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Information für die Wissenschaft Nr. 14 | 15. Februar 2008
Nachwuchsakademie "Klinische Studien"

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) startet eine erste Nachwuchsakademie zum Thema "Klinische Studien". Mit ihr sollen interessierte junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus den klinischen und biometrischen Bereichen möglichst frühzeitig für patientennahe klinische Forschungsfragen gewonnen werden. Dabei soll diese Akademie medizinische Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftler gezielt bei der Umsetzung ihrer sich aus der klinischen Arbeit ergebenden Ideen in wissenschaftlich hochwertige klinische Studien unterstützen.

Wichtigste Ziele der Planung und Durchführung klinischer Studien sind nicht nur die Klärung drängender pathophysiologischer, epidemiologischer und diagnostischer Fragestellungen, sondern auch die Schaffung einer validen, evidenzbasierten Basis zur Einführung oder Änderung einer Therapieform oder von innovativen Medikamenten in die klinische Praxis. Die DFG hat in Zusammenarbeit mit dem Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) auf eine Reihe bestehender Defizite im Bereich klinische Studien reagiert, insbesondere durch die Initiation des Sonderprogramms Klinische Studien, welches seit 2005 mehr als 50 durch medizinische Hochschulen initiierte klinische Multicenterstudien zu den verschiedensten Fragestellungen fördert. Da die Art der Studien in der Regel an die klinische Problematik angepasst werden muss, wird durch die Förderinstitutionen bewusst ein möglichst breites Spektrum an kontrollierten und multizentrischen klinischen Studien abgedeckt.

Interessenten mit Ideen für spannende klinische Fragestellungen werden aufgefordert, sich mit ihrer bisherigen wissenschaftlichen Leistung und einer Projektskizze zur Teilnahme an der Studienakademie zu bewerben, die in zwei Phasen abläuft:

Die erste Phase besteht aus einer Veranstaltung, die mit Vorträgen, Seminaren, Workshops und Exkursionen vom 5. bis 9. Mai 2008 in Bad Nauheim stattfinden wird. Die Teilnehmenden stellen dort ihre Projektideen vor und setzen sich mit fachlichen Themen und Fragen zu klinischen Studien auseinander. Renommierte Experten aus dem In- und Ausland geben in Vorträgen und Diskussionen Einblick in den aktuellen Stand der Forschung, in Arbeitssitzungen werden gemeinsame Lösungen zu verschiedenen Themen erarbeitet, und die im Laufe der Woche überarbeiteten Projektskizzen der Teilnehmenden werden abschließend vorgestellt und im Expertenkreis diskutiert.

Beim Erstellen der Antragsskizze zur Teilnahme an der ersten Phase ist zu beachten:

Antragsberechtigt ist wissenschaftlicher Nachwuchs aus der Medizin, der sich zurzeit in der Facharztausbildung befindet, beziehungsweise Forschende, deren Promotion maximal vier Jahre zurückliegt und die an patientennaher Forschung im Bereich klinischer Studien interessiert sind. Die Antragstellerinnen und Antragsteller sollten ihr Interesse an patientennaher Forschung durch eine Autorenschaft an einer entsprechenden wissenschaftlichen Publikation belegen.

  • Das Forschungsvorhaben wird in Deutschland bearbeitet.
  • Der Umfang der Skizze darf drei Seiten nicht überschreiten.
  • Das Finanzvolumen des ersten Antrags darf bis zu 50 000 EUR betragen.
  • Die Bearbeitungsdauer des Pilotvorhabens soll ein Jahr sein.
  • Bei der Nachwuchsakademie werden die Skizzen anhand einer zehnminütigen PowerPoint-Präsentation vorgestellt und anschließend diskutiert.

Bewerbungsschluss ist der 17. März 2008.

Als zweite Phase wird im Herbst 2008 ein Antragskolloquium von der DFG angeboten, bei dem die Teilnehmenden der ersten Phase ihre ausgearbeiteten Projektanträge vorstellen und begutachten lassen. Im Anschluss daran entscheidet die DFG über die Bewilligung der Forschungsprojekte in Form einer Anschubfinanzierung von 50 000 Euro für ein Jahr. Diese Mittel können zur Durchführung von Vorarbeiten, Pilotstudien oder zur Freistellung von der Patientenversorgung genutzt werden. Dies soll die Teilnehmerinnen und Teilnehmer schließlich in die Lage versetzen, aufbauend auf fundierten Vorarbeiten Anträge im Normalverfahren der DFG oder im Programm Klinische Studien einzureichen.

Bei den DFG-Vollanträgen der zweiten Phase ist zu beachten:

  • Für die Antragsberechtigung wird der Abschluss der wissenschaftlichen Ausbildung - in der Regel mit der Promotion - vorausgesetzt.
  • Eine Bewilligung kann nicht ohne erfolgte Promotion ausgesprochen werden. Ausnahmen bestehen nur im Programm "Eigene Stelle" (weitere Details siehe dort).
  • Vollanträge sind nach dem "Merkblatt für Anträge auf Sachbeihilfen" (DFG-Vordruck 1.02 deutsch beziehungsweise 1.02e englisch) zu stellen.

Die Ausschreibung richtet sich an Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler der Medizin beziehungsweise der Medizinischen Biometrie. Diese bewerben sich für die erste Phase der Exzellenzakademie mit Lebenslauf (maximal drei Seiten) und Antragsskizze (maximal drei Seiten) bis zum 17. März 2008 bei Prof. Dr. Ulf Müller-Ladner, Abteilung für Rheumatologie und Klinische Immunologie, Benekestr. 2-8, 61231 Bad Nauheim, Tel. +49 6032 9962101, u.mueller-ladner@kerckhoff-klinik.de.

Weiterführende Informationen

Einen Leitfaden zur Antragstellung finden Sie im DFG-Merkblatt 1.02 (deutsch) beziehungsweise 1.02e (englisch) unter:

  • www.dfg.de/forschungsfoerderung/ formulare/download/1_02.pdf
  • www.dfg.de/forschungsfoerderung/ formulare/download/1_02e.pdf

Eine Übersicht über das Programm Klinische Studien finden Sie unter:

Das Programm "Eigene Stelle" unter:

Fachliche Fragen zur Exzellenzakademie beantwortet der Koordinator:

  • Prof. Ulf Müller-Ladner, MD, Justus-Liebig-Universität Gießen, Abteilung für Rheumatologie und Klinische Immunologie, Kerckhoff-Klinik, Benekestr. 2-8, 61231 Bad Nauheim, Tel. +49 6032 9962101, u.mueller-ladner@kerckhoff-klinik.de

Ansprechpartner bei der DFG:

  • Dr. Frank Wissing, Lebenswissenschaften, DFG, 53170 Bonn, Tel. +49 228 885-2735, frank.wissing@dfg.de

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