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Allgemeine Informationen zur Berücksichtigung individueller Lebensumstände bei der Beurteilung der wissenschaftlichen Leistung

Wie von der Satzung der DFG festgelegt, kommt es bei der Entscheidung der DFG über Anträge auf Förderung von Forschungsprojekten auf die Qualität des Vorhabens und der zu erwartenden Ergebnisse, sowie die Aussicht auf ein Gelingen des Projektes an. In diese Gesamtabwägung wird auch die bisherige wissenschaftliche Leistung Antragstellender einbezogen.

Um die wissenschaftlichen Leistungen eines Individuums angemessen zu beurteilen, müssen auch dessen individuelle Lebensumstände Beachtung finden. Chancengleichheit bedeutet hier, unvermeidbare Verzögerungen im wissenschaftlichen Werdegang antragstellender Personen angemessen zu berücksichtigen. Zu solchen unvermeidbaren Verzögerungen einer wissenschaftlichen Karriere (beispielsweise längere Qualifikationsphasen, Publikationslücken, verminderte Auslandsaufenthalte) können insbesondere die folgenden Umstände führen:

  • Schwangerschaft und Geburt
  • Kinderbetreuung
  • Betreuung von pflegebedürftigen Angehörigen
  • Behinderung oder chronische Erkrankung
  • lange schwere Krankheit
  • Wehr- oder Zivildienst

Selbstverständlich können solche Umstände nur dann in Begutachtung und wissenschaftlicher Bewertung zur Kenntnis genommen und in die Beurteilung mit einbezogen werden, wenn Sie offen gelegt sind. Eine Pflicht zur Offenlegung aller oben aufgeführten, grundsätzlich privaten Umstände besteht bei Antragstellung bei der DFG nicht. Die Offenlegung kann aber durchaus im Einzelfall Sinn machen, um ansonsten ungerechtfertigt erscheinende Lücken im wissenschaftlichen Werdegang zu erklären.

Gelelektrophorese im DFG-Forschungszentrum Würzburg

Gelelektrophorese im DFG-Forschungszentrum Würzburg

Antragstellende, die sich auf unvermeidbare Verzögerungen im wissenschaftlichen Werdegang berufen möchten, müssen daher im Antrag, im Anschreiben und im Lebenslauf ausdrücklich auf den jeweiligen Umstand hinweisen und ggf. (sofern dieser Umstand nicht selbsterklärend ist) eine kurze Erläuterung beifügen.

Auf jeden Fall sollten bei Männern ebenso wie bei Frauen die Geburtsdaten von Kindern sowie Zeiten der ausschließlichen Kinderbetreuung (beispielsweise zeitweise Aufgabe der beruflichen Tätigkeit wegen Mutterschutz oder Elternzeit) im Lebenslauf aufgeführt sein.

Soweit die genannten unvermeidbaren Verzögerungen dazu führen, dass formale Programmkriterien nicht erfüllt sind (beispielsweise ein bestimmter Zeitraum nach der Promotion ist bereits überschritten), informieren Sie sich bitte bei den unter "Kontaktinformation" genannten Personen über mögliche Anrechnungsregelungen.

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