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Information für die Wissenschaft Nr. 30 | 1. Juli 2010
Nachwuchsakademie "Klinische Studien"

Die positive Resonanz aus den ersten zwei Nachwuchsakademien zum Thema „Klinische Studien“, gefördert durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) in Bad Nauheim (Mai 2008) und in Mannheim (Oktober 2009) unterstützt das Ansinnen der DFG, diese Akademie nachhaltig zu etablieren und eine dritte Nachwuchsakademie für klinische Studien zu fördern. 

Mit dieser Serie von Akademien sollen interessierte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus den klinischen und biometrischen Bereichen in einem frühen Stadium ihrer Karriere möglichst frühzeitig für patientennahe klinische Forschungsfragen gewonnen werden. Dabei soll diese Akademie Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftler gezielt bei der Umsetzung ihrer sich aus der klinischen Arbeit ergebenden Ideen in wissenschaftlich hochwertige klinische Studien unterstützen. 

Wichtigste Ziele der Planung und Durchführung klinischer Studien sind nicht nur die Klärung drängender pathophysiologischer, epidemiologischer, biomedizinischer und diagnostischer Fragestellungen, sondern auch die Schaffung einer validen, evidenzbasierten Basis zur Einführung einer Therapieform in die klinische Praxis oder zu deren Änderung. Die DFG hat in Zusammenarbeit mit dem Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) auf eine Reihe bestehender Defizite im Bereich klinischer Studien reagiert, insbesondere durch die Initiierung des Sonderprogramms „Klinische Studien“, welches seit 2005 eine große Zahl durch universitäre medizinische Institute initiierte klinische Multicentre-Studien zu den verschiedensten Fragestellungen fördert. Da die Art der Studien in der Regel an die klinische Problematik angepasst werden muss, wird durch die Förderinstitutionen bewusst ein möglichst breites Spektrum an kontrollierten und multizentrischen klinischen Studien abgedeckt. Um Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftlern den Einstieg in das Themengebiet der „Klinischen Studien“ zu eröffnen, sollen im Rahmen der Nachwuchsakademie Grundprinzipien der Umsetzung einer Idee in eine klinische Studie vermittelt werden. 

Interessierte mit Ideen für innovative klinische Fragestellungen werden aufgefordert, sich mit ihrer bisherigen wissenschaftlichen Leistung und einer Projektskizze zur Teilnahme an der Nachwuchsakademie zu bewerben, die in zwei Phasen abläuft: 

Die erste Phase bildet eine Akademie, die mit Vorträgen, Seminaren, Workshops und Exkursionen vom 4. bis 8. Oktober 2010 in Würzburg stattfinden wird. Die Teilnehmenden stellen dort ihre Projektideen vor und setzen sich mit fachlichen Themen und Fragen zu klinischen Studien auseinander. Renommierte Expertinnen und Experten aus dem In- und Ausland geben in Vorträgen und Diskussionen Einblick in den aktuellen Stand der Forschung, in Arbeitssitzungen werden gemeinsame Lösungen zu verschiedenen Themen erarbeitet und die im Laufe der Woche überarbeiteten Projektskizzen der Teilnehmenden werden abschließend vorgestellt und im Expertenkreis diskutiert. 

Zur Teilnahme an dieser Akademie können Sie sich durch Einreichung einer Antragsskizze bewerben. Darin beschreiben Sie Ihre Studienidee, die Grundkonzeption und notwendige Maßnahmen zur Vorbereitung. Die positive Begutachtung der Skizze durch ein Expertengremium ist Voraussetzung für Ihre Einladung zur Akademie. Bei der Erstellung dieser Skizze ist Folgendes zu beachten: 

Bewerbungsvoraussetzungen sind:

  • Medizinerinnen und Mediziner in der Facharztausbildung, die kurz vor der Promotion stehen beziehungsweise deren Promotion maximal sechs Jahre zurückliegt.

  • Forschende mit anderem Hochschulabschluss, zum Beispiel aus dem Bereich der Biometrie, die kurz vor der Promotion stehen beziehungsweise deren Promotion maximal vier Jahre zurückliegt und die an patientennaher Forschung interessiert sind. 

Die Antragstellerinnen und Antragsteller sollten ihr Interesse an patientennaher Forschung durch eine Autorenschaft zumindest an einer entsprechenden wissenschaftlichen Publikation belegen. 

Weitere Voraussetzungen:

  • Das Forschungsvorhaben soll in Deutschland bearbeitet werden.

