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Information für die Wissenschaft Nr. 68 | 9. Dezember 2009
Vierte Ausschreibung "Kolleg-Forschergruppen" in den Geisteswissenschaften

Mit dieser vierten Ausschreibung für "Kolleg-Forschergruppen" in den Geistes- und Sozialwissenschaften möchte die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) weiterhin den Empfehlungen des Wissenschaftsrats vom Januar 2006 nachkommen ("Empfehlungen zur Entwicklung und Förderung der Geisteswissenschaften in Deutschland").

Eine Kolleg-Forschergruppe soll von besonders ausgewiesenen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern geleitet werden, die über eine umfangreiche Erfahrung in der Durchführung von Forschungsprojekten verfügen. Gegebenenfalls gemeinsam mit weiteren Kollegen sollen sie ein Thema bearbeiten, das so weit gefasst ist, dass es, so der Wissenschaftsrat, "vorhandene Interessen und Stärken vor Ort aufgreifen und zugleich einen Rahmen für die Assoziation beziehungsweise Integration unterschiedlicher individueller Forschungsideen" bieten kann. Als besondere Orte der geisteswissenschaftlichen Forschung können die Kolleg-Forschergruppen ihr spezifisches Profil und ihre Ausstrahlungskraft insbesondere auch durch die bewusste Wahl für eine vergleichsweise offenere Fragestellung oder mit einem dezidiert experimentellen Charakter erlangen. Mit der Ausschreibung wird weder eine thematische noch eine interdisziplinäre Ausrichtung vorgegeben.

Vor diesem Hintergrund sind Kolleg-Forschergruppen durch folgende vier Punkte definiert:

  • Das Förderinstrument richtet sich an besonders ausgewiesene Personen. Die Hauptantragsteller müssen für das gewählte Themengebiet "stehen" und eine hohe nationale und internationale Sichtbarkeit und Prägewirkung haben.
  • Kolleg-Forschergruppen sind durch Arbeitsformen gekennzeichnet, die nicht "äußere Zwänge" reflektieren sollen, sondern sich aus der Sache geisteswissenschaftlicher Forschung ergeben: Kein Zwang zur Größe, nicht projektförmig organisiert, vielmehr Vertiefung in die eigene forscherische Arbeit ermöglichend (und verlangend), eingebettet in intensiven Austausch und Gespräch mit Peers auf Augenhöhe, mit Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftlern und mit Foren über den engeren Kreis der Wissenschaft hinaus.
  • Kolleg-Forschergruppen sollen "Orte der Forschung" markieren, die für das jeweilige Thema sichtbar sind und Gravitationskraft entwickeln.
  • Kolleg-Forschergruppen sollen nicht um eng definierte Themen konstruiert sein, sondern um Themengebiete und Forschungsfelder.

Wesentliche Merkmale der Kolleg-Forschergruppe sind:

  • Eine intensive eigene forscherische Tätigkeit der verantwortlichen Wissenschaftler, gegebenenfalls ermöglicht durch Freistellungen.
  • Integration des wissenschaftlichen Nachwuchses.
  • Ein Fellow-Programm für Gäste aus dem In- und Ausland, die für eine Dauer von bis zu zwei Jahren eingeladen werden und über diese Zeit hinaus mit der Kolleg-Forschergruppe verbunden bleiben.
  • Als ein von den beteiligten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern selbst getragener und verantworteter Verbund soll die Kolleg-Forschergruppe einen sichtbaren Ort in der Universität haben.

Die Förderdauer beträgt acht Jahre.

Das Verfahren der Antragstellung ist mehrstufig:

  • Interessierte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler werden gebeten, als erstes sich (telefonisch) durch die zuständigen Fachreferentinnen und Fachreferenten beraten zu lassen (für allgemeine Auskünfte steht auch Dr. Manfred Nießen zur Verfügung, Tel. +49 228 885-2393).
  • Auf der Grundlage dieser Beratung sollte über die Einreichung eines Antragskonzepts entschieden werden. Antragskonzepte in einfacher Ausführung im Umfang von maximal 8 Seiten werden bis zum 20. April 2010 entgegengenommen.
  • Nach der Auswahl durch eine Beratergruppe werden Erfolg versprechende Initiativen zur Ausarbeitung eines Vollantrags aufgefordert.

Die Konzepte enthalten Informationen über den Kreis der beteiligten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, das gewählte Arbeitsfeld sowie Hinweise auf die Bereitschaft der Universitätsleitung zur Unterstützung der Kolleg-Forschergruppe. Zusätzlich reichen die hauptverantwortlichen Initiatoren einen Lebenslauf, eine Liste bisheriger Projekte und eine Publikationsliste ein.

Genaue Hinweise zur Abfassung der Antragskonzepte finden sich unter der unten angegebenen Adresse.

Weitere Informationen

Ansprechpartner sind die zuständigen Fachreferentinnen und -referenten.

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