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Global Research Council (GRC)

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Global Research Council (GRC)

Der GRC ist ein freiwilliger, informeller Zusammenschluss der Präsidenten und Vorsitzenden von Forschungs- und Forschungsförderorganisationen (Heads of Research Councils) aus der ganzen Welt.

Er wurde 2012 im Rahmen des „Global Summit on Merit Review“ in Washington, DC, gegründet, der von der amerikanischen National Science Foundation (NSF) ausgerichtet wurde.

Maßgeblich beteiligt an der Gründung waren der ehemalige NSF-Direktor Dr. Subra Suresh und der damalige DFG-Präsident Professor Dr.-Ing. Matthias Kleiner.

Der GRC repräsentiert das Gros der öffentlichen, nicht direkt von Regierungen getragenen Forschung und Forschungsförderung und will die internationale Kooperation in der Forschung und zwischen Forschungsförderorganisationen stärken. Durch regelmäßige vorbereitende Konferenzen in den verschiedenen Weltregionen und sein Jahrestreffen bietet er ein Forum, aktuelle Fragen, die sich durch die Globalisierung und die Internationalisierung von Wissenschaft und Forschung sowie deren Förderung ergeben, zu diskutieren und die Ergebnisse in gemeinsame Empfehlungen einfließen zu lassen.

Die Regionalkonferenzen und Jahrestreffen bieten darüber hinaus eine Plattform für den Austausch von Erfahrungen und „best practices“, die sich neu entwickelnden Systemen als Anhaltspunkte für den Aufbau neuer Strukturen und Verfahren dienen können.

Jahrestreffen 2017

Jahrestreffen des Global Research Council in Ottawa, Kanada

Auf Einladung des kanadischen Natural Sciences and Engineering Research Council (NSERC) und des peruanischen Consejo Nacional de Ciencia, Tecnología e Innovación Tecnológica (CONCYTEC) sind vom 29. bis 31. Mai 2017 die Spitzen von etwa 50 Forschungsförderorganisationen aus der ganzen Welt zum sechsten Jahrestreffen des Global Research Council (GRC) im kanadischen Ottawa zusammengekommen. Als eine der Gründungsorganisationen des GRC ist die DFG seit 2012 dabei – vertreten durch ihren Präsidenten, Professor Peter Strohschneider.

Bei dem diesjährigen Treffen blickten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer nicht nur zurück, sondern richteten ihren Blick auch auf zukünftige Aufgaben, Strukturen und Betätigungsfelder. Wichtigen Input gab eine Foresight Studie, die auf dem Annual Meeting 2016 in Neu Delhi beschlossen wurde. Sie zeigt deutlich, dass die Zusammenarbeit im Rahmen des GRC auch weiterhin von dem freiwilligen Engagement der teilnehmenden Förderorganisationen abhängen wird, denn der GRC ist und bleibt zunächst vor allem ein freiwilliger, informeller („virtueller“) Zusammenschluss der Spitzen von Forschungs- und Forschungsförderorganisationen aus der ganzen Welt.

Wie bei jedem der jährlichen Treffen gab es auch in Ottawa zwei Schwerpunktthemen, die auf den Regionaltreffen im Herbst und Winter vorbereitet worden waren: „The Interplay Between Fundamental Research and Innovation“ und "Strengthening Capacity and Connectivity Among Research Councils Worldwide”.

Zum ersten Thema lag ein „Statement of Principles“ vor, das vor allem die Vertreterinnen und Vertreter von Förderorganisationen aus Entwicklungs- und Schwellenländern als wegweisend und bedeutend würdigten. Das Papier versucht, das Verhältnis von Grundlagenforschung und Innovation neu zu bestimmen und deren komplexen Wechselwirkungen zu beschreiben. Dabei steht es unter dem Eindruck der Diskussion über „impact“ und die gesellschaftliche und wirtschaftliche Relevanz öffentlich geförderter Forschung und geht über ein 2015 verabschiedetes Dokument zur Förderung wissenschaftlicher Durchbrüche hinaus. Organisationen aus Ländern, in denen Forschung eher in themenorientiert und mit direktem Anwendungsbezug gefördert wird, lobten den differenzierten Blick auf die Wechselwirkung beider Bereiche und bezeichneten das Papier als besonders hilfreich.

