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Gelungener „Research in Germany“-Auftritt auf der AGU 2017 in New Orleans

Insgesamt 18 Forschungs- und Graduierteneinrichtungen, drei Förderorganisationen und mehrere Zusatzveranstaltungen zogen zahlreiche Besucherinnen und Besucher an und sorgten für umfangreiche Einblicke in die Möglichkeiten und Aktivitäten der deutschen Geowissenschaften

Erstes AGU Fall Meeting in der quirligen US-Südstaaten Metropole New Orleans
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Erstes AGU Fall Meeting in der quirligen US-Südstaaten Metropole New Orleans

© DFG

(20.12.17) Erstmals in ihrer Geschichte tagte die American Geophysical Union für ihre Jahrestagung nicht in San Francisco, sondern in New Orleans. Passend zu diesem „Traditionsbruch“ erwies sich die quirlige Metropole im Süden der USA auch nicht wie eine gewöhnliche Stadt zur Vorweihnachtszeit. Statt Weihnachtsmänner säumten tanzende Krokodile die Straßenränder, neben Weihnachtsmusik erklangen Marching Bands und Jazz. Der Szenenwechsel tat der Attraktivität der beliebten Konferenz keinen Abbruch. Erneut kamen mehr als 20.000 Geowissenschaftlerinnen und Geowissenschaftler aus aller Welt zum fachlichen Austausch zusammen. Ein passendes Setting, um die deutsche geowissenschaftliche Forschungslandschaft bunt und vielfältig zu präsentieren.

In der weitläufigen Ausstellungshalle war der großflächige und offen gestaltete „Research in Germany“-Gemeinschaftsstand weithin sichtbar. Dort waren neben den Förderorganisationen American Friends of AvH, DAAD und DFG drei geowissenschaftliche Exzellenzcluster (CliSAP, MARUM und The Future Ocean), drei Helmholtz-Institute (AWI, GEOMAR und GFZ), sowie mehrere Sonderforschungsbereiche, Schwerpunktprogramme und Graduiertenkollegs persönlich vertreten. Zusammengenommen konnten die Einrichtungen nicht nur über ihre eigene Arbeit, sondern über Promotions-, Forschungs-, Beteiligungs- und Karrieremöglichkeiten in der ganzen fachlichen Breite und deutschlandweit informieren. Die umfangreiche Beratungspalette wurde von den internationalen Konferenzbesucherinnen und -besuchern sehr gut angenommen. Die meisten suchten einen intensiven Austausch mit mehreren Einrichtungen und kamen, zum Teil wiederholt, mit detaillierten Nachfragen an den Stand. Aber auch andere Aussteller fragten interessiert nach der „Research in Germany“-Initiative und es gab weitere deutsche Forschungseinrichtungen, die sich nach der Möglichkeit erkundigten, im kommenden Jahr ebenfalls am „Research in Germany“-Stand mit vertreten zu sein.

Links zu allen Standbeteiligten:

Um weitere Informationen zum geowissenschaftlichen Forschungsstandort Deutschland zu vermitteln und den Standauftritt weiter zu beleben, fanden zahlreiche Zusatzveranstaltungen am „Research in Germany“-Gemeinschaftsstand statt. Den Anfang machte eine originelle Vortragsveranstaltung zum Thema „Serendipity in Science“. Hier berichteten Dr. Martina Baum, The Future Ocean, und Dr. Christoph Waldmann, MARUM, abwechslungsreich und anschaulich über unverhoffte Zufälle in ihren eigenen Forschungen. Das ungewöhnliche Thema sprach die Ausstellungsbesucherinnen und -besucher an und eröffnete kurzweilige Gespräche über ähnliche Erfahrungen. Auch eine Vorschau auf das geplante Programm des im Jahr 2019 vom GFZ und anderen in Berlin ausgerichteten Young Earth Scientists Congress (YES) fand regen Anklang. So erkundigte sich eine junge Wissenschaftlerin aus Mexiko nach den Teilnahmebedingungen und der Möglichkeit, eigene Themen in die Konferenz mit einbringen zu können.

Die Präsentation des YES-Kongress fand im Rahmen des so genannten „Career Events“ am „Research in Germany“-Stand statt. Dieses sollte gezielt die Möglichkeit geben, sich vertiefend über Forschungs- und Fördermöglichkeiten in Deutschland zu informieren und wurde von weiteren Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern der am Stand vertretenen Forschungseinrichtungen mit „Sprechstunden“ und Austauschmöglichkeiten unterstützt. Den Höhepunkt des „Career Events“ bildete eine Präsentation der Bonner Meteorologin und Sonderforschungsbereichskoordinatorin Dr. Insa Thiele-Eich. Insa Thiele-Eich ist eine der beiden letzten Kandidatinnen des deutschlandweiten Wettbewerbs „Die Astronautin“, die auf eine Reise ins Weltall vorbereitet werden, um als erste deutsche Astronautin an einer Forschungsreise zur Internationalen Raumstation ISS teilzunehmen. Zahlreiche Konferenzbesucherinnen und Konferenzbesucher nahmen die Gelegenheit war, mehr über Voraussetzungen und Trainingsmethoden einer Astronautenausbildung zu erfahren und folgten gebannt den mitreißenden und zum Teil auch sehr emotionalen Schilderungen von Insa Thiele-Eich. „It was such an intense experience, I don’t think I will ever forget that“, fasste sie ihre bisherigen Erfahrungen zusammen. Auch nach Ende des „offiziellen“ Beitrags bleiben noch einige am Stand, um sich weitergehend auszutauschen und noch mehr auch über die alltägliche Seite des Themas zu erfahren.

Über die Veranstaltungen am „Research in Germany“-Gemeinschaftsstand fand auch in diesem Jahr im Rahmen der AGU wieder eine geowissenschaftliche DFG Leibniz Lecture in Verbindung mit einem German Social statt. Trotz des neuen Konferenzstandorts kamen über 150 Personen zum Vortrag. Im Anschluss konnte man sich in entspannter Atmosphäre vertiefend austauschen und vernetzen.

Wie in den vergangenen Jahren zeigte auch der „Research in Germany“-Auftritt auf der diesjährigen AGU die vielfältigen Möglichkeiten und Aktivitäten des deutschen geowissenschaftlichen Forschungsstandorts. Wenn im Jahr 2018 die Konferenz in der US-Hauptstadt Washington stattfinden wird, wir „Research in Germany“ erneut mit einem Gemeinschaftsstand vertreten sein – und mit weiteren Akteuren.

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