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Information für die Wissenschaft Nr. 45 | 22. Juli 2009
Schwerpunktprogramm 1305 "Regelungstheorie digital vernetzter dynamischer Systeme"

Der Senat der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) fördert seit 2007 das Schwerpunktprogramm "Regelungstheorie digital vernetzter dynamischer Systeme". Für die abschließende zweite dreijährige Förderperiode wird hiermit zur Antragstellung aufgefordert.

Ziel des interdisziplinären Schwerpunktprogramms ist es, ausgehend von den existierenden theoretischen Ansätzen der Regelungstechnik und der mathematischen Kontrolltheorie eine Regelungstheorie zu entwickeln, mit der zukünftige digital vernetzte dynamische Systeme modelliert, analysiert und entworfen werden können. Das Schwerpunktprogramm widmet sich den wissenschaftlichen Herausforderungen, die durch die Verkopplung der physikalischen Teilsysteme (Sensoren, Aktoren, Regelstrecken) und der Regelungseinrichtungen über digitale Netze entstehen. Einerseits müssen Methoden erarbeitet werden, um die Funktionsfähigkeit der Regelung trotz des nichtdeterministischen Verhaltens des Informationsnetzes zu gewährleisten. Andererseits ermöglicht die Flexibilität der Informationskopplungen in Bezug zu neu hinzutretenden oder nicht mehr verwendeten Informationskanälen neuartige Regelungsfunktionen, für die Modellierungs- und Entwurfsverfahren zu entwickeln sind. Dies betrifft die gesamte Breite regelungstechnischer Fragestellungen von der Modellbildung über die Zustandsbeobachtung und Prozessüberwachung bis zur Reglersynthese.

Das Schwerpunktprogramm konzentriert sich auf drei Querschnittsprobleme:

  • Modellierung, Analyse und Entwurf asynchron arbeitender Regelungssysteme, die die ereignisdiskrete Arbeitsweise, den zeitlichen Nichtdeterminismus sowie Beschränkungen in Bezug zu den übertragbaren Informationen berücksichtigen
  • Verhalten digital vernetzter Regelungssysteme, insbesondere Stabilitätskonzepte und -kriterien, Methoden für die Analyse digital vernetzter Systeme bei veränderlicher Informationsstruktur sowie dezentrale Verhaltensmuster
  • Entwicklung innovativer Regelungskonzepte, die die flexible Informationsstruktur digital vernetzter Systeme für eine strukturelle Neugestaltung von Regelungen ausnutzen

Anträge für die Mitte 2010 beginnende zweite Förderperiode sollen sich vor allem mit Regelungsaufgaben beschäftigen, bei denen mehrere Regelkreise situationsbezogen über digitale Kommunikationsnetze verkoppelt sind.

In den Projektanträgen soll klar erkennbar sein, mit welchen Methoden die Kopplung der zu steuernden physikalischen Teilsysteme über ein digitales Informationsnetz mit der Regelung behandelt wird. Nicht gefördert werden Arbeiten, die ausschließlich der technischen Realisierung und Regelung digitaler Netze aus Netzwerksicht dienen, sowie Projekte zu selbstorganisierenden Sensor-Aktor-Netzwerken, die nicht das primäre Ziel der Regelung von Prozessgrößen verfolgen.

Anträge für die zweite und letzte dreijährige Förderperiode sind in zweifacher Ausfertigung (gelocht, aber nicht geklammert) bis 30. November 2009 unter dem Stichwort "SPP 1305" bei der Deutschen Forschungsgemeinschaft, Kennedyallee 40, 53175 Bonn, z. Hd. Herrn Dr.-Ing. Andreas Engelke, einzureichen. Fortsetzungsanträge zu Projekten aus der ersten Förderperiode müssen einen Zwischenbericht über die bisherigen Arbeiten enthalten, Neuanträge eine Darstellung der Vorarbeiten der Antragsteller.

Zusätzlich ist der Antrag in elektronischer Form (CD-Rom, PDF-Format) einzureichen. Den Antrag sowie alle Anlagen zum Antrag fügen Sie bitte als separate PDF-Dokumente bei. Ein weiteres Exemplar ist zu schicken an den Koordinator des Schwerpunktprogramms, Prof. Dr.-Ing. Jan Lunze, Ruhr-Universität Bochum, 44870 Bochum. Eine Zusammenfassung des Antrags (max. 15 Zeilen im RTF-Format) ist per E-Mail zu senden an Katrin.Rump@dfg.de. Die Sitzung der Prüfungsgruppe wird voraussichtlich im März 2010 stattfinden.

 

Weiterführende Informationen

Weitere Informationen zum Schwerpunktprogramm erhalten Sie im Internet unter:

Einen Leitfaden zur Antragstellung finden Sie im DFG-Merkblatt 1.02 unter:

Ansprechpartner bei inhaltlichen Fragen:

  • Professor Dr.-Ing. Jan Lunze, Tel. +49 234 3224071, Lunze@atp.rub.de

Ansprechpersonen bei Fragen zur Antragstellung:

  • Dr.-Ing. Andreas Engelke, Tel. +49 228 885-2523, Andreas.Engelke@dfg.de
  • Katrin Rump, Tel. +49 228 885-2540, Katrin.Rump@dfg.de

 

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