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FAQ: Fachkollegienwahl 2019

FAQ: Passives Wahlrecht (Kandidierende)

Ich bin nicht in Deutschland, sondern im Ausland wissenschaftlich forschend tätig. Kann ich dennoch für die Fachkollegienwahl 2019 kandidieren?

Eine Kandidatur von Personen aus dem Ausland ist nicht formal ausgeschlossen. Die DFG als Selbstverwaltungsorganisation der Wissenschaft in Deutschland und mit ihr die Fachkollegien der DFG dienen dem deutschen Wissenschaftssystem. Als Kandidatin oder Kandidat für die Fachkollegienwahl müssen Sie die in § 4 Nr. 2 sowie § 2 Nr. 2 und Nr. 4 a) S. 2 WahlO genannten Voraussetzungen erfüllen. Liegen diese Voraussetzungen vor und können Sie gemäß dem Verfahren nach § 7 WahlO auf die Kandidierendenliste aufgenommen werden, wird Ihnen das passive und aktive Wahlrecht verliehen (vgl. § 4 Nr. 2 und § 2 Nr. 5 WahlO). Darüber hinaus sollten Sie im Falle der Wahl die regelmäßige Teilnahme an den Sitzungen der Fachkollegien realisieren können.

Ich werde voraussichtlich nach Verabschiedung der Kandidierendenliste im Juli 2019 an eine andere wissenschaftliche Einrichtung (ggf. auch im Ausland) wechseln. Kann ich dennoch kandidieren?

Ja, eine Kandidatur ist hier (bei Vorliegen der Voraussetzungen des § 4 WahlO) möglich, da es grundsätzlich auf die passive Wahlberechtigung bei Verabschiedung der Kandidierendenliste im Sommer 2019 durch den Senat der DFG ankommt. Ihre aktive und passive Wahlberechtigung bleibt gem. § 4 Nr. 3 WahlO erhalten, wenn auch nach Ihrem Wechsel weiterhin die persönlichen Voraussetzungen des § 2 Nr. 2 WahlO gegeben sind, Sie an das deutsche Wissenschaftssystem angebunden sind und Sie die Ergebnisse aus Ihrer unabhängigen wissenschaftlich forschenden Tätigkeit weiterhin frei publizieren können.

Ich werde voraussichtlich im Lauf der Fachkollegien-Amtsperiode 2020-2023 eine wissenschaftlich forschende Tätigkeit im Ausland aufnehmen. Kann ich dennoch für diese Amtsperiode kandidieren?

Ja, eine Kandidatur ist (bei Vorliegen der Voraussetzungen des § 4 WahlO) möglich. Sie würden bei einem späteren Umzug in das Ausland grundsätzlich auch Mitglied des Fachkollegiums bleiben. Im Einzelfall bietet sich dann jedoch ggf. eine Beendigung der Tätigkeit und Nachrücken einer anderen Person in das Fachkollegium an, etwa wenn Sie aufgrund der Distanz für den Rest der Amtsperiode de facto nicht mehr zur Verfügung stehen könnten.

Ich werde voraussichtlich im Lauf der Fachkollegien-Amtsperiode 2020-2023 emeritiert oder pensioniert. Kann ich dennoch für diese Amtsperiode kandidieren?

Ja, eine Kandidatur ist hier (bei Vorliegen der sonstigen Voraussetzungen des § 4 WahlO) möglich, da es grundsätzlich auf die passive Wahlberechtigung bei Verabschiedung der Kandidierendenliste im Sommer 2019 durch den Senat der DFG ankommt. Sie würden bei Emeritierung oder Pensionierung auch grundsätzlich Mitglied des Fachkollegiums bleiben. Im Einzelfall bietet sich dann jedoch ggf. eine Beendigung der Tätigkeit und Nachrücken einer anderen Person in das Fachkollegium an, etwa wenn Sie für den Rest der Amtsperiode nicht mehr zur Verfügung stehen würden oder Ihre wissenschaftlich forschende Betätigung gänzlich aufgeben.

Ich werde noch vor Juli 2019 (also vor der voraussichtlichen Verabschiedung der Kandidierendenliste durch den Senat der DFG) emeritiert oder pensioniert. Kann ich dennoch kandidieren?

