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Information für die Wissenschaft Nr. 8 | 28. Januar 2010
Ausschreibung der vierten Nachwuchsakademie in der Medizintechnik  

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) startet ihre vierte Nachwuchsakademie in der Medizintechnik (auch als Exzellenzakademien der Medizintechnik, EAMT, bekannt). Sie widmet sich dem Thema „Krankheitsspezifische und molekulare Bildgebung" und soll besonders qualifizierte Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler in Vorträgen, Praktika und Laborbesichtigungen mit dem neuesten Stand dieses innovativen und für den Medizinstandort Deutschland überaus wichtigen Forschungsfelds vertraut machen.

Hintergrund:

Die nichtinvasive molekulare und krankheitsspezifische Bildgebung ist ein innovatives, fachübergreifendes Forschungsfeld, das weitgehend alle naturwissenschaftlichen und technischen Disziplinen benötigt. Ihre grundlegende Bedeutung für das Gesundheitssystem und die Umsetzung neuer Therapiekonzepte ist unumstritten. Dies betrifft sowohl invasive Therapien wie chirurgische Interventionen, laparoskopische Behandlungen als auch Strahlentherapie und Pharmainterventionen. Daher ist es aus sozioökonomischer und wissenschaftlicher Sicht bedeutend, dieses junge, in Deutschland aufstrebende Forschungsgebiet weiter zu stärken und auszubauen.

Zielsetzung:

Die vierte Nachwuchsakademie in der Medizintechnik bietet jungen Forscherinnen und Forschern unter der Thematik „Krankheitsspezifische und molekulare Bildgebung“ eine Plattform für Weiterbildung, Informationsaustausch und Anschubfinanzierung an. Während einer Woche haben sie die Möglichkeit, sich von auf diesem Gebiet international führenden Wissenschaftlern über die neuesten Forschungsergebnisse informieren zu lassen und diese mit ihnen zu diskutieren. Durch die limitierte Zahl an Teilnehmern und das angebotene Rahmenprogramm ist auch ausreichend Möglichkeit für persönliche Beratungsgespräche gegeben. Wie auch bei den letzten Veranstaltungen sollen die Teilnehmer eigene Projektvorschläge vorstellen, die später im Falle einer Bewilligung mit einer Sachbeihilfe zur Anschubfinanzierung des vorgeschlagenen Projekts gefördert werden können.

Die Nachwuchsakademien sind in zwei Phasen unterteilt. In der ersten Phase sollen die Teilnehmer durch den persönlichen Kontakt zu ausgewiesenen Experten aus Wissenschaft und Industrie Verbindungen zu Forschungsnetzwerken und Referenzeinrichtungen der Medizintechnik im In- und Ausland aufbauen können. Darüber hinaus soll die Förderung zu mehr Eigenverantwortlichkeit und Unabhängigkeit von herkömmlichen Hochschulstrukturen führen. In einer zweiten Phase besteht daher die Möglichkeit, einen ersten eigenen Antrag bei der DFG zu stellen. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler können sich im Wettbewerb um die Finanzierung eines einjährigen Forschungsprojekts begrenzten Umfangs bewerben und damit beispielsweise die Finanzierung einer Personalstelle oder von Sach- und Reisemitteln beantragen.

Veranstaltung:

Die erste Phase der vierten Nachwuchsakademie „Krankheitsspezifische und molekulare Bildgebung“ findet vom 26.4. bis 1.5.2010 an der RWTH-Aachen im Helmholtz-Institut für Biomedizinische Technologien statt. Das wissenschaftliche Programm der Veranstaltung umfasst Vorträge von exzellenten deutschen und internationalen Experten zu unterschiedlichen nichtinvasiven Bildgebungsverfahren, Kontrastmitteln sowie zu deren Anwendung. Ferner werden Praktika angeboten, in denen die Bildgebungsverfahren vorgeführt und praktische Hinweise zur Tierhandhabung gegeben werden. Die Teilnehmer präsentieren am Ende der Woche eigene Projektskizzen, die anschließend zu DFG-Anträgen mit begrenztem Umfang ausgearbeitet werden können.

Teilnahmebedingungen:

Antragsberechtigt sind Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler aus Medizintechnik, Natur- und Ingenieurwissenschaften sowie Medizin/Veterinärmedizin vorzugsweise bis zu drei Jahren nach Abschluss der Dissertation bzw. Promotion. Es wird der Nachweis herausragender Leistungen (Diplom-/Masterabschluss, Promotion, Publikation, ggf. Auszeichnungen) sowie mindestens eine wissenschaftliche Veröffentlichung in einer hochrangigen Fachzeitschrift erwartet. Dem Teilnahmeantrag ist eine originelle Idee aus dem Bereich krankheitsspezifische oder molekulare Bildgebung in Form einer Projektskizze beizufügen, die später ausgearbeitet und als Projektantrag bei der DFG eingereicht werden soll (Phase 2). Originalität, Machbarkeit und Relevanz der skizzierten Fragestellung sind vorrangige Auswahlkriterien für die Zulassung zu der Veranstaltung.

Bewerbung:

Die Bewerbung erfolgt vorzugsweise per E-Mail an btiemann@ukaachen.de unter Beifügung eines Lebenslaufs, der Publikationsliste, einer Kurzzusammenfassung der Dissertation (1-2 Seiten) und der Projektskizze (max. 5 Seiten), alles im PDF-Format.

Der Gesamtumfang soll 10 Seiten nicht überschreiten und die PDF-Dateien sollen insgesamt maximal 2 MB umfassen.

Bewerbungsschluss ist der 15. März 2010.

Für die späteren DFG-Vollanträge ist Folgendes zu beachten:

  • Für die Antragsberechtigung wird der Abschluss der wissenschaftlichen Ausbildung, in der Regel die Promotion, vorausgesetzt. In Ausnahmefällen werden Anträge vor abgeschlossener Promotion entgegengenommen, sofern der Nachweis der erfolgten Promotion im Laufe des Begutachtungsverfahrens nachgereicht wird.
  • Eine Bewilligung kann nicht ohne erfolgte Promotion ausgesprochen werden.
  • Vollanträge sind nach dem „Merkblatt für Anträge auf Sachbeihilfen" (DFG-Vordruck 1.02 deutsch beziehungsweise 1.02e englisch) zu stellen. Für Anträge auf Stipendien gelten besondere Merkblätter.

Weitere Informationen

Ein Leitfaden zur Antragstellung ist im DFG-Merkblatt 1.02 (deutsch) beziehungsweise 1.02e (englisch) zu finden unter:

Weitere Informationen zur Nachwuchsakademie und das Programm der Veranstaltungswoche unter:

Fachliche Fragen beantwortet der Veranstalter und Leiter der Nachwuchsakademie:

Professor Dr. Fabian Kiessling
Lehrstuhl für Experimentelle Molekulare Bildgebung
Universitätsklinikum der RWTH-Aachen
Sekretariat Frau B. Tiemann
Pauwelsstraße 20
52074 Aachen

Tel.: +49 241 8080116
Fax: +49 241 803380116
btiemann@ukaachen.de

Zusatzinformationen

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