Die Mitgliederversammlung der DFG hat am 1. Juli 2009 aus dem Kreis der Mitglieder eine Arbeitsgruppe „Forschungsorientierte Gleichstellungsstandards“ eingesetzt. Aufgabe dieser Arbeitsgruppe ist es, die Mitgliedseinrichtungen bei der Umsetzung der Gleichstellungsstandards zu begleiten und zu unterstützen, ihre Konzepte und Zielvorgaben zu bewerten sowie Empfehlungen auszusprechen.
2010 hat die Arbeitsgruppe hierzu die bis dahin von 63 Mitgliedseinrichtungen (2 davon von außeruniversitären Einrichtungen) vorgelegten Stellungnahmen und ihre Selbstverpflichtungen zur Steigerung der Repräsentanz von Frauen gesichtet und dabei Kriterien für ihre Auswertung entwickelt. Insgesamt wurde dabei deutlich, dass in allen Mitgliedseinrichtungen, die Stellungnahmen vorgelegt haben, die Umsetzungsprozesse bereits eingeleitet wurden, allerdings unterschiedlich weit fortgeschritten sind. Um dies zu verdeutlichen und jeder Mitgliedseinrichtung die Möglichkeit zu geben, ihre Aktivitäten unter Berücksichtigung der Gesamtlage weiterzuentwickeln, hat die Arbeitsgruppe vier Stadien des Umsetzungsprozesses definiert und die Einrichtungen auf Grundlage ihrer Berichte in diese eingeordnet:
Stadium 1: Erste Schritte zur Umsetzung wurden eingeleitet.
Stadium 2: Einige erfolgsversprechende Maßnahmen sind bereits etabliert, weitere befinden sich noch in der Planung.
Stadium 3: Ein überzeugendes Gesamtkonzept ist überwiegend bereits implementiert.
Stadium 4: Ein bereits erfolgreich etabliertes Konzept wird weitergeführt und durch weitere innovative Ansätze ergänzt.
Die Ergebnisse der Einstufungen wurden den Hochschulen Anfang Juni zusammen mit einer individuellen Begründung mitgeteilt. Nach Einschätzung der Arbeitsgruppe befinden sich derzeit 10 Hochschulen in Stadium 1, 20 Hochschulen in Stadium 2 und 21 Hochschulen in Stadium 3. In Stadium 4 und damit als vorbildlich wurden die Berichte von diesen 12 Hochschulen eingestuft: