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Zum Forschungsmarketing

Vier große Forschungs- und Förderorganisationen haben sich im Rahmen eines Verbundprojekts „Internationales Forschungsmarketing“ erstmalig zusammengeschlossen und ein gemeinsames Marketingkonzept entwickelt, um die internationale Sichtbarkeit der deutschen Spitzenforschung zu erhöhen. In dem vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) seit 2010 finanzierten Projekt werben die Alexander von Humboldt-Stiftung (AvH), der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD), die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) und die Fraunhofer-Gesellschaft im In- und Ausland gemeinsam für den Forschungsstandort Deutschland. Diese strategische Zusammenarbeit im Forschungsmarketing bündelt und nutzt die Kernkompetenzen, die internationale Expertise und die Netzwerke der vier Verbundpartner.

Das Spektrum der gemeinsamen Maßnahmen und Aktivitäten ist vielfältig und reicht von Ideenwettbewerben zur Unterstützung eigener internationaler Forschungsmarketingaktivitäten deutscher Hochschulen und Forschungseinrichtungen, Workshops zum Erfahrungsaustausch zu forschungsmarketingrelevanten Themen und Innovationsworkshops im Inland über Delegations- und Pressereisen bis zu Gemeinschaftsauftritten deutscher Hochschulen und Forschungseinrichtungen auf internationalen Fachtagungen und Karrieremessen im Ausland.

Mit diesem Verbundprojekt wurden erstmals die Rahmenbedingungen für eine systematische, koordinierte und aufeinander abgestimmte Informationsarbeit und Werbung für den Forschungsstandort Deutschland im Ausland geschaffen. Alle Maßnahmen der Verbundpartner sind Bestandteil der von verschiedenen Akteuren getragenen BMBF-Forschungsmarketinginitiative unter der Marke „Research in Germany“.

Im Rahmen des Projektes werden laufend neue zielgruppenspezifische Veranstaltungsformate und Informationsmaterialien erprobt und projektbegleitend evaluiert. Die Maßnahmen verstehen sich als Service für die deutsche Wissenschaft. Die Interessen der Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen und die Stärkung ihrer internationalen Wahrnehmung sowie die sich daraus ergebenden Potentiale sind die treibende Kraft des Projekts. In alle Maßnahmen werden deutsche Forschungseinrichtungen, Forschungsverbünde und kleine und mittlere Unternehmen (KMU) verstärkt einbezogen.

Zukünftig möchte die DFG einen Beitrag dazu leisten, weitere Akteure für das Internationale Forschungsmarketing zu gewinnen, das Forschungsmarketing deutscher Hochschulen – das von diesen in den letzten Jahren zunehmend als Handlungsfeld erkannt worden ist – durch gemeinsame internationale Aktivitäten zu befördern und einen Erfahrungsaustausch der Hochschulen untereinander anzuregen.

Folgende Maßnahmen sind hierbei im Einzelnen vorgesehen:

  • Ein Ideenwettbewerb Internationales Forschungsmarketing: Mit einem Preisgeld in Höhe von bis zu 100.000 Euro fördert die DFG im Rahmen des Wettbewerbs die Umsetzung von Konzepten deutscher Hochschulen und Forschungseinrichtungen im breiten Aktionsfeld des Internationalen Forschungsmarketings. Bewerben können sich Universitäten, forschungsstarke Fachhochschulen und außeruniversitäre Forschungseinrichtungen in Deutschland. Der Wettbewerb richtet sich auch an Forschungsinstitutionen, die erste Schritte im Bereich des Internationalen Forschungsmarketings unternehmen. Die Jury entscheidet zusätzlich über einen Sonderpreis für junge Initiativen, der mit einem Preisgeld von bis zu 75.000 Euro dotiert ist.
  • Gemeinsame Auftritte auf internationalen Fachtagungen: Zusammen mit Forschungsverbünden, Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern und Fachgesellschaften organisiert die DFG Informationsstände und Informationsveranstaltungen zur fachspezifischen Bewerbung des Forschungsstandorts Deutschland. Ziel ist eine Herausbildung fachspezifischer Netzwerke zum Zweck der fachlichen Bewerbung des Forschungsstandorts Deutschland und auch eine Erprobung neuer Forschungsmarketingformate.
  • Themenorientierte Workshops: In den kommenden Jahren laden Workshops der DFG zum Austausch über verschiedenen praxisrelevante Forschungsmarketingthemen, wie Auftritte auf internationalen Fachtagungen, Entwicklung und Professionalisierung von eigenen Forschungsmarketingkonzepten, ein.
  • Forum Internationales Forschungsmarketing: Das sogenannte „Forum“ unter Federführung der DFG bringt Akteure des Internationalen Forschungsmarketings unterschiedlicher fachlicher und institutioneller Provenienz zusammen. Im Forum können Expertinnen und Experten, die in ihrem beruflichen Umfeld mit Facetten des Internationalen Forschungsmarketing befasst sind, an der Weiterentwicklung und Verbreitung erfolgversprechender Konzepte mitwirken.
  • Entwicklung von fach- und zielgruppenspezifischen Informationsprodukten: Die einzelnen Broschüren bieten u.a. einen ersten Überblick über fachspezifische Forschungslandschaften in Deutschland