Mit dem zweiten Thema adressierte das Jahrestreffen Länder, deren Wissenschaftssysteme im Aufbau begriffen sind oder die sich derzeit umorientieren. Hierzu entstand ein Bündel von Maßnahmen für gute Strukturen und Verfahren, das die Zusammenarbeit der am GRC teilnehmenden Organisationen intensivieren, ihre Kommunikation untereinander verbessern und auch gemeinsame Förderaktivitäten ermöglichen soll. Es wird unterstützt vom kanadischen International Development Research Center (IDRC).

Im Vorfeld des GRC-Jahrestreffens wählten die europäischen Kolleginnen und Kollegen DFG-Präsidenten Strohschneider als Mitglied des Governing Board des GRC wieder. Neu gewählt in das Governing Board wurde zudem der Präsident der National Science Foundation of China (NSFC), Yang Wei. Die Amtszeit beträgt jeweils drei Jahre. Das Governing Board ernannte zudem Michael Bright, Associate Director International bei Research Councils UK zum neuen Executive Secretary. Er folgt auf Dr. Rainer Gruhlich, Referent in der Gruppe Internationale Zusammenarbeit der DFG-Geschäftsstelle, der als Leiter des DFG-Büros Nordamerika zum August 2017 nach Washington, DC wechseln wird.

Im Rahmen des Jahrestreffens traf sich Strohschneider auch mit dem Präsidenten der NSERC, Dr. B. Mario Pinto. Die beiden beschlossen einen Ausbau der gemeinsamen Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses.

Das nächste Jahrestreffen des GRC ist im Mai 2018 in Moskau. Auf Einladung der Russian Foundation for Basic Research (RFBR) und der südkoreanischen National Research Foundation (NRF) werden die Teilnehmerinnen und Teilnehmer das Verhältnis von Wissenschaft und Diplomatie diskutieren und mit Fragen zum „Peer Review“-System ein Thema wieder aufgreifen, das den GRC schon im Jahr seiner Gründung 2012 beschäftigt hat.

Regionaltreffen 2016/2017

Wie in den Vorjahren engagierte sich die DFG auch im Herbst 2016 im Rahmen der weltweiten Regionaltreffen des Global Research Council (GRC), die diesmal der Vorbereitung des Annual Meetings 2017 in Ottawa dienten. Die Regionaltreffen werden durch den Executive Secretary koordiniert, der seit Mitte 2016 in der Person von Dr. Rainer Gruhlich von der DFG gestellt wird. Im Vordergrund standen die beiden Diskussionsthemen, über die die Spitzen von mehr als 70 Förder- und Forschungsorganisationen auf dem Jahrestreffen in Ottawa abschließend beraten werden: „Capacity building and connectivity among granting agencies worldwide“ und „The dynamic interplay between fundamental research and innovation“. Während das Jahrestreffen von dem Natural Sciences and Engineeering Research Council of Canada (NSERC) in Kooperation mit CONCYTEC, Peru, und dem kanadischen International Development and Research Centre (IDRC) ausgerichtet wird, bot sich für die DFG im Rahmen der Regionaltreffen die Gelegenheit, besondere Akzente zu setzen.

