Grundlage für die Ausarbeitung Ihres Antrages ist das Merkblatt 1.04. Diese Vorgaben und Hinweise sind unbedingt zu beachten. Die folgenden Anmerkungen orientieren sich an der Struktur des Merkblattes und sind als Ergänzung und Erläuterung dieser Angaben zu verstehen.
Zusammenfassung
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Eine kurze, prägnante und präzise formulierte Zusammenfassung, die den Anlass, das Ziel und die methodische Herangehensweise skizziert, ermöglicht es den Gutachterinnen und Gutachtern, die wesentlichen Eckpunkte Ihres Projektes schon beim ersten Blick auf Ihren Antrag zu erfassen.
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Wecken Sie die Aufmerksamkeit der Lesenden, indem Sie die Bedeutung, den Mehrwert und die Neuartigkeit des Projektes hervorheben.
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Achten Sie darauf, die Zusammenfassung allgemeinverständlich zu formulieren. Nicht alle Personen, die Ihren Antrag lesen werden, sind so eng mit der Thematik vertraut wie Sie.
Mittelansatz
Über die Höhe der Förderung brauchen Sie sich gar nicht lange den Kopf zu zerbrechen, weil sich der Gesamtbetrag aus festgelegten Pauschalsätzen ergibt. Alle Einzelheiten dazu finden Sie im Merkblatt 1.04.
Beschreibung des Forschungsvorhabens
Aus Ihrem Antrag sollte klar hervorgehen, dass Sie ihr eigenes und selbst konzipiertes Projekt durchführen möchten. Dies ist besonders wichtig, wenn das gewählte Thema eng mit den Haupt-Forschungsinteressen der Gastinstitution verknüpft ist. Sie sollten unbedingt vermeiden, dass ihr Projekt wie eine Auftragsarbeit der Gastgeberin oder des Gastgebers wirkt. Selbstverständlich sollten Sie das Vorhaben frühzeitig mit der gastgebenden Person abstimmen. Den Antrag sollten Sie aber schließlich selbstständig und auf der Grundlage Ihrer eigenen Ideen ausarbeiten.
Stand der Forschung
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Die sorgfältige Aufarbeitung der Literaturlage bildet die Grundlage Ihres Vorhabens. Dabei geht es nicht darum, umfangreiches Lehrbuchwissen zu reproduzieren, sondern auf der Grundlage des aktuellen Forschungsstandes die Wissenslücke herauszuarbeiten, der sich Ihr eigenes Projekt widmet.
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Übersichtliche Schemata und Diagramme können helfen, komplexe Sachverhalte anschaulich darzustellen.
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Im Einklang mit den Regeln guter wissenschaftlicher Praxis ist klar zu kennzeichnen, welche der dargestellten Erkenntnisse und Vorarbeiten von Ihnen selbst und welche von Ihren Kooperationspartnern oder anderen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern erbracht wurden. Die entsprechenden Literaturverweise sind anzugeben.
Aufgabenstellung und eigene Vorarbeiten
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Die zentralen Fragestellungen sollten sich logisch aus dem aktuellen Stand der Forschung entwickeln.
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Eine originelle und innovative Projektidee ist der Schlüssel zu einer erfolgreichen Begutachtung.
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Erläutern Sie kurz und knapp den erwarteten Erkenntnisgewinn.
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Eine thematisch eingegrenzte und fokussierte Zielsetzung zeugt von einem gut durchdachten Forschungskonzept. Dahingegen schreckt eine breit formulierte, explorative Zielsetzung („work in progress“) die Gutachtenden häufig ab, weil sie erwarten, dass die Weichen für die erfolgreiche Durchführung Ihres Projektes bereits gestellt sind.
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Die Ziele Ihres Vorhabens geben den roten Faden für den Rest des Antrags vor, an dem sich die Leserinnen und Leser orientieren können.
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Ihre eigenen Vorarbeiten und Publikationen müssen nicht zwingend projektspezifisch sein. Das bedeutet jedoch nicht, dass Sie völlig ohne eigene Vorleistungen auskommen. Vielmehr gilt es, durch die Erläuterung Ihres bisherigen Karriereverlaufes und der bereits erzielten Forschungsleistungen Ihre Motivation und Ihr persönliches Potenzial zur Durchführung des beantragten Projekts überzeugend darzustellen.
