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Information für die Wissenschaft Nr. 34 | 17. Juni 2009
Schwerpunktprogramm 1489 "Algorithmische und experimentelle Methoden in Algebra, Geometrie und Zahlentheorie"

Der Senat der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) hat die Einrichtung des Schwerpunktprogramms "Algorithmische und experimentelle Methoden in Algebra, Geometrie und Zahlentheorie" (SPP 1489) mit einer geplanten Laufzeit von sechs Jahren beschlossen.

Die Computeralgebra ermöglicht das Rechnen in und mit einer Vielzahl mathematischer Strukturen. Sie ist ein interdisziplinäres Gebiet mit Anknüpfungspunkten zu fast allen Bereichen der Mathematik, mit Anwendungen in vielen Gebieten innerhalb und außerhalb der Mathematik und mit ständig neuen, oft überraschenden Entwicklungen. Die Computeralgebra zeigt ungewöhnlich fruchtbare Wechselwirkungen insbesondere mit der algebraischen Geometrie, der Zahlentheorie und der Gruppentheorie: Algebraische Algorithmen eröffnen ein ganzes Spektrum neuer Zugangsmöglichkeiten zu diesen klassischen Schlüsselgebieten der Mathematik und sind von grundlegender Bedeutung für ihre praktische Anwendung. Umgekehrt führen Herausforderungen aus den genannten Gebieten immer wieder zu algorithmischen Durchbrüchen, welche die Tür zu neuen Anwendungen der Computeralgebra in Theorie und Praxis aufstoßen.

Ziel des voraussichtlich ab April 2010 geförderten Schwerpunktprogramms ist es, die algorithmischen und experimentellen Methoden in den genannten Gebieten substantiell voranzutreiben, sie - wo erforderlich - zu verknüpfen und sie - kombiniert mit theoretischen Ansätzen - an zentralen Fragestellungen aus Theorie und Praxis zu erproben. Des Weiteren soll die Weiterentwicklung und Vernetzung von in Deutschland (mit-) entwickelten freien Computeralgebrasystemen projektbezogen auf verschiedenen Ebenen unterstützt werden. Alle erstellten Programmpakete und Datenbanken sollen öffentlich und frei zur Verfügung gestellt werden.

Das Schwerpunktprogramm wird die übergreifende Zusammenarbeit der verschiedenen Teildisziplinen und Forschergruppen organisieren und unterstützen. Aufgrund seiner Ausrichtung werden insbesondere Anträge begrüßt, die Methoden von zwei oder mehr Themenschwerpunkten kombinieren, um sie in den Kerngebieten Zahlentheorie, Gruppentheorie und algebraische Geometrie einzusetzen. Von Interesse sind dabei auch methodische Querverbindungen zu inner- und außermathematischen Anwendungsbereichen (zum Beispiel System- und Kontrolltheorie, Codierungstheorie, Kryptographie, CAD, algebraische Kombinatorik, algebraische Statistik) sowie die Kombination numerischer und symbolischer Methoden.

Zur Vorbereitung des Programms ist ein Treffen potenzieller Antragstellerinnen und Antragsteller in der Zeit vom 25. bis 26. August 2009 an der Universität Mainz geplant. Diese Veranstaltung soll eine Orientierungshilfe geben und die Bildung von interdisziplinären Arbeitsgruppen sowie von standortübergreifenden Projekten im Sinne der Ausschreibung anregen. Von den Teilnehmerinnen und Teilnehmern werden erste Projektideen erwartet. Für die Teilnahme an dem Treffen ist eine vorherige Anmeldung erforderlich, die bis zum 20. Juli 2009 per E-Mail an Frau Renate Emerenziani, Mainz, (Emerenz@mathematik.uni-mainz.de) erfolgen sollte. Für eine Antragstellung im Rahmen des Schwerpunktes ist die Teilnahme an diesem Treffen jedoch nicht verpflichtend.

Anträge für zunächst drei Jahre sind in englischer Sprache einzureichen und müssen bis spätestens 1. November 2009 unter Angabe des Stichworts "SPP 1489" bei der Deutschen Forschungsgemeinschaft, Fachreferat Mathematik, Kennedyallee 40, 53175 Bonn, eingegangen sein. Benötigt wird ein ausgedrucktes und von den Antragstellern unterschriebenes Exemplar (gelocht, nicht geklammert oder geheftet), das als Anlage die wissenschaftlichen Lebensläufe der Antragstellerinnen und Antragsteller, bereits vorgesehener möglicher wissenschaftlicher Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (sofern vorhanden, insbesondere bei Postdoktoranden) sowie deren (vollständige) Veröffentlichungslisten der letzten fünf Jahre umfassen (alles ebenfalls gelocht, nicht geklammert oder geheftet). Aus der Darstellung des Arbeitsprogramms sollte klar hervor gehen, welcher Mitarbeiter für welche Aufgaben vorgesehen ist. Es sollte aus dem Antrag heraus deutlich werden, welche Mitarbeiterstellen für Doktoranden und welche für Postdoktoranden avisiert werden. Bei Gemeinschaftsanträgen sollte die Zuordnung der beantragten Mittel zu den einzelnen Teilantragstellern ebenfalls klar ersichtlich sein. Eine Übersichtstabelle hinsichtlich der beantragten Mittel ist ebenfalls wünschenswert, neben der geforderten 15-zeiligen formelfreien Kurzzusammenfassung für den DFG-Hauptausschuss. Es sollte ferner eine elektronische Version der Unterlagen jeweils im pdf-Format auf CD beigefügt werden, auf der zusätzlich noch ausgewählte und relevante Veröffentlichungen abgelegt werden können. Zur Antragstellung beachten Sie bitte das Merkblatt mit Leitfaden.

 

Weiterführende Informationen

Weitere Informationen zur inhaltlichen Ausrichtung des Programms finden sich im Konzeptantrag unter:

Merkblatt für Anträge auf Sachbeihilfen mit Leitfaden für die Antragstellung unter:

Weitere Informationen zum Programm erteilt der Koordinator des Schwerpunktprogramms:

  • Professor Dr. Wolfram Decker,
    Universität des Saarlandes,
    Fakultät 6,
    Fachrichtung Mathematik,
    Postfach 151150,
    66041 Saarbrücken,
    Tel. +49 681 3022906,
    decker@math.uni-sb.de

Informationen zur Antragstellung bei der DFG erteilt der verantwortliche Programmdirektor:

  • Dr. Frank Kiefer,
    Kennedyallee 40,
    53175 Bonn,
    Tel. +49 228 885-2567,
    frank.kiefer@dfg.de

 

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