  • Der Umfang der formlosen Skizze als Basis eines späteren Förderantrages (Kriterien s. u.) darf drei Seiten (Arial 10, einfacher Zeilenabstand) nicht überschreiten (Ausschlusskriterium!).

  • Während der Nachwuchsakademie präsentieren Sie Ihre Skizzen anhand einer zehnminütigen PowerPoint-Präsentation und stellen sich der anschließenden Diskussion.

  • Der Selbstkostenanteil beträgt 100,- Euro pro Teilnehmerin oder Teilnehmer. Die weiteren Kosten für die Teilnahme am Workshop sowie für Unterkunft, Verpflegung und Anreise werden übernommen.

Teilnehmerinnen und Teilnehmer der ersten zwei Nachwuchsakademien für „Klinische Studien“ sind von der Bewerbung ausgeschlossen. Bewerbungsschluss ist der 30. Juli 2010.

In der zweiten Phase wird den Teilnehmenden der ersten Phase angeboten, ihre ausgearbeiteten Projektanträge für eine erste Anschubfinanzierung bei der DFG einzureichen. Dort wird über die Bewilligung der Forschungsprojekte entschieden. In diesem Rahmen sollen zunächst nur Mittel zur Durchführung von Pilotstudien, Vorarbeiten oder auch Mittel zur vorübergehenden Freistellung von der Patientenversorgung beantragt werden, um entsprechende Vorarbeiten durchzuführen, sodass die beantragte Fördersumme 50 000 EUR beziehungsweise die Dauer ein Jahr nicht überschreiten sollte. Damit sollen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer schließlich in die Lage versetzt werden, zu einem späteren Zeitpunkt aufbauend auf fundierten Vorarbeiten umfangreichere Vollanträge in der Einzelförderung der DFG oder im Programm „Klinische Studien“ einzureichen.

Bei den DFG-Anträgen im Rahmen der zweiten Phase ist zu beachten:

  • Anträge sind nach dem „Merkblatt für Anträge auf Sachbeihilfen“ (DFG-Vordruck 1.02 deutsch beziehungsweise 1.02e englisch) zu stellen.
  • Für die Antragsberechtigung wird der Abschluss der wissenschaftlichen Ausbildung – in der Regel mit der Promotion – vorausgesetzt.
  • Eine Bewilligung kann nicht ohne erfolgte Promotion ausgesprochen werden.
  • Das Finanzvolumen sollte maximal 50 000 EUR betragen beziehungsweise die Projektdauer ein Jahr nicht überschreiten. Damit ist die Vollförderung größerer Studien in diesem Rahmen ausgeschlossen. Hier kann es sich nur im Sinne einer frühen Anschubfinanzierung um die Förderung von kleinen Pilotstudien oder von notwendigen Vorbereitungsmaßnahmen zur Durchführung einer späteren größeren Studie wie Feasibility-Prüfungen handeln. 

Interessierte senden ihre Bewerbung für die erste Phase der Nachwuchsakademie mit Lebenslauf und Publikationsliste (zusammen maximal zwei Seiten) und Antragsskizze (formlos, maximal drei Seiten) in elektronischer Form (ein pdf-Dokument) bis zum 30. Juli 2010 an Prof. Dr. Christoph Wanner unter kempf_s@medizin.uni-wuerzburg.de.

Weiterführende Informationen

Eine Übersicht über das Programm „Klinische Studien“ finden Sie unter:

Informationen zur Finanzierung der „Eigenen Stelle“ unter:

Einen Leitfaden zur Antragstellung für Sachbeihilfen finden Sie im DFG-Merkblatt 1.02 (deutsch) beziehungsweise 1.02e (englisch) unter:

 Hinweise zur Beantragung von Mitteln zur Freistellung von der Patientenversorgung im DFG-Merkblatt 1.12 unter:

Fachliche Fragen zur Nachwuchsakademie beantwortet der Koordinator:

  • Professor Christoph Wanner, Universitätsklinikum Würzburg, Medizinische Klinik und Poliklinik I – Nephrologie; Oberdürrbacher Straße 6, 97080 Würzburg, Tel. +49 931 201-39342, kempf_s@medizin.uni-wuerzburg.de

Ansprechpartner bei der DFG:

  • Dr. Frank Wissing, Lebenswissenschaften 1 - Medizin, DFG, 53170 Bonn, Tel. +49 228 885-2735, frank.wissing@dfg.de

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