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Information für die Wissenschaft Nr. 12 | 4. März 2010
DFG fördert weitere Projekte innerhalb des Infrastruktur-Schwerpunktprogrammes 1374 „Exploratorien zur funktionellen Biodiversitätsforschung“

Im Rahmen der seit 2006 geförderten „Exploratorien zur funktionellen Biodiversitätsforschung“ ruft die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) erneut zur Antragstellung auf.

Die vergleichende und experimentelle Arbeit in den Biodiversitätsexploratorien kombiniert folgende Themenbereiche:

  • Zusammenhang der Landnutzung und Landnutzungsintensität mit der Biodiversität verschiedener Taxa und verschiedener Ebenen, von der genetischen Ebene bis zu jener der Gemeinschaft

  • Auswirkungen von Biodiversitätsveränderungen auf das Funktionieren von Ökosystemen, Gemeinschaften, Populationen und Individuen

Angesprochen sind deshalb Forschergruppen mit Expertise in der wissenschaftlichen Untersuchung von Effekten der Landnutzung auf Biodiversität und der funktionellen Auswirkungen von Veränderungen der Biodiversität. Es werden empirische Projekte gefördert, die diese Themen durch Anwendung vergleichender oder experimenteller Ansätze untersuchen. Andere Projekte sind nur möglich, wenn sie zusammen mit empirischen Daten einen Mehrwert erreichen. Neu- oder Fortsetzungsanträge im Rahmen der Exploratorien müssen deutlich machen, wie sich das geplante Vorhaben in das Gesamtkonzept der Exploratorien einfügt und die bisherige Forschung komplementär ergänzt.

Ein ganz wesentlicher Gesichtspunkt der Forschung in den Exploratorien ist es, dass die Projekte sich auf alle drei Standorte gleichermaßen beziehen. Im Vorfeld wurden pro Exploratorium je 500 Flächen in Wald und Grünland nach ihrer Landnutzung sowie boden- und vegetationskundlich inventarisiert. Von diesen Flächen wurden pro Exploratorium je 50 (also insgesamt 150 im Wald und 150 im Grünland) für intensive Forschung ausgewählt und eingerichtet. Diese Flächen repräsentieren die wichtigsten Landnutzungsintensitäten in den untersuchten Gebieten. Die vorgeschlagenen Projekte müssen grundsätzlich alle dieser sogenannten Experimentierplots für ihre Untersuchungen nutzen. Bei besonderer wissenschaftlicher Notwendigkeit können auch weitere der bereits inventarisierten Plots einbezogen werden. Experimente müssen grundsätzlich die Rolle von Veränderungen der Diversität der untersuchten Taxa für das Funktionieren von Individuen, Populationen, Gemeinschaften oder Ökosystemen zum Gegenstand haben. Dies kann durch sinnvolle Eingliederung in bestehende Manipulationsexperimente erfolgen oder durch zusätzliche Experimente.

Bitte informieren Sie sich vor der Antragstellung unbedingt zusätzlich auf der Homepage der Biodiversitätsexploratorien über das Gesamtkonzept.

Interessierte mit der oben beschriebenen Expertise sind aufgerufen, Einzelanträge bis spätestens 01. August 2010 in englischer Sprache bei der DFG-Geschäftsstelle einzureichen. Beachten Sie das Merkblatt 1.02 für Anträge auf Sachbeihilfen und den darin enthaltenen Leitfaden für die Antragstellung. Projektbeginn soll der 1. März 2011 sein. Die Laufzeit der geplanten Projekte soll 36 Monate betragen und darf diesen Zeitraum nicht überschreiten.

Weitere Informationen

Nähere Informationen zu den Forschungsvoraussetzungen und derzeitigen Aktivitäten in den Biodiversitätsexploratorien Schorfheide-Chorin, Hainich und Schwäbische Alb finden Sie unter:

DFG-Merkblatt für Anträge auf Sachbeihilfe unter:

Inhaltliche Fragen beantworten Ihnen der Sprecher und die wissenschaftliche Koordinatorin der Biodiversitätsexploratorien,

In der DFG-Geschäftsstelle werden die Biodiversitätsexploratorien betreut durch

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