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Erkenntnistransfer

Potenziale entdecken, Anwendung fördern

In der Wissenschaft werden laufend neue Erkenntnisse erarbeitet, die für die Wirtschaft oder den öffentlichen Bereich von Nutzen sein können. Die gezielte Förderung des Erkenntnistransfers erfolgt bislang jedoch vorwiegend in den ingenieurwissenschaftlichen Fächern – in Form des klassischen Technologietransfers. Damit bleibt ein großes Potenzial für Innovationen ungenutzt.

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft will daher den Austausch zwischen Wissenschaft und Anwendungsbereichen im vorwettbewerblichen Bereich stärker fördern, um auch neue Impulse für die Grundlagenforschung zu gewinnen. Das Bewusstsein für den Erkenntnistransfer soll bei Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern geschärft und ihnen Unterstützung bei der Planung und Umsetzung von Transferprojekten angeboten werden.

Was heißt Erkenntnistransfer?

Erkenntnistransfer beschreibt den Austausch zwischen Wissenschaft und Wirtschaft oder dem öffentlichen Bereich. Erkenntnisse aus Forschungsprojekten sollen in der vorwettbewerblichen Phase mit einem Partner aus der Wirtschaft oder dem öffentlichen Bereich im Rahmen gemeinsam getragener Projekte nutzbar gemacht und weiterentwickelt werden.

Was kann gefördert werden?

Die Förderung des Erkenntnistransfers soll der Forschung die Möglichkeit geben, ihre wissenschaftlichen Ergebnisse unter Praxisbedingungen zu erproben. Das Format von Transferaktivitäten ist dabei nicht festgelegt. Je nach wissenschaftlicher Fragestellung und Zielsetzung der am Projekt beteiligten Partner können sich vielfältige Formen des Transfers ergeben.

Beispiele aus der Praxis zeigen so unterschiedliche Aktivitäten wie mit Partnern aus dem Bildungssektor entwickelte Lehrmodule, von Wissenschaftlern und Praktikern erarbeitete technische Lösungen für industrielle Anwendungen oder gemeinsam mit Museen entwickelte Ausstellungen.

Gefördert werden sollen Projekte, die eine über die Grenzen des Projekts hinausreichende Sichtbarkeit und Wirkung in der Gesellschaft entfalten können.Transferprojekte sind gleichberechtigte Kooperationen zwischen Wissenschaft und nichtwissenschaftlichen Partnern, die idealerweise auch zu neuen wissenschaftlichen Fragen und Themenstellungen anregen. Projekte, die reine Informations- oder Beratungszwecke verfolgen, können im Rahmen des Erkenntnistransfers nicht gefördert werden.

Voraussetzungen für die Förderung

Transferprojekte können in Verbindung mit allen Förderprogrammen der DFG und in allen von der DFG geförderten wissenschaftlichen Disziplinen beantragt werden.

Voraussetzung für eine Förderung ist, dass die Transferprojekte auf Ergebnissen beruhen, die in DFG-geförderten Projekten entstanden sind oder in engem Zusammenhang mit laufenden Projekten stehen.

Die Vorhaben müssen gemeinsam von Partnern aus der Forschung und aus der Anwendung auf der Basis eines Kooperationsvertrages bearbeitet werden. Förderung erhalten die wissenschaftlichen Partner des Projekts.

Zusatzinformationen

© 2010-12 DFG Aktualisierungsdatum: 14.02.2012Sitemap  |  Impressum  |  Kontakt  |  RSS Feeds

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