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DFG-Symposien

in den Geistes- und Sozialwissenschaften

Die DFG hat seit Mitte der 1970er Jahre jährlich stattfindende „Germanistische Symposien" ausgerichtet. Es handelte sich dabei um eine Serie von Forschungstagungen, die beabsichtigten, für das Fach zentrale Themen aufzugreifen, sie nach sorgfältiger Vorbereitung in einem mehrtägigen Diskussionsprozess intensiv zu erörtern und damit ein besonderes Forum für Prozesse disziplinärer Selbstreflexion und Positionsbestimmung zu schaffen. Die Themen und die in einer eigenen Buchreihe veröffentlichten Symposien haben die Forschungsagenda des Faches, jedenfalls die seiner literaturwissenschaftlichen Abteilung, wesentlich geprägt. Sie haben sich zudem als wichtiges Forum zur Förderung hochqualifizierten wissenschaftlichen Nachwuchses erwiesen.

Der Wissenschaftsrat hat in seinen Empfehlungen zur Entwicklung und Förderung der Geisteswissenschaften in Deutschland (2006) zur Intensivierung der innerdisziplinären Kommunikation Tagungen nach dem Modell der Germanistischen Symposien der DFG auch für andere geisteswissenschaftliche Disziplinen angeregt und damit der Einsicht Rechnung getragen, dass die Forcierung interdisziplinärer Forschungsverbünde einen Rückhalt in Bemühungen um die Sicherung und Weiterentwicklung disziplinärer Spezifika in thematischer, theoretischer und methodischer Hinsicht benötigt.

Das Fachkollegium Literaturwissenschaft hat 2007 beschlossen, die Germanistischen Symposien auf den Bereich der Literaturwissenschaft insgesamt auszuweiten, und dafür ein Steuerungsgremium eingesetzt, das die Themen auswählt und die Leiter/innen der Symposien bestimmt. 2009 ist eine entsprechende Symposienreihe auch im Bereich der Medienwissenschaft eingeführt worden. Ihr Ziel ist es, ein Forum zu etablieren, das in der Lage ist, die verschiedenen medienwissenschaftlichen Ausprägungen zu integrieren, eine Reflexion über die Kerngebiete und methodischen Qualitätsstandards des eigenen Faches anzuregen, wichtige zukunftsweisende Impulse zu geben und die Entwicklung des Faches voranzutreiben. Das Fachkollegium Philosophie hat sich darauf verständigt, Philosophische Symposien nach dem Modell der Literaturwissenschaftlichen zu erproben.

Die Themenfindung und die Organisation der DFG-Symposien ist in den genannten Fächern zum Teil unterschiedlich geregelt. Gemeinsam ist ihnen der Anspruch, angesichts der zunehmenden Bedeutung interdisziplinärer Vernetzung die Reflexion über disziplinäre Grundlagen, neue Herausforderungen und innovative Ziele zu stärken, der Selbstgenügsamkeit unterschiedlicher theoretischer und methodischer Glaubensgemeinschaften innerhalb des eigenen Faches entgegenzuwirken, Neues anzuregen und dabei zugleich ein Forum zur Förderung hochqualifizierten wissenschaftlichen Nachwuchses zu bieten.

Die Wirkung der Symposien beruht wesentlich auf der Form, in der sie durchgeführt werden: öffentliche Ausschreibung, Verzicht auf Vorträge zugunsten intensiver mehrtägiger Diskussionen, Zusammenführen von Beiträgen und Diskutanten aus differenten Forschungstraditionen, Voraussetzung druckfertiger Vorlagen vor Beginn der Symposien, Ergebnissicherung in eigener Publikationsreihe.

Hinweis

Literaturwissenschaftliche Symposien

  • 2011: Literatur als Wagnis / Literature as a Risk
    Leitung: Prof. Monika Schmitz-Emans
    Der Ergebnisband ist 2013 bei Externer Linkde Gruyter veröffentlicht worden.
  • 2014: Allegorie / Allegory
    Leitung: Prof. Ulla Haselstein
    Der Ergebnisband ist 2016 bei Externer Linkde Gruyter veröffentlicht worden.
  • 2015: Komplexität und Einfachheit / Complexity and Simplicity
    Leitung: Prof. Albrecht Koschorke
    Der Ergebnisband ist 2017 bei Externer LinkJ.B. Metzler veröffentlicht worden.
  • 2017: Digitale Literaturwissenschaft
    Leitung: Prof. Fotis Jannidis
  • 2018: Vergleichende Weltliteraturen / Comparative World Literatures
    Leitung: Prof. Dieter Lamping, Prof. Galin Tihanov“

Medienwissenschaftliche Symposien

  • 2009: Programm(e)
    Leitung: Prof. Dieter Mersch/Prof. Joachim Paech
  • 2012: Soziale Medien - Neue Massen
    Leitung: Prof. Claus Pias
  • 2015: Verbinden und Trennen
    Leitung: Prof. Erhard Schüttpelz

Ansprechpersonen in der DFG-Geschäftsstelle

Medienwissenschaftliche Symposien

Philosophische Symposien

Literaturwissenschaftliche Symposien

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