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Information für die Wissenschaft Nr. 36 | 21. Juni 2009
Schwerpunktprogramm 1488 "Planetary Magnetism"

Der Senat der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) hat die Einrichtung des Schwerpunktprogramms "Planetary Magnetism" (SPP 1488) beschlossen. Als Laufzeit sind sechs Jahre ab dem 1. März 2010 vorgesehen.

Die Ergebnisse neuer Weltraummissionen zu Mars und Venus deuten stark darauf hin, dass die Magnetfelder der Planeten eine Erosion der Atmosphäre durch den Sonnenwind entscheidend verhindern. Ohne die Magnetosphäre wäre darum etwa das Leben auf der Erde in seiner heutigen Form unmöglich. Bislang liegen jedoch nur recht wenige Erkenntnisse über die grundlegenden Wechselwirkungen zwischen Sonnenwind und planetaren Magnetfeldern vor. Weltraummissionen haben inzwischen auch gezeigt, dass die planetaren und lunaren Magnetfelder überraschende Unterschiede aufweisen. Die individuellen magnetischen Signaturen bergen wertvolle Informationen über die heutige und vergangene innere Struktur und Dynamik der Himmelskörper. Über die Ursachen für diese charakteristischen Unterschiede ist bislang ebenfalls nur wenig bekannt.

Ziel des neuen Schwerpunktprogramms "Planetary Magnetism" ist es, die Vielfalt des planetaren und lunaren Magnetismus in unserem Sonnensystem zu erforschen und zu verstehen. Ein Schwerpunkt wird dabei auf der Untersuchung der Wechselwirkung mit dem Sonnenwind liegen. Dafür ist ein synergetisches, interdisziplinäres Vorgehen unerlässlich. Hauptarbeitsfelder werden sein:

  • Entwicklung von neuen Methoden zur Analyse von Satellitendaten angepasst an die spezifische Raum-Zeit-Geometrie der Messungen
  • Verbesserung der numerischen und analogen Modelle des Inneren der Planeten und der Dynamos
  • Entwicklung von Modellen zur Interaktion mit dem Sonnenwind
  • Verständnis der Interaktion des magnetischen Feldes mit der planetaren Umgebung
  • Laboruntersuchungen über alte terrestrische Gesteine und Meteoriten

Das Schwerpunktprogramm plant auch, den Magnetismus der Monde und kleineren Himmelskörper zu erforschen.

Untersuchungen aus dem Bereich der Solaraktivität und zur Generierung des Sonnenwindes sind nicht Gegenstand der Förderung. Modelle des Inneren von Planeten und ihrer Dynamik werden nur dann berücksichtigt, wenn sie relevante Fragen der Dynamoprozesse und der magnetischen Geschichte behandeln.

Anträge (in englischer Sprache) für zunächst drei Jahre müssen bis spätestens 2. Oktober 2009 in dreifacher Ausfertigung sowie ein Exemplar auf CD-Rom unter dem Stichwort "SPP PlanetMag" bei der DFG, Kennedyallee 40, 53175 Bonn, eingegangen sein. Ein weiteres Exemplar sollte dem Koordinator des Schwerpunktprogramms, Professor Dr. Matthias Holschneider, Institut für Mathematik der Universität Potsdam, Am Neuen Palais 10 / Haus 8, 14469 Potsdam, Tel. +49 331 977-1663, hols@math.uni-potsdam.de, zugeschickt werden.

Im Hinblick auf die Koordinierung der geplanten interdisziplinären Forschungsvorhaben innerhalb des Schwerpunktprogramms sollten dem Koordinator des Schwerpunktprogramms bis zum 17. Juli 2009 eine einseitige Kurzfassung des geplanten Forschungsvorhabens mit Angaben zu den beteiligten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern sowie einer Abschätzung des geplanten Antragsvolumens vorgelegt werden.

 

Weiterführende Informationen

Weitere Informationen sowie die ausführliche Beschreibung des Schwerpunktprogramms sind abrufbar unter:

Das Merkblatt für Anträge auf Sachbeihilfen mit Leitfaden für die Antragstellung finden Sie unter:

Koordinator des Schwerpunktprogramms und Ansprechpartner für Fragen zu Programminhalten:

  • Professor Dr. Matthias Holschneider, Institut für Mathematik der Universität Potsdam, Am Neuen Palais 10 / Haus 8, 14469 Potsdam, Tel. +49 331 977-1663 hols@math.uni-potsdam.de

Ansprechpartner bei der DFG:

  • Dr. Johannes Karte, Deutsche Forschungsgemeinschaft, Kennedyallee 40, 53175 Bonn, Tel. +49 228 885-2319, Johannes.Karte@dfg.de

 

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