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Information für die Wissenschaft Nr. 59 | 9. September 2009
Deutsch-luxemburgische Zusammenarbeit in der Grundlagenforschung wird ausgebaut

DFG und FNR vereinbaren Lead-Agency-Verfahren für einfachere Antragstellung bei gemeinsamen Forschungsprojekten

Die Zusammenarbeit zwischen deutschen und luxemburgischen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern in der Grundlagenforschung soll ausgebaut und erleichtert werden. Hierzu haben die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) und der luxemburgische Fonds National de la Recherche (FNR) am 9. September 2009 in Luxemburg eine Vereinbarung zum sogenannten Lead-Agency-Verfahren unterzeichnet. Dieses Verfahren war 2008 zwischen Deutschland, Österreich und der Schweiz beschlossen worden und soll schrittweise auf weitere Länder und Förderorganisationen ausgeweitet werden. Für die DFG ist der FNR der erste zusätzliche Partner.

Die aktuelle Vereinbarung zwischen DFG und FNR wurde im Rahmen eines zunächst zweijährigen Pilotprojekts getroffen. Sie soll die Kooperation der beiden Nachbarländer auf dem Gebiet der Grundlagenforschung intensivieren und zugleich einen weiteren Beitrag zur Ausgestaltung des Europäischen Forschungsraums leisten.

Durch die Vereinbarung wird vor allem die Antragstellung für Fördergelder wesentlich vereinfacht. Bisher mussten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus mehreren Ländern bei Gemeinschaftsvorhaben jeweils in ihrem eigenen Land Förderanträge stellen, die dann getrennt begutachtet wurden. Künftig werden bilaterale Forschungsanträge nur noch bei der federführenden Förderorganisation, der sogenannten Lead Agency, eingereicht, administriert und begutachtet. Grundsätzlich befindet sich die Lead Agency in dem Land, in dem der Forschungsschwerpunkt des jeweiligen Projekts liegt. Das Ergebnis der Begutachtung durch die Lead Agency wird von der beteiligten Partnerorganisation anerkannt. Die Finanzierung der Projekte erfolgt dabei nach wie vor getrennt.

Die Vereinbarung betrifft Kooperationen in Einzelprojekten von bis zu drei Jahren ebenso wie deutsch-luxemburgische Forschungsverbünde und die gemeinsame Nachwuchsförderung.

Unter das Begutachtungs- und Förderverfahren fallen nur bilaterale Projekte, die einen aufgrund der grenzüberschreitenden, komplementären Forschung deutlich erkennbaren wissenschaftlichen Mehrwert versprechen. Anträge für Forschungsprojekte, die nicht notwendig in enger Kooperation durchgeführt werden sollen, werden weiterhin an den betreffenden Forschungsförderer - DFG oder FNR - gestellt.

Weiterführende Informationen

Konkrete Hinweise zur Antragstellung im Lead-Agency-Verfahren bei der DFG finden sich unter:

Konkrete Hinweise zur Antragstellung im Lead-Agency-Verfahren beim FNR finden sich unter:

Ansprechpartner im FNR:

Allgemeine Hinweise zum Programm und spezifische Fragen zur Antragstellung:

  • Dr. Carlo Duprel,
    E-Mail: Carlo.Duprel@fnr.lu,
    Tel.: +352 261925-37

Pressekontakt:

  • Michèle Jentges-Glesener, FNR,
    Communication Manager,
    E-Mail: Michele.Jentges@fnr.lu,
    Tel.: +352 26 19 25-43
    www.fnr.lu

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