Beide Themen, die dynamische Wechselwirkung von Grundlagenforschung und Innovation und die Bildung von Kapazitäten und die Vernetzung von Förderorganisationen, sind besonders Entwicklungs- und Schwellenländern von Relevanz, deren Wissenschaftssysteme noch im Aufbau begriffen sind und die sich vom GRC Unterstützung beim Aufbau von Strukturen und Verfahren erhoffen. So wurden beide Themen nicht selten auch aufeinander bezogen diskutiert – etwa bei dem Regionaltreffen für Nord- und Südamerika, das Ende Oktober 2016 erstmals in Buenos Aires stattfand, ausgerichtet von der der argentinischen Förderorganisation CONICET. An diesem Treffen nahm neben Dr. Rainer Gruhlich als Executive Secretary auch die Leiterin des DFG-Auslandsbüros Lateinamerika, Dr. Kathrin Winkler, teil.

Das europäische Regionaltreffen, das vom Schweizerischen Nationalfonds in Kooperation mit Science Europe Anfang November in Küsnacht bei Zürich ausgerichtet wurde und traditionell das größte aller Regionaltreffen ist, nahm vor allem auf den Wert der Grundlagenforschung für Innovation in den Blick und stellte auf der Grundlage eingespielter regionaler und gesamteuropäischer Kooperationen Instrumente für eine „toolbox“ zusammen, die – wie z.B. Personalaustausch, Mentoringprogramme oder thematische Arbeitsgruppen – Förder- und Forschungsorganisationen beim Aufbau von Kapazitäten unterstützen können. Für die DFG nahmen an diesem Regionaltreffen neben Dr. Rainer Gruhlich als Executive Secretary des GRC auch Dr. Markus Behnke aus der Abteilung für fachliche Fragen der Forschungsförderung und Dr. Beate Wilhelm teil, die die Zusammenarbeit mit Afrika betreut.

Das Regionaltreffen für die Region Asien-Pazifik fand im November 2016 in Kuala Lumpur, Malaysia, statt. Traditionell das zweitgrößte Regionaltreffen, war es diesmal von der Malaysian Industry-Government Group for High Technology (MIGHT) organisiert worden – Gastgeber war der Science Advisor to the Prime Minister, Professor Zakri Abdul Hamid. Besonders thematisiert wurde hier die Rolle von Wissenschaft und Wissenschaftsorganisationen in der Gesellschaft, und zwar bezogen auf Grundlagenforschung ebenso wie auf ihren zu messenden „impact“ im Hinblick auf Innovation. Hier machten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer auch das größte Potential zur Zusammenarbeit von Forschungsförderorganisationen aus, wie sie der GRC unterstützt.

Die DFG engagiert sich bereits seit dem von ihr im Jahr 2012 ausgerichteten Jahrestreffen in Berlin für die volle Einbindung des afrikanischen Kontinents in den Global Research Council (GRC). So unterstützte sie zusammen mit der National Research Foundation Südafrikas die Regionaltreffen in Stellenbosch (2014) und Swakopmund (2015) sowohl in organisatorischer, als auch in finanzieller Hinsicht und lud deutsche und afrikanische Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler zu begleitenden akademischen Symposien ein. Ihr Afrika-Konzept entwickelte die DFG auch aus der Erfahrung mit den GRC-Regionaltreffen der letzten Jahre. Es zielt darauf ab, Rahmenbedingungen zu vereinbaren, um Forschungskooperationen zwischen Wissenschaftlern und ihre Förderung zu erleichtern, Potentiale für Forschungskooperationen aber auch zu identifizieren und anzuregen. Zu diesem Zweck richtete die DFG am Rande des Regionaltreffens im November 2016 in Maputo zusammen mit dem Fundo Nacional De Investigacao (FNI) Mozambiques und der National Research Foundation (NRF) aus Südafrika abermals ein zweitägiges akademisches Symposium aus, diesmal zur Förderung der internationalen Kooperation in den Agrarwissenschaften. Dazu waren neben Dr. Beate Wilhelm auch der Leiter der Gruppe Internationale Zusammenarbeit, Dr. Jörg Schneider, auch die in der Abteilung für fachliche Fragen der Forschungsförderung für dieses Fachgebiet zuständige Programmdirektorin, Dr. Patricia Schmitz-Möller sowie von der DFG zu Gesprächen mit afrikanischen Kooperationspartnern eingeladene Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Deutschland teil. Um den Aufbau von Kapazitäten zu unterstützen und afrikanische Förderorganisationen beim Aufbau von Strukturen und Verfahren zu helfen, beteiligt sich die DFG zudem seit 2015 an der sog. „Science Granting Councils Initiative“, einer Initiative der südafrikanischen NRF in Kooperation mit dem kanadischen IDRC, das auch an der Ausrichtung des GRC-Jahrestreffens 2017 in Ottawa beteiligt ist.

