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FAQ: Erkenntnistransfer

Häufig gestellte Fragen

Transferprojekte müssen auf Ergebnissen DFG-geförderter Vorhaben basieren. Die konkreten Vorarbeiten sind im Antrag auszuführen.

  • Transferprojekte in der Einzelförderung, Schwerpunktprogrammen und Forschergruppen: Transferprojekte können jederzeit beantragt werden, sobald Ergebnisse aus geförderten DFG-Projekten vorliegen und im Allgemeinen auch noch nach Beendigung des betreffenden DFG-Projektes. Transfer von Ergebnissen aus länger zurückliegenden DFG-Projekten sollte allerdings vor der Antragstellung mit den für Transferprojekte zuständigen Ansprechpersonen abgestimmt werden.

  • Transferprojekte in Sonderforschungsbereichen, SFB-/Transregios und Graduiertenkollegs: In diesen Förderverfahren müssen Transferprojekte während der Laufzeit des jeweiligen Gesamtvorhabens beantragt werden. In Sonderforschungsbereichen und SFB/Transregio können Transferprojekte auch schon im Einrichtungsantrag beantragt werden.


Hier gelten die allgemeinen Regeln für die Antragsberechtigung der jeweiligen DFG-Förderverfahren. Personelle Kontinuität durch den Antragsteller bzw. die Antragstellerin oder einen der geförderten Mitarbeitenden sollte vor dem Hintergrund der erworbenen fachlichen Kompetenz und der entstandenen Verwertungsrechte an den Ergebnissen aus dem vorausgegangenen DFG-Projekt insbesondere in Einzelvorhaben gewährleistet sein.

Die zu beantragenden Mittelkategorien entsprechen dem Förderverfahren, in dem der Antrag eingereicht wird. Im Rahmen eines Transferprojekts erhalten nur die wissenschaftlichen Partner Fördermittel durch die DFG.

Hinweis: Anwendungspartner können ihren Beitrag ggf. mit Fördermitteln Dritter (z.B. durch Stiftungen, Wirtschaftsförderer o.ä.) ergänzen. Dies muss im Antrag dargelegt werden. In diesem Fall bitten wir vor der Antragstellung um Rücksprache mit den für Transferprojekte zuständigen Ansprechpersonen in der DFG-Geschäftsstelle.


Jedes Unternehmen aus der Wirtschaft und jede Einrichtung aus dem nichtgewerblichen Bereich (gemeinnützige privatrechtliche Einrichtung oder Einrichtung aus dem öffentlichen Bereich) kann Anwendungspartner sein.

Es wird erwartet, dass die Anwendungspartner die Endnutzer der Projektergebnisse sind. Transferstellen bzw. Transfer GmbHs von Forschungseinrichtungen kommen daher nicht als Anwendungspartner im Rahmen der Erkenntnistransfer-Förderung in Betracht.

Forschungseinrichtungen, die bei der DFG antragsberechtigt sind, können gegebenenfalls Anwendungspartner in einem Transferprojekt sein; in diesem Fall können Sie allerdings nicht im selben Projekt gleichzeitig der wissenschaftliche Partner sein. Falls Sie Fragen hinsichtlich der Eignung des vorgesehenen Anwendungspartners für ein Transferprojekt haben, setzen Sie sich bitte vor der Antragstellung mit Frau Christiane Mohren in Verbindung.


Ausländische Unternehmen und öffentliche Einrichtungen können Anwendungspartner sein. Bei der Begutachtung wird besonderes Augenmerk auf den spezifischen Mehrwert in dieser Kooperation gelegt.

Transferprojekte sind Kooperationsprojekte, zu denen sowohl der wissenschaftliche Partner als auch der Anwendungspartner beitragen. Der Beitrag des Anwendungspartners dokumentiert die Bedeutung der zu erwarteten Ergebnisse für die Anwendungsseite. Deshalb wird eine Beteiligung erwartet, die diese Bedeutung in angemessener Weise widerspiegelt.

Den Kern eines Transferprojekts bildet das gemeinsame Arbeitsprogramm von dem wissenschaftlichen Partner mit dem Anwendungspartner. Damit die Gutachter die angemessene Eigenleistung des Anwendungspartners, insbesondere die inhaltliche und personelle Beteiligung, beurteilen können, ist diese im Arbeitsprogramm darzulegen. Aus dem Arbeitsprogramm muss deutlich werden, mit welchen Arbeitszeitanteilen (z.B. Angabe in Personen-Monaten) die genannten Mitarbeiter des Anwendungspartners an den einzelnen Arbeitspaketen beteiligt sind und welche Aufgaben diese konkret übernehmen. Der inhaltliche und personelle Beitrag kann durch Sach- oder Investitionsmittel ergänzt werden.

