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Ausgleich des Ausfalls oder der Teilzeittätigkeit des im Projekt beschäftigten Personals

aufgrund der gesetzlichen Bestimmungen über Mutterschutz oder Elternzeit

Die DFG bietet in allen Förderverfahren jungen Frauen und Männern die Chance, sich im Rahmen der Mitarbeit im Projekt wissenschaftlich weiter zu qualifizieren.

Dabei begrüßt es die DFG, dass sich für die von ihr finanzierten Stellen insbesondere Nachwuchswissenschaftlerinnen bewerben, und unterstützt sie in der Vereinbarkeit ihrer wissenschaftlichen Weiterqualifizierung mit der Gründung einer Familie.

Finanzierung von Vertretungen während Mutterschutz und Elternzeit

Um das berechtigte Interesse der Projektleitung an einer zügigen Durchführung der geplanten wissenschaftlichen Arbeiten mit den persönlichen Entscheidungen des wissenschaftlichen Nachwuchses für eine Familie in Einklang zu bringen, ermöglicht es die DFG der Projektleitung für den Zeitraum, in dem eine wissenschaftliche Mitarbeiterin im Rahmen der Schwangerschaft oder im Rahmen der Elternzeit nicht im Projekt mitarbeitet, eine Vertretungskraft zu finanzieren, die ihre Aufgaben übernimmt. Dies gilt natürlich auch für den Fall, dass ein wissenschaftlicher Mitarbeiter im Rahmen der Elternzeit seine Mitarbeit im Projekt zeitweilig unterbricht. Obergrenze für die Eingruppierung der Vertretungskraft ist die für das wegen Mutterschutz oder Elternzeit ausscheidende wissenschaftliche oder künstlerische Personal bewilligte Stelle.

Die Mittel zur Bezahlung einer Vertretungskraft kann die Projektleitung im Rahmen der Einzelförderung (Sachbeihilfen) formlos bei der DFG (Referat "Prüfung und Abrechnung") beantragen. Die Projektleitung muss in einem formlosen Schreiben lediglich den Zeitraum mitteilen, in dem das wissenschaftliche oder künstlerische Personal wegen Mutterschutz oder Elternzeit nicht zur Verfügung steht.

Dabei geht die DFG allerdings davon aus, dass die Projektleitung zunächst mit dem Elternteil gemeinsam plant, welche Arbeiten während der Abwesenheit von der Vertretung wahrgenommen werden sollen und in welcher Weise die Mutter beziehungsweise der Vater nach der Rückkehr die Chance erhält, neben der Mitarbeit im Projekt die persönliche wissenschaftliche Qualifizierung fortzusetzen beziehungsweise abzuschließen.

Die DFG begrüßt es besonders, wenn in dem formlosen Antrag dokumentiert wird, dass derartige Gespräche stattgefunden haben und eine für alle Beteiligten sinnvolle Aufgabenverteilung verabredet wurde.

Zu den Details siehe DFG-Vordrucke:

Förderung von Teilzeitarbeit

Um wissenschaftliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu motivieren, möglichst bald nach der Geburt eines Kindes die Arbeit in einem laufenden Projekt wieder aufzunehmen, gibt es die Möglichkeit der Teilzeitarbeit. Für den ausfallenden Arbeitsanteil können, soweit erforderlich, Mittel für eine Vertretungskraft beantragt werden. Das Verfahren zur Beantragung von Mitteln für eine teilweise Vertretung wegen Mutterschutz oder Elternzeit von wissenschaftlichem oder künstlerischem Personal ist genauso wie für die Beantragung von Mitteln für eine vollständige Vertretung.

Kostenneutrale Laufzeitverlängerungen oder Projektunterbrechungen

Es kann im Einzelfall auch eine sinnvolle Lösung darstellen, eine kostenneutrale Laufzeitverlängerung oder eine Unterbrechung des Projektes wegen familienbedingtem Ausfall des wissenschaftlichen Personals anzustreben. In den meisten Fällen ist die kostenneutrale Laufzeitverlängerung besser als eine vollständige Projektunterbrechung. Ein entsprechender Antrag mit Angabe des Verlängerungs- oder Unterbrechungszeitraums muss von der Projektleitung mit kurzer Begründung beim zuständigen Fachbereich der DFG gestellt werden. Diese Maßnahmen eignen sich oft bei kürzeren familienbedingten Abwesenheiten, wenn es die Projektleitung bevorzugt auf die Rückkehr des ausfallenden Personals zu warten anstatt neues Personal zu suchen und einzuarbeiten. Das Projekt muss zudem so gestaltet sein, dass eine kostenneutrale Laufzeitverlängerung oder Projektunterbrechung generell möglich ist. Insbesondere in Forschungsverbünden können Projektunterbrechung oder kostenneutrale Laufzeitverlängerung im Einzelfall problematisch sein, weil das betroffene Projekt im Verbund mit anderen Projekten gestartet wurde und zeitgleich mit diesen abgeschlossen werden sollte (beispielsweise bei Sonderforschungsbereichen, Schwerpunktprogrammen, Forschergruppen, Klinischen Forschergruppen).

Besonderheiten in den Koordinierten Verfahren mit wissenschaftlichen Einrichtungen als Antragstellenden

Bei der Projektförderung im Rahmen der Sonderforschungsbereiche, der DFG-Forschungszentren, der Exzellenzcluster, der Graduiertenkollegs und der Graduiertenschulen können die für die Finanzierung einer Vertretung notwendigen Mittel in der Regel aus den dem Forschungsverbund bereits von der DFG bewilligten Mitteln finanziert werden. Die Leitung der Teilprojekte bzw. die betroffene Person soll sich also zunächst an die Leitung des Forschungsverbundes wenden, damit diese die zusätzlichen Mittel zur Verfügung stellt. Falls die Mitarbeiterin oder der Mitarbeiter aufgrund der gesetzlichen Regelungen Anspruch auf eine Beschäftigung außerhalb der Förderdauer des Projektes erwirbt, besteht die Möglichkeit, hierfür zusätzliche Mittel zu beantragen. Die Sprecher oder Sprecherinnen der Verbünde werden gebeten, sich in diesem Fall mit den ihr Projekt betreuenden Referenten oder Referentinnen in Verbindung zu setzen. Von dieser Regelung sind Exzellenzcluster und Graduiertenschulen ausgenommen. Hier können auch Kosten, die nach Förderende durch Vertragsverlängerungen z.B. aufgrund von Elternzeiten entstehen, nicht von der DFG anerkannt werden.

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