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Information für die Wissenschaft Nr. 22 | 19. Mai 2009
Forschungskooperationen mit Taiwan: Neues Förderinstrument der DFG und Präsidentenreise als Impulse für intensivere Projektzusammenarbeit

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) will die Kooperationen zwischen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aus Taiwan und Deutschland intensivieren und auf eine nächste Stufe heben. Hierzu sollen die Förderinstrumente der DFG und ihrer taiwanesischen Partnerorganisation, dem National Science Council (NSC), noch besser aufeinander abgestimmt und in ihrem Zusammenspiel optimiert werden. Ziel ist, das vorhandene Potenzial beider Länder in Zukunft einfacher in exzellente Forschung zu überführen und Synergieeffekte sichtbarer zu nutzen.

Bereits seit 1987 verbindet die DFG mit dem taiwanesischen NSC eine enge freundschaftliche Zusammenarbeit. Als deren Resultat bietet die DFG inzwischen in all ihren Programmen Möglichkeiten für Forscherinnen und Forscher aus Deutschland zur Zusammenarbeit mit Kolleginnen und Kollegen in Taiwan. Hohen Stellenwert hat für sie dabei auch hier die frühzeitige Heranführung gerade des wissenschaftlichen Nachwuchses an bilaterale Projekte, allen voran durch gemeinsame Internationale Graduiertenkollegs, die die DFG auch gern in Zusammenarbeit mit Taiwan fördern würde.

Um den Einstieg in eine deutsch-taiwanesische Kooperation zu erleichtern, bietet die Gruppe Internationale Zusammenarbeit der DFG seit Beginn des Jahres 2009 zudem ein neues "Förderprogramm zur Initiierung und Intensivierung bilateraler Kooperationen" an. In diesem Förderprogramm können für einen Zeitraum von einem Jahr Antragstellende gefördert werden, die wissenschaftliche Kooperationen mit ausländischen Partnerinnen oder Partnern aufbauen oder stärken möchten.

Antragsberechtigt sind promovierte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die im deutschen Wissenschaftssystem tätig sind. Sie können im Rahmen der Förderung Elemente aus der klassischen Reiseförderung - wie beispielsweise die Ausrichtung bilateraler Symposien in Deutschland oder Taiwan oder die Durchführung von Forschungsaufenthalten an einem Partnerinstitut - flexibel miteinander kombinieren, um sie so ideal zur Anbahnung gemeinsamer Forschungsprojekte zu nutzen.

Im Einzelnen können folgende Bausteine modular in beliebiger Zahl kombiniert werden:

  • bis zu dreimonatige Gastaufenthalte an der deutschen oder der ausländischen Partnereinrichtung für Professorinnen und Professoren bis hin zu Promovierenden;
  • gemeinsame Veranstaltungen (Workshops oder Seminare);
  • andere Maßnahmen, die mit den unten genannten Kostenarten durchgeführt werden können. Kostenarten sind:
  • Fahrt- und Flugkosten
  • Aufenthaltskosten
  • zusätzlich bei Veranstaltungen: sächliche Veranstaltungskosten, einschließlich maximal 1000 EUR für Hilfskräfte

Diese Kostenarten können gegebenenfalls durch eine ausländische Partnerorganisation kofinanziert werden, wenn entsprechende Abkommen vorliegen, wie zum Beispiel mit dem taiwanesischen National Science Council. Die Förderung umfasst eine 20-prozentige Programmpauschale, da die Mittelbewirtschaftung den inländischen (Universitäts-)Verwaltungen überlassen wird.

Die Förderung erfolgt in der Regel für ein Jahr, eine einmalige Verlängerung ist unter Umständen möglich. Jedoch ist auch eine kürzere Förderung möglich, ebenso eine Förderung für nur einen Baustein.

Ein Antrag auf Förderung kann jederzeit gestellt werden. Er soll kurz und überzeugend beschreiben, wie und mit welchen Maßnahmen die wissenschaftliche Kooperation aufgebaut oder gestärkt werden soll. Anträge sollten in einfacher Ausfertigung gestellt werden und die im Merkblatt aufgeführten Angaben enthalten.

Der Intensivierung der taiwanesisch-deutschen Forschungskooperationen diente jetzt auch eine dreitägige Reise des Präsidenten der DFG, Professor Matthias Kleiner, nach Taipeh. Auf ihr sollte mit hochrangigen Vertretern des taiwanesischen Wissenschaftssystems zusätzliches wissenschaftliches Kooperationspotenzial ausgelotet werden. Dabei präsentierten hochrangige Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Academia Sinica, der National Taiwan University und anderer Forschungseinrichtungen ihre Konzepte für eine zukünftige Zusammenarbeit. Der DFG-Präsident und seine Delegation wurden zudem vom taiwanesischen Wissenschaftsminister Dr. Lou-Chuang Lee zu einem Spitzengespräch empfangen. Als Fazit seiner Reise ermunterte Kleiner Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Deutschland ausdrücklich zu mehr gemeinsamen Forschungsprojekten mit ihren Kolleginnen und Kollegen in Taiwan.

Weitere Informationen

Informationen zum Förderprogramm finden sich unter:

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