Hier ist eine Kandidatur möglich, wenn trotz der Emeritierung oder Pensionierung die Voraussetzungen gemäß § 4 WahlO vorliegen. Insbesondere müssen Sie am 21.10.2019 eine nicht auf diesen Tag beschränkte unabhängige wissenschaftlich forschende Tätigkeit ausüben. Üben Sie diese forschende Tätigkeit nicht (mehr) an einer Wahlstelle gemäß § 9 Nr. 2a) oder b) aus, ist weiterhin erforderlich, dass Sie die Ergebnisse aus Ihrer wissenschaftlich forschenden Tätigkeit frei publizieren können und dass Sie an das deutsche Wissenschaftssystem angebunden sind. Liegen die o.g. Voraussetzungen vor und können Sie gemäß dem Verfahren nach § 7 WahlO auf die Kandidierendenliste aufgenommen werden, wird Ihnen das passive und aktive Wahlrecht verliehen (vgl. § 4 Nr. 2 und § 2 Nr. 5 WahlO).

Ich möchte gerne für die Fachkollegienwahl kandidieren. Jede einzelne Institution, die mich vorschlagen will, verlangt von mir eine Einverständniserklärung. Muss ich wirklich für jeden Vorschlag eine eigene Einverständniserklärung abgeben?

Ja, Sie müssen grundsätzlich für jeden einzelnen Vorschlag eine Einverständniserklärung abgeben. Abgesehen davon, dass jede Kandidatin und jeder Kandidat selbstbestimmt darüber entscheiden soll, ob und wer sie bzw. ihn vorschlägt, ist die Einverständniserklärung auch aus datenschutzrechtlichen Gründen erforderlich. Die vorschlagsberechtigten Institutionen müssen daher alle zu deren jeweiliger Vorschlagsliste gehörenden Einverständniserklärungen mit dem Vorschlag zusammen bei der DFG vorlegen und fordern sie von Ihnen ein.

Um Ihren Aufwand allerdings so gering wie möglich zu halten, ist das Formular für die Einverständniserklärung so pauschal vorbereitet, dass Sie es grundsätzlich nur einmal komplett ausfüllen und unterschreiben müssen. Ein Original Ihrer Einverständniserklärung sollte uns zusammen mit einer Nominierung erreichen. Den restlichen vorschlagsberechtigten Institutionen können sie dann beispielsweise einen Scan Ihrer ausgefüllten und unterzeichneten Einverständniserklärung zukommen lassen, welchen diese dann ausgedruckt als Kopie der Vorschlagsliste beifügen können.

Das von der DFG mit allen erforderlichen Angaben vorbereitete Formular für die Einverständniserklärung erhalten Sie entweder von der Institution, die Sie vorschlagen möchte oder Sie laden es auf folgender Seite der DFG herunter:

- dort zu finden am Ende der Seite.

Ich war bereits für zwei Amtsperioden in einem Fachkollegium bzw. in unterschiedlichen Fachkollegien Mitglied, kann ich trotzdem erneut kandidieren?

Nein, das ist leider nicht möglich. Wer bereits während zwei Amtsperioden Mitglied eines Fachkollegiums war, ist nach § 1 Nr. 2 WahlO nicht wiederwählbar. Denn eine Wiederwählbarkeit ist immer dann ausgeschlossen, wenn eine Wissenschaftlerin oder ein Wissenschaftler seit Einführung des Fachkollegiensystems (mit der Wahl 2003) insgesamt in zwei Amtsperioden Mitglied im Fachkollegium war. Dabei spielt es keine Rolle, wie lange die Amtszeit innerhalb einer Amtsperiode gedauert hat und ob die Amtsperioden unmittelbar aufeinander folgten oder nicht. Dementsprechend hilft weder eine Pause zwischen noch nach zwei absolvierten Amtsperioden.

Ich war vor der Fachkollegienwahl 2003 Mitglied eines DFG-Fachausschusses und nach der Fachkollegienwahl 2003 während einer Amtsperiode Mitglied eines Fachkollegiums. Wird meine Zeit in dem DFG-Fachausschuss mitgerechnet, sodass ich nicht mehr kandidieren kann?

Nein. Die Tätigkeit als Fachgutachter in einem DFG-Fachausschuss wird für die Frage der Wiederwählbarkeit von Fachkollegien-Mitgliedern nicht angerechnet. D.h., wer eine Periode als Fachgutachter und eine Periode als Fachkollegiatin oder Fachkollegiat tätig war, kann noch einmal kandidieren (vgl. § 1 Nr. 2 S. 4 WahlO).