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Information für die Wissenschaft Nr. 42 | 14. Juli 2009
Neue Partnerorganisation in der wissenschaftlichen Kooperation mit Südkorea

Seit dem 26. Juni 2009 gibt es in Südkorea eine neue nationale Förderorganisation: die National Research Foundation of Korea (NRF). Sie widmet sich wie die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) der Grundlagenforschung. Die NRF ist aus drei Förderorganisationen des Landes hervorgegangen: der dem Forschungsministerium unterstellten Korea Science and Engineering Foundation (KOSEF) und der Korea Foundation for International Cooperation in Science & Technology (KICOS) sowie der Korea Research Foundation (KRF), die dem Bildungsministerium unterstand. Bereits im vergangenen Jahr wurde ein neues, ebenfalls durch Fusion entstandenes Forschungs- und Bildungsministerium (MEST) ins Leben gerufen. Mit einem Symposium zum Thema "The Promotion of Basic Research and the Establishment of a National Vision" ist die NRF feierlich in Seoul eröffnet worden. Sie versteht sich nach eigenen Angaben als "Global Leader in Knowledge and Creative Talents".

An der Gründungsveranstaltung nahmen zahlreiche Vertreter großer Forschungsförderorganisationen aus aller Welt teil. Neben DFG-Vizepräsidentin Professor Dorothea Wagner, die Deutschland vertrat, waren Gäste aus den USA (NSF), Japan (JSPS), der Volksrepublik China (NSFC), Schweden (VR) und der Schweiz (IIASA) vertreten. In der Kooperation der südkoreanischen Forschungsförderung mit europäischen Ländern spielen Deutschland und die DFG eine besondere Rolle, da langjährige und vertrauensvolle Beziehungen bestehen. Bereits 1977 war der erste Kooperationsvertrag mit der Partnerorganisation KOSEF unterzeichnet worden. Die neue Förderorganisation NRF sicherte zu, die bisherigen Abkommen mit den Vorläuferorganisationen beizubehalten. Zukünftig plant die NRF auch, Gespräche zum Ausbau und zur Weiterentwicklung der Kooperationsarbeit zu führen.

Schon bislang konnten DFG-Förderinstrumente die Zusammenarbeit zwischen deutschen und koreanischen Partnerwissenschaftlern unterstützen: Die "Initiierung und Intensivierung bilateraler Kooperationen" etwa ermöglicht eine flexible und modulare Kombination verschiedener Bausteine für einen Zeitraum von bis zu einem Jahr. Zu den Bausteinen, die auch einzeln oder für kürzere Zeit beantragt werden können, gehören bis zu dreimonatige Gastaufenthalte an der deutschen oder der ausländischen Partnereinrichtung, gemeinsame Veranstaltungen und weitere Maßnahmen wie Fahrt-, Flug- oder Aufenthaltskosten.

Bilaterale Veranstaltungen können ebenfalls im Rahmen dieses neuen Förderinstruments komplementär finanziert werden. Diese Förderung umfasst eine 20-prozentige Programmpauschale. Förderanträge können bei der DFG jederzeit gestellt werden. Sie sollen kurz und überzeugend beschreiben, wie und mit welchen Maßnahmen die wissenschaftliche Kooperation aufgebaut oder gestärkt werden soll.

Internationale Graduiertenkollegs bieten darüber hinaus die Möglichkeit, auch im Bereich der Nachwuchsausbildung mit Südkorea zu kooperieren. Ein entsprechendes Abkommen mit der Korea Science and Engineering Foundation (KOSEF) soll ebenfalls fortgeführt werden.

 

Weitere Informationen

Informationen zum Förderprogramm "Initiierung und Intensivierung bilateraler Kooperationen" finden Sie im Internet unter

Die Darstellung des Programms Internationale Graduiertenkollegs finden Sie unter

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