter:

Zur Antragstellung beachten Sie bitte das Merkblatt 1.02 (deutsch) und 1.02e (englisch) für Anträge auf Sachbeihilfen mit Leitfaden für die Antragstellung:

Weitere Informationen zum SPP erteilt dessen Koordinator:

  • Professor Dr. Stephan Dahlke, Philipps-Universität Marburg, Fachbereich Mathematik und Informatik, Hans-Meerwein-Str., 35032 Marburg,
    Tel. +49 6421 28-25474, Fax +49 6421 28-26945,
    dahlke@mathematik.uni-marburg.de

Informationen zur Antragstellung bei der DFG erteilt der dort verantwortliche Referent:

  • Dr. Carsten Balleier, Kennedyallee 40, 53175 Bonn, Tel. +49 228 885-2063, carsten.balleier@dfg.de

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