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Information für die Wissenschaft Nr. 14 | 6. Februar 2009
Antragstellung bei gemeinsamen Forschungsprojekten wird erleichtert  

D-A-CH-Organisationen vereinbaren Lead Agency-Verfahren

Im Rahmen eines zunächst zweijährigen Pilotprojekts, das die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) gemeinsam mit dem Österreichischen Fonds zu Förderung der wissenschaftlichen Forschung (FWF) und dem Schweizerischen Nationalfonds (SNF) durchführt, wurde 2008 eine Vereinbarung zum Lead Agency-Verfahren unterzeichnet.

Antragstellende Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler müssen demnach bei Gemeinschaftsvorhaben nicht mehr wie bisher jeweils in ihrem Land einen Antrag einreichen, der dann getrennt begutachtet wird. Künftig werden bi- oder trilaterale Forschungsanträge nur noch bei einer federführenden Förderorganisation, der sogenannten Lead Agency, eingereicht, administriert und begutachtet. Das Ergebnis der Begutachtung durch die Lead Agency wird von den beteiligten Partnerorganisationen anerkannt. Die Finanzierung der D-A-CH-Projekte erfolgt dabei nach wie vor getrennt.

Unter das Begutachtungs- und Förderverfahren fallen gemäß der D-A-CH-Vereinbarung nur bi- oder trilaterale Projekte, die einen aufgrund der grenzüberschreitenden, komplementären Forschung deutlich erkennbaren wissenschaftlichen Mehrwert versprechen. Die einzelnen Länderteile dürfen somit keine eigenständig förderbaren Projekte darstellen.

Durch diese administrative Vereinfachung soll die Zusammenarbeit der Nachbarländer auf dem Gebiet der Grundlagenforschung intensiviert und so der wissenschaftliche Mehrwert erhöht werden.

Weiterführende Informationen

Detaillierte Hinweise zur Antragstellung im Lead Agency-Verfahren bei der DFG finden sich unter:

Ansprechpartner in der DFG:

  • Dr. Achim Haag,
    Gruppe Internationale Zusammenarbeit,
    Achim.Haag@dfg.de,
    Tel. +49 0228 885-2460

 

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