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Information für die Wissenschaft Nr. 31 | 10. Juni 2009
Neues DFG-Schwerpunktprogramm 1505 "Mediatisierte Welten"

Der Senat der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) hat die Einrichtung des Schwerpunktprogramms "Mediatisierte Welten: Kommunikation im medialen und gesellschaftlichen Wandel" (SPP 1505) beschlossen. Als Laufzeit sind sechs Jahre vorgesehen.

Das Schwerpunktprogramm "Mediatisierte Welten: Kommunikation im medialen und gesellschaftlichen Wandel" geht davon aus, dass Leben und Erfahrungen der Menschen zunehmend in und in Bezug zu mediatisierten Welten stattfinden. Der Begriff "Mediatisierung" bezeichnet im deutschen, aber auch zunehmend im englischen und skandinavischen Wissenschaftsraum ("mediatisation") einen ähnlich übergreifenden Entwicklungsprozess wie Globalisierung oder Individualisierung, nämlich die zunehmende Prägung von Kultur und Gesellschaft durch Medienkommunikation.

Die Teilprojekte des Schwerpunktprogramms zeichnen sich durch vier Zugangsweisen aus: Sie sollen transmedial angelegt sein und zugleich die medialen Besonderheiten berücksichtigen, sie sollen innovative Methoden verwenden beziehungsweise entwickeln und auf eine integrative Theoriebildung abzielen. Zudem wird ein an vier Orten lokalisiertes, projektübergreifendes Panel zur Aneignung, Nutzung und Bedeutung von Medien durch Jugendliche aufgebaut, das den Projekten aufeinander bezogene Erhebungen erlaubt. Thematisch sind die Projekte in drei Forschungsfelder strukturiert:

  • Im Forschungsfeld "Handlungs- und Interaktionsformen" geht es um die auf digitale Medien bezogenen sozialen Handlungsmuster, Interaktionsformen und Kommunikationsweisen, auf denen mediatisierte Welten beruhen.
  • Im Forschungsfeld "Netzwerke" werden die auch über Medien konstituierten beruflichen und privaten Netzwerke untersucht. Sie bilden als heute typische Formen von Vergemeinschaftung und Vergesellschaftung die zentrale soziale Struktur mediatisierter Welten.
  • Im Forschungsfeld "Kontexte" werden die Einbettung mediatisierter Welten in soziale Felder und ihr Zusammenhang zu sozialen Institutionen analysiert und theoretisiert.

Eine ausführlichere Ausschreibung sowie als Hintergrundinformation der ursprüngliche Antrag auf Einrichtung des Schwerpunktprogramms finden sich auf der Programm-Website. Dort werden gegebenenfalls auch weitere Informationen zum Schwerpunktprogramm beziehungsweise dem Rundgespräch veröffentlicht.

Interessierte Antragsteller werden gebeten, an einem vorbereitenden Rundgespräch bei der DFG in Bonn teilzunehmen. Dieses wird am Freitag, den 10. Juli, von 10 bis 16 Uhr stattfinden. Teilnehmer werden gebeten, bis zum 26. Juni ein maximal zweiseitiges Exposé mit Titel und Zuordnung zu einem Teilbereich an den Koordinator zu schicken. Der Titel des Vorhabens wird den anderen Interessenten mitgeteilt, das Exposé wird vertraulich behandelt und nicht bekannt gemacht. Das vorbereitende Rundgespräch soll Kooperationen und Absprachen der Antragsteller ermöglichen und offene Fragen klären. Eine gesonderte Einladung zu dieser Veranstaltung wird noch erfolgen.

Anträge für die erste zweijährige Förderperiode müssen der Geschäftsstelle der DFG bis spätestens 16. November 2009 unter dem Stichwort "SPP 1505" eingereicht werden. Es gelten die Regeln des Merkblatts 1.02 für "Anträge auf Sachbeihilfen mit Leitfaden für die Antragstellung". Es wird gebeten, ein weiteres Exemplar an den Koordinator des Programms Professor Friedrich Krotz zu schicken, als PDF-Datei an Friedrich.Krotz@uni-erfurt.de.

Bitte beachten Sie unbedingt folgende Hinweise zur Antragstellung im SPP 1505:

  • Begrenzen Sie Ihren Antrag bitte auf zwei Jahre.
  • Falls Sie bisher schon durch die DFG gefördert wurden, gehört zu jedem Antrag eine Liste der aus den DFG-Förderungen der letzten sechs Jahre hervorgegangenen Publikationen (hier bitte das jeweilige Aktenzeichen und den Titel des DFG-Projekts angeben; falls mehrere Publikationen aus einem Projekt hervorgegangen sind, bitte nur die zwei wichtigsten angeben.)
  • Darüber hinaus sollte jedem Antrag eine Liste der Publikationen der letzten fünf Jahre beigegeben werden.
  • Bitte schicken Sie keine weiteren Anlagen mit - also keine Bücher, keine Publikationen etc.
  • Bitte heften Sie jeden Antrag einschließlich der Anlage zu den bisherigen Projektpublikationen sowie der Publikationsliste der letzten fünf Jahre auf 30 cm lange Heftrücken.
  • In dieser Form senden Sie uns bitte acht identische Exemplare Ihres Antrags.

Weitere Informationen

Informationen zum Schwerpunktprogramm stehen unter:

Formulare und Merkblätter

1.02 Merkblatt für Anträge auf Sachbeihilfen

Koordinator des Schwerpunktprogramms und Ansprechpartner für Fragen zu Programminhalten:

  • Prof. Dr. Friedrich Krotz,
    Universität Erfurt,
    Philosophische Fakultät,
    Studiengang Kommunikationswissenschaft,
    Lehrstuhl für Kommunikationswissenschaft/Soziale Kommunikation,
    Nordhäuser Straße 63,
    99089 Erfurt,
    Friedrich.Krotz.@uni-erfurt.de

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