Arbeitsprogramm inkl. vorgesehener Untersuchungsmethoden
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Klarheit ist oberstes Gebot bei der Darstellung des Arbeitsprogrammes. Die zentralen Arbeitshypothesen, Theorien, Annahmen oder Leitfragen sollten unbedingt klar benannt werden und sich nicht im Fließtext verstecken. Eine sinnvolle Gliederung des Arbeitsprogrammes, die die zuvor formulierten Zielsetzungen aufnimmt, ist anzuraten.
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Die Machbarkeit Ihres Projektes unterstreichen Sie am besten durch ein schlüssig konzipiertes und klar formuliertes Arbeitsprogramm, in dem alle Arbeitsschritte logisch aufeinander aufbauen.
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Es wird erwartet, dass das Vorhaben von Ihnen selbst innerhalb des Projektzeitraumes durchgeführt werden kann. Achten Sie deshalb bei der Ausarbeitung des Arbeitsprogramms darauf, den Zeitbedarf realistisch einzuschätzen. Insbesondere bei weniger erfahrenen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern weckt ein überambitioniertes Arbeitsprogramm häufig Zweifel an der Realisierbarkeit des Projektes.
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Das methodische Konzept sollte auf dem gegenwärtigen Stand des Wissens begründet sein und Ihr persönliches wissenschaftliches Profil bereichern.
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Die Auswahl der Methoden sollten Sie auf die wissenschaftlichen Zielsetzungen abstimmen und überzeugend begründen. Etablierte Standardmethoden können Sie als solche kennzeichnen und durch Verweis auf entsprechende Literaturstellen belegen. Neuartige Methoden und Konzepte sollten detailliert und unter Berücksichtigung relevanter Vorarbeiten beschrieben werden. Erläutern Sie gegebenenfalls Ihre Strategie zur Interpretation der Ergebnisse sowie die Auswahl und Verfügbarkeit von Daten- und Quellengrundlagen.
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Eine sorgfältige Diskussion von potenziellen Risiken und Alternativ-Strategien wird die Gutachterinnen und Gutachter davon überzeugen, dass Sie auch bei unerwarteten Entwicklungen überlegt und gut begründet vorgehen werden.
Bedeutung des Forschungsvorhabens für Ihre weiteren wissenschaftlichen und beruflichen Pläne
Die Postdoc-Phase hat entscheidenden Einfluss auf Ihre gesamte spätere wissenschaftliche Karriere. Erläutern Sie deshalb, in welcher Weise das geplante Vorhaben Ihr wissenschaftliches Profil bereichert und Ihre Karriereperspektiven fördert (beispielsweisedurch durch die Erschließung neuer Themengebiete oder die Erweiterung Ihres Methodenspektrums).
Begründung für die Auswahl des Stipendienortes
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Sie sollten gut begründen, warum die gewählte Gastinstitution für das geplante Projekt und im Hinblick auf Ihre persönliche Karriereentwicklung am besten geeignet ist. Dabei spielt die wissenschaftliche Qualität des Gastgebers eine entscheidende Rolle. Wichtige Kriterien sind aber auch ein offenes und kooperatives Arbeitsumfeld und eine gute Betreuungssituation.
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Stellen Sie sicher, dass die grundlegenden Arbeitsvoraussetzungen (z.B. Arbeitsplatz, Laborraum, Rechnerkapazität, Bibliotheken, Quellenzugang etc.) an der Gastinstitution gegeben sind. Die schriftliche Zusage durch die gastgebende Person ist Bestandteil Ihrer Antragsunterlagen.
Publikations- und Literaturverzeichnisse
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Für die Zusammenstellung der Publikationsverzeichnisse in Ihrem Antrag gelten die im Merkblatt zum Forschungsstipendium beschriebenen Regeln. Diese Regeln sind unbedingt einzuhalten, weil der Antrag bei Nicht-Berücksichtigung zurückgesendet werden muss.
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Seien Sie sorgfältig bei der Zusammenstellung der im Antrag zitierten Literatur. Sie sollte keine bloße Sammlung sein, sondern Überblick und Profil beweisen: In welchen Diskursen oder Forschungsfeldern bewegen Sie sich, worauf beziehen Sie sich, was sind Ihre „Referenzpunkte“?