Der Reigen der GRC-Regionalkonferenzen wurde abgeschlossen durch das Regionaltreffen für den Mittleren Osten und Nordafrika, das Anfang Januar 2017, ausgerichtet von CNRST (Marokko) in Kooperation mit KACST (Saudi-Arabien), Vertreterinnen und Vertreter von Förderorganisationen aus der arabischen Welt erstmals in Nordafrika zusammenbrachte. In der Hauptstadt Marokkos war man sich einig, dass eine „Innovationskultur“ auch auf sozialen Voraussetzungen wie dem Bildungsgrad der Bevölkerung aufbauen müsse und dass eine unkritische Übernahme von Programmen zur Innovationsförderung aus anderen Weltregionen zu vermeiden. Vielmehr wurde betont, dass die gemeinsame Förderung von Forschungsfeldern, die von Interesse für die gesamte Region sind, Priorität haben müsse und dass von dieser gemeinsamen Förderung auch positive Wirkungen im Hinblick auf den Aufbau von Kapazitäten ausgingen. Unterstützt von der DFG wird unter der Federführung der Qatar National Science Foundation im März 2017 dazu ein Workshop in Qatar stattfinden, um die multilaterale Zusammenarbeit in der Region voranzutreiben.

Das International Steering Committee, dem Vertreter aller Gastgeberorganisationen sowie Dr. Rainer Gruhlich als Executive Secretary und Dr. Jörg Schneider als Vorsitzender der Executive Support Group angehören, hat auf seiner Sitzung Ende Januar in Lima, Peru, die Ergebnisse der fünf Regionaltreffen diskutiert und auf ihrer Grundlage Vorschläge für konkrete Maßnahmen und Initiativen der Förderorganisationen entwickelt. Die in Lima vom ISC entworfenen Beschlussdokumente bilden die Grundlage für die Beratungen der Spitzen der im GRC zusammengeschlossenen Förder- und Forschungsorganisationen auf dem GRC Jahrestreffen Ende Mai 2017 in Ottawa.

Jahrestreffen 2016

Jahrestreffen des Global Research Council 2016 in Neu Delhi, Indien

Das 5. Jahrestreffen des Global Research Council (GRC) fand auf Einladung des Science and Engineering Research Board of India (SERB) und der britischen Research Councils (RCUK) vom 25. bis 27. Mai 2016 in Neu Delhi statt. Dazu versammelten sich wieder über 60 Spitzenvertreterinnen und -vertreter von Forschungsförder- und Forschungsorganisationen aus der ganzen Welt.

Im Mittelpunkt des Jahrestreffens stand in diesem Jahr der Stellenwert interdisziplinärer Forschung und die Prinzipien ihrer Förderung. In ihrer Abschlusserklärung bekräftigten die „Heads of Research Councils" (HORCs), Interdisziplinarität sei kein Selbstzweck, sondern vielmehr Mittel zur Erreichung von Exzellenz in der Forschung. Förderorganisationen sind aufgerufen, an der Schaffung der dafür nötigen Rahmenbedingungen mitzuwirken.

