Bereichsnavigation

Die Forschungsorientierten Gleichstellungsstandards der DFG

In der Mitgliederversammlung 2017 erneuerten die DFG-Mitglieder ihre Selbstverpflichtung auf die „Forschungsorientierten Gleichstellungsstandards“.

Zur Verankerung der Gleichstellungstandards in den Mitgliedseinrichtungen hatte die DFG bereits 2008 die „Forschungsorientierten Gleichstellungsstandards“ eingeführt. Zuletzt zeigte eine von der DFG durchgeführte Studie (2017) zu Umsetzung und Wirkungsweisen der Standards positive Auswirkungen der „Forschungsorientierten Gleichstellungsstandards“ auf die Gleichstellung im deutschen Wissenschaftssystem. Die von der DFG eingeforderten Berichte zur Umsetzung der „Forschungsorientierten Gleichstellungsstandards“ haben zu wesentlichen Impulsen geführt und einen hohen Durchdringungsgrad in den Mitgliedseinrichtungen erreicht. Gleichstellung wird als strategische Aufgabe und Qualitätsmerkmal in den Leitungsfunktionen wahrgenommen. Die „Forschungsorientierten Gleichstellungsstandards“ haben zur Organisationsentwicklung und zu einem Kulturwandel hin zu chancengerechteren Bedingungen beigetragen.

Auf den Ergebnissen der Studie aufbauend hat eine von der Mitgliederversammlung bereits im Jahr 2009 eingesetzte und seit dem tätige Arbeitsgruppe Empfehlungen für die Zukunft der „Forschungsorientierten Gleichstellungsstandards“ erarbeitet. Zudem legt sie eine aktualisierte Textfassung der „Forschungsorientierten Gleichstellungsstandards“ vor. Darauf verpflichteten sich die Mitglieder der DFG in der Mitgliederversammlung 2017 erneut.

Angesichts der zwar langsamen, aber stetig positiven Entwicklungen in der Gleichstellung sollen die Berichte zur Umsetzung der „Forschungsorientierten Gleichstellungsstandards“ verschlankt werden. Die Mitglieder wollen künftig alle zwei bis drei Jahre qualitative Berichte zu wechselnden Schwerpunktthemen einreichen. Über die konkrete Ausgestaltung der Berichte soll in der Mitgliederversammlung 2018 entschieden werden. Die 2013 beschlossenen und seitdem jährlich im Rahmen der „Forschungsorientierten Gleichstellungsstandards“ seitens der DFG an die Hochschulen gestellten quantitativen Abfragen zu den Frauenanteilen entfallen; die Daten werden von den Hochschulen inzwischen aufgrund des Hochschulstatistikgesetzes und mit Blick auf den Kerndatensatz Forschung vorgehalten. Die Entwicklungen bleiben aber weiterhin relevant für die Begutachtung von Forschungsverbünden.

Erste Selbstverpflichtung 2008

Im Jahr 2008 verabschiedete die DFG-Mitgliederversammlung die „Forschungsorientierten Gleichstellungsstandards“. Mit dieser Selbstverpflichtung definierten die DFG-Mitglieder personelle und strukturelle Standards für eine nachhaltige Gleichstellungspolitik in der Wissenschafts- und Hochschullandschaft. Eine von der Mitgliederversammlung der DFG eingesetzte Arbeitsgruppe bewertete im Zeitraum von 2009 bis 2013 die eingereichten Gleichstellungskonzepte der Mitgliedseinrichtungen, unterstützte deren Umsetzung und verfolgte die Fortschritte.

Als gemeinsames Ziel formulieren die „Forschungsorientierten Gleichstellungsstandards“, den Frauenanteil auf allen wissenschaftlichen Karrierestufen deutlich zu erhöhen. Dabei dient das so genannte Kaskadenmodell als Leitgedanke. Danach ergeben sich die Ziele für den Frauenanteil einer jeden wissenschaftlichen Karrierestufe durch den Anteil der Frauen auf der direkt darunter liegenden Qualifizierungsstufe.

Weiteres Vorgehen 2013 bis 2017

Die Arbeitsgruppe „Forschungsorientierte Gleichstellungsstandards“ konnte anhand der Berichte (2009, 2011 und 2013) deutliche Fortschritte bei der Fortentwicklung der Gleichstellung an den Universitäten erkennen. Es wurden sehr viele Maßnahmen umgesetzt, das Thema wurde mittlerweile fast durchgängig als Leitungssaufgabe wahrgenommen und die Zusammenarbeit zwischen den zentralen und dezentralen Ebenen in den Hochschulen hatte sich verbessert.

Bei der Entwicklung der tatsächlichen Frauenanteile auf den verschiedenen Karrierestufen wurden ebenfalls Fortschritte gemacht, doch waren diese hinter den Erwartungen zurück geblieben. Die Wirkkraft der vorgelegten Gleichstellungskonzepte war also noch nicht eindeutig erkennbar, so dass weitere Bemühungen als notwendig erachtet wurden, um die Ziele der Gleichstellungsstandards – vor allem eine erhöhte Beteiligung von Frauen auf allen Stufen der wissenschaftlichen Karriere – zu erreichen. Daher verabschiedete die Mitgliederversammlung der DFG am 3. Juli 2013 ein Maßnahmenpaket, welches einen stärkeren Fokus auf die zahlenmäßige Entwicklung der Frauenanteile setzte.

Zu diesem Maßnahmenbündel gehörte eine jährliche Abfrage bei den Mitgliedshochschulen zu den Frauenanteilen auf den verschiedenen wissenschaftlichen Karrierestufen, die erstmals 2014 gestartet wurde.

Zusatzinformationen

DFG-Instrumentenkasten

Internetportal zu den Forschungsorientierten Gleichstellungsstandards der DFG mit vorbildlichen Maßnahmen zur Förderung der Chancengleichheit.

© 2010-2017 DFG Aktualisierungsdatum: 29.07.2015Sitemap  |  Impressum  |  Datenschutzerklärung  |  Kontakt  |  RSS Feeds

Textvergrößerung und Kontrastanpassung