Hinweis: Anwendungspartner können ihren Beitrag ggf. mit Fördermitteln Dritter (z.B. durch Stiftungen, Wirtschaftsförderer o.ä.) ergänzen. Dies muss im Antrag auch dargelegt werden. In diesem Fall bitten wir vor der Antragstellung um Rücksprache mit den für Transferprojekte zuständigen Ansprechpersonen in der DFG-Geschäftsstelle.


Ja, wenn dies für die Bearbeitung des Transferprojektes notwendig ist. Hier sollte nach Möglichkeit ein gemeinsamer Kooperationsvertrag zwischen allen beteiligten Partnern geschlossen werden.

Projekte, die den Charakter von Modellprojekten oder Feldforschung haben, und damit eher einen Schwerpunkt auf eine wissenschaftliche Untersuchung legen, sind als Transferprojekte meist nicht geeignet, da in diesen die Überführung von Forschungsergebnissen in die Praxis unter aktiver Mitwirkung des Anwendungspartners im Zentrum stehen muss. Transferprojekte sollten z.B. nicht die Evaluation von Konzepten oder Materialien bzw. das Durchführen entsprechender Studien in Schulen in ihren Mittelpunkt stellen.

Projekte, die ausschließlich Öffentlichkeitsarbeit zum Gegenstand haben, können nicht als Transferprojekt gefördert werden. Solche Projekte dienen vorrangig der Darstellung von Forschungsergebnissen und stellen in der Regel eine einmalige Aktivität dar, wie z.B. die Bereitstellung von CDs, DVDs und Broschüren oder die Realisierung einer Ausstellung. Für Öffentlichkeitsarbeit können entsprechende Mittel sowohl im Rahmen von Sachbeihilfe-Anträgen als auch von Sonderforschungsbereichen beantragt werden (s. DFG-Vordruck 52.07 (Sachbeihilfe) bzw. DFG-Vordruck 60.04 (Sonderforschungsbereiche).


Ein Kooperationsvertrag regelt den Beitrag der Kooperationspartner, die Berichtspflicht und die Publikations- und Nutzungsrechte. Er ist Bestandteil des Antrags auf Transferförderung und Voraussetzung für die Bearbeitung des Antrages.

Der Kooperationsvertrag wird in der DFG-Geschäftsstelle geprüft und ist nicht Gegenstand der Begutachtung.

Die DFG stellt allen Antragstellern jeweils ein Vertragsmuster für gewerbliche Anwendungspartner und Anwendungspartner aus dem nichtgewerblichen Bereich zur Verfügung (DFG-Vordruck 41.026 und 41.026a). Ein mit der DFG abgestimmter Kooperationsvertrag ist Voraussetzung für eine Antragstellung.

Es ist das jeweils aktuelle Vertragsmuster zu verwenden. Falls dies nicht möglich sein sollte und abweichende Regelungen getroffen werden müssen, können diese gerne schon vor der Einreichung des Antrags mit der Geschäftsstelle der DFG abgestimmt werden.


Die Arbeiten in einem Transferprojekt sind auf den vorwettbewerblichen Bereich beschränkt. Im Rahmen eines Transferprojekts ist nur eine Entwicklung bis zum „Prototyp“ möglich.

Im nichtgewerblichen Bereich kann der Begriff „Prototyp“ als „beispielhafte Entwicklung und Anwendung“ interpretiert werden.

Transferprojekte sollten nicht als fortzusetzende Projekte geplant werden. Fortsetzungen sind nur in Ausnahmefällen möglich. Wenden Sie sich bitte dazu an Ihre zuständige Ansprechperson in der DFG-Geschäftsstelle.

Ja, das ist grundsätzlich möglich. Hierbei ist zu beachten, dass der Kooperationsvertrag zwischen Anwendungspartner und der „alten“ Universität bzw. Forschungseinrichtung geschlossen wurde. Eine Umschreibung der Projektmittel des Transferprojektes kann daher erst erfolgen, wenn eine Ergänzung bzw. ein Nachtrag zum bestehenden Kooperationsvertrag vorgelegt wird, in dem die Rechte und Pflichten zwischen „alter“ und „neuer“ Universität und dem Anwendungspartner geregelt sind. Ein entsprechender Vertragsentwurf kann Ihnen auf Nachfrage zugesandt werden.

In einem solchen Fall rufen Sie uns bitte an, um die verbleibenden Möglichkeiten auszuloten.

Bei allgemeinen Fragen ist Christiane Mohren (erkenntnistransfer@dfg.de) Ihre erste Ansprechpartnerin.

Bei Fragen zu fachlichen Aspekten oder bei Transferprojekten im Rahmen von Sonderforschungsbereichen und Graduiertenkollegs wenden Sie sich an die jeweils zuständigen Ansprechpersonen.


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