Verabschiedet wurde ebenfalls ein „Statement of Principles and Actions" zur Förderung der Gleichstellung von Frauen in Wissenschaft und Forschung. Es knüpfte an das an die Erklärung aus dem Vorjahr an, die dazu aufrief, „die besten Talente in all ihrer Diversität für Wissenschaft und Forschung zu gewinnen und zu halten" – ein Aufruf, der auch in der 2014er Abschlusserklärung des Jahrestreffens von Beijing zur bestmöglichen Unterstützung der nächsten Wissenschaftsgeneration schon implizit enthalten war. Im Hinblick auf die Gleichstellung von Frauen in Wissenschaft und Forschung verabschiedeten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer konkrete Handlungsempfehlungen, deren Umsetzung beobachtet werden soll. So fand bereits am Rande des GRC-Jahrestreffens auf Einladung der National Research Foundation of South Africa ein Workshop mit dem Titel „Exploring Practical Approaches to Applying the Gender Lens in STI in Africa" statt.

Dr Ramasamy Brakaspathy, Sekretär des Science and Engineering Research Board, drückte seine Freude darüber aus, dass so viele Spitzenvertreter von Forschungs- und Forschungsförderorganisationen der Einladung nach Neu Delhi gefolgt waren. Beide Themen seien von äußerster Wichtigkeit weltweit, sehr konkret allerdings auch in Indien, wo sich das SERB und andere Forschungsorganisationen nachdrücklich für Interdisziplinarität und Gleichberechtigung in der Forschung einsetzten.

Professor Philip Nelson, Chair of RCUK, würdigte die gemeinsame Verabschiedung der beiden Grundsatzpapiere als Basis für eine engere Zusammenarbeit von Forschungs- und Forschungsförderorganisationen weltweit auf der Basis gemeinsamer Standards und Prinzipien und als Aufruf, dafür höhere Kapazitäten über alle Förderorganisationen hinweg auszubilden. Die Einigung auf gemeinsame Standards und Prinzipien mache außerdem den großen Wert des GRC als Forum für den Austausch von „best practices" deutlich.

Zum Abschluss des GRC-Jahrestreffens in Neu Delhi übernahm Dr. Rainer Gruhlich (DFG) das Amt des Executive Secretary. Das Governing Board hatte ihn bereits im März 2016 einstimmig als Nachfolger von Dr. Graham Harrison (National Science Foundation) gewählt. Dr. Gruhlich übt das Amt bis zum Jahrestreffen 2017 in Ottawa, Kanada aus.

Außerdem wurden neu in das Governing Board gewählt:

  • Professor Michael Matlosz, Präsident, Science Europe (Wiederwahl)
  • Dr. Molapo Qhobela, CEO, National Research Foundation of South Africa
  • Professor Zakri Abdul Hamid, Secretary, National Science Council of Malaysia
  • ex officio: Gisella Orjeda, Präsidentin, CONCYTEC (Peru)

Jahrestreffen 2015

Vom 26. bis 28. Mai 2015 fand in Tokio das 4. Jahrestreffen des Global Research Council (GRC) statt. An dem Treffen, das von der Japan Society for the Promotion of Science (JSPS) zusammen mit der südafrikanischen National Research Foundation (NRF) ausgerichtet wurde, nahmen Spitzenvertreterinnen und -vertreter von über 70 Forschungsförder- und Forschungsorganisationen aus aller Welt teil, darunter ein bemerkenswerter Teil aus Subsahara-Afrika.

In einer Grußbotschaft betonte der japanische Premierminister Abe eines der zentralen An-liegen des GRC: aufbauend auf einem gemeinsamen Verständnis von Wissenschaft und ihrer wichtigsten Aufgaben, möglichst einheitliche Standards zu erarbeiten, die neue bzw. sich entwickelnde Forschungs- und Förderorganisationen beim Aufbau ihrer Strukturen und Verfahren unterstützen und so die Basis internationaler Kooperationen verbessern.

In deshalb bemerkenswert zu nennenden Erklärungen bekannten sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer zum Stellenwert freier, erkenntnisgeleiteter Forschung als wesentlicher Grundlage für gesellschaftliches und wirtschaftliches Wohlergehen, und zur Notwendigkeit und politischen Verantwortung, dafür auch entsprechende Kapazitäten auszubilden und konkrete Maßnahmen zu ergreifen. Dieser Konsens war im Rahmen der weltweit stattfindenden Regionalkonferenzen des GRC vorbereitet worden, im einmütigen globalen Bekenntnis jedoch eindrucksvoll.

Auf einem dem GRC-Jahrestreffen vorgeschalteten Symposium hatte DFG-Präsident Strohschneider zuvor nochmals für eine zweckfreie und themenoffene Grundlagenforschung plädiert. In einer vielgelobten Rede hob er dann im Rahmen des Jahrestreffens einige aus seiner Sicht zentrale, paradigmatische Probleme hervor und beleuchtete im Anschluss die sich daraus ergeben-den Potentiale für internationale Zusammenarbeit.

Jahrestreffen 2014

Das Thema „Open Access“ hat den GRC auch auf seinem 3. Jahrestreffen im Mai 2014 in Peking beschäftigt. Neben einem Bericht über weltweite Fortschritte in dieser Hinsicht berieten Spitzenvertreterinnen und -vertreter von mehr als 60 Forschungsförder- und Forschungsorganisationen über Maßnahmen, mit denen die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses auf eine gemeinsame Grundlage gestellt werden kann.

Das Treffen wurde gemeinsam von der Chinesischen Akademie der Wissenschaften (CAS) und der National Science Foundation of China (NSFC) sowie dem kanadischen Natural Sciences and Engineering Research Council (NSERC) ausgerichtet. Deutschland wurde dabei von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und deren Präsidenten Professor Dr. Peter Strohschneider vertreten, der seit 2013 auch den Vorsitz im Governing Board innehatte. Strohschneider unterstrich auf der Abschlusssitzung im Chinesisch-Deutschen Zentrum für Wissenschaftsförderung (CDZ), das von der DFG und ihrer Partnerorganisation NSFC im Jahr 2000 eröffnet wurde und seitdem einen maßgeblichen Anteil am Ausbau der wissenschaftlichen Zusammenarbeit zwischen beiden Ländern hat, die Bedeutung von Wissenschaft und Forschung für die gesellschaftliche Entwicklung und wirtschaftliche Innovationen. „Damit sie ihre Leistungsfähigkeit voll entfalten können, benötigen Wissenschaft und Forschung neben möglichst guter Förderung auch entsprechende Freiräume. Zu ihnen kann der GRC einen bedeutsamen Beitrag leisten. Bei wichtigen übergreifenden Themen wie den Prinzipien multilateraler Wissenschaftskooperation, guter wissenschaftlicher Praxis, der Nachwuchsförderung oder Open Access ermöglicht er internationale Abstimmungsprozesse, die zur weltweiten Wirksamkeit solcher Prinzipien erheblich beitragen können,“ so Strohschneider.

Jahrestreffen 2013

Das 2. Jahrestreffen des GRC fand auf Einladung der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) in Kooperation mit dem brasilianischen Nationalen Forschungsrat (CNPq) vom 27. bis 29. Mai 2013 in Berlin statt. Dazu konnten die Spitzen von rund 70 Forschungs- und Forschungsförderorganisationen aus der ganzen Welt begrüßt werden. Im Mittelpunkt des Treffens stand die Verabschiedung eines gemeinsamen Papiers zu Prinzipien guter wissenschaftlicher Praxis sowie ein Aktionsplan, um gemeinsam zu Fortschritten mit Blick auf den freien Zugang („open access“) zu wissenschaftlichen Publikationen zu kommen. Beide Dokumente waren zuvor auf den weltweit stattfindenden Regionalkonferenzen des GRC erarbeitet worden. Außerdem wurden in Berlin die Statuten des Global Research Council beschlossen.