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Die DFG in Europa

Das Ziel der DFG ist es, sich durch den Ausbau der bi- und multilateralen Beziehungen gemeinsam mit ihren Partnern für hohe Standards im wissenschaftlichen Wettbewerb und in der Begutachtungspraxis gemeinsame Förderformen zu entwickeln und grenzüberschreitende Forschungskooperationen flexibel und wissenschaftsnah für Personen und Projekte auf höchstem Qualitätsniveau zu ermöglichen. Europa als ein politisch-ökonomischer Raum ohne Grenzen und mit freier Mobilität erlaubt auch eine alltägliche Vernetzung der Wissenschaft. Gerade dieser Alltagsaspekt erfordert die Entwicklung der besten Bedingungen zur gemeinsamen Forschungsförderung.
Als zentrale nationale Förderorganisation arbeitet die DFG eng mit ihren europäischen Partnerorganisationen zusammen, um verschiedene Ansätze und Ebenen der Forschungsförderung miteinander zu verbinden.

Die DFG setzt als Selbstverwaltungsorganisation der Wissenschaft auf der europäischen Ebene Impulse, die über die Ebene des Förderhandelns hinausgehen: Neben den Mitgliedsstaaten und der Europäischen Union ist die Wissenschaft selbst eine gestaltende Kraft und muss durch eine starke Selbstorganisation unterstützt werden. Gleichzeitig soll die positive und produktive Vielfalt der verschiedenen nationalen Wissenschaftssysteme in Europa zur Gestaltung eines wissenschaftsorientierten Europäischen Forschungsraums genutzt werden. Mit diesen Zielen engagiert sich die DFG in der Dachorganisation der größten europäischen Wissenschaftsorganisationen Science Europe.

Organisationen

Science Europe (SE)

Science Europe ist eine Vereinigung der wichtigsten Forschungs- und Förderorganisationen auf dem Gebiet der Grundlagenforschung in Europa mit Sitz in Brüssel und wurde im Jahr 2011 gegründet. Das prioritäre Ziel von Science Europe ist es, die wissenschaftsbezogenen Belange und Interessen der erkenntnisgeleiteten Forschung in der European Research Area (ERA) durch die unmittelbare Zusammenarbeit mit wichtigen Partnern zu vertreten. Science Europe wird somit, auf Basis der Kompetenzen ihrer Mitglieder, die Kooperationen zwischen diesen verstärken und sich insbesondere dadurch als dritte Kraft - der Wissenschaft -, neben Europäischer Kommission und den Mitgliedsstaaten im Europäischen Forschungsraum darstellen.

European Research Council (ERC)

Der ERC ist eine von der EU im Jahr 2007 gegründete Institution zur Förderung der Grundlagenforschung in Europa. Die DFG hat den ERC aufgrund seiner Leitprinzipien von Beginn an unterstützt: Exzellenz als alleiniges Förderkriterium, ein unabhängiges und transparentes Peer-Review-Verfahren sowie ein themenoffener „bottom-up“ Ansatz. Da der ERC eine wissenschaftsgesteuerte Organisation ist, werden seine Leitprinzipien durch den Wissenschaftlichen Rat (Scientific Council), der sich aus 22 international anerkannten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern zusammensetzt, gewährleistet. Zudem legt der Wissenschaftliche Rat die Leitlinien für die Begutachtung und Förderung fest.

Die DFG betrachtet den ERC als Partner in Europa, dessen Aufbau und Entwicklung sie aktiv begleitet. Insbesondere während der Aufbauphase des ERC im 7. EU-Forschungsrahmenprogramm (2007-2013) hat die DFG als Teil der Nationalen Kontaktstelle für den ERC zur Etablierung der ERC-Förderung in Deutschland beigetragen. Die Nationale Kontaktstelle informiert und berät zu den Förderprogrammen des ERC und unterstützt Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler bei der Antragstellung. Seit 2014 nimmt neben dem EU-Büro des BMBF die Kooperationsstelle EU der Wissenschaftsorganisationen (KoWi, eine von der DFG finanzierte Serviceeinrichtung zur EU-Forschungsförderung) die Aufgaben der ERC-NKS wahr.

Unterstützung durch die NKS

Die Nationale Kontaktstelle (NKS) wurde von 2007 bis 2013 gemeinsam von der DFG und dem EU-Büro des BMBF getragen. Die Nationale Kontaktstelle informiert und berät zu den Förderprogrammen des ERC und unterstützt Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler bei der Antragstellung. Dies gilt insbesondere für Forscher und Forscherinnen im Ausland, die einen ERC-Grant zusammen mit einer deutschen Gasteinrichtung beantragen wollen.

Das Angebot der NKS umfasst:

  • Informationsveranstaltungen und Workshops
  • Interview-Training
  • individuelle Antragsberatung
  • Beratung vor Ort

Weitere Informationen finden Sie hier:

Kooperationsstelle EU der Wissenschaftsorganisationen (KoWi)

Die „Kooperationsstelle EU der Wissenschaftsorganisationen“ (KoWi) ist die gemeinsame Serviceplattform der im „Verein zur Förderung der europäischen und internationalen wissenschaftlichen Zusammenarbeit e.V.“ zusammengeschlossenen großen deutschen Wissenschaftsorganisationen. Als „Hilfseinrichtung der Forschung“ wird KoWi von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG), auch Vorsitzende des Vereins, finanziert. KoWi unterhält Büros in Bonn und Brüssel.

Weitere Informationen zur KoWi finden Sie unter:

Positionspapiere

Science Europe Statement on the European Research Area (2012)

Anlässlich der Unterzeichnung eines "Joint Statement on the European Research Area (ERA)" mit der Europäischen Kommission und anderen Akteuren hat Science Europe das eigene Engagement zur Stärkung des Europäischen Forschungsraums durch den direkten Dialog mit den wichtigsten Partnern sowie durch Unterstützung der Kooperation und Koordination der Mitgliedsorganisationen bekräftigt.

Die Internationalisierungsstrategie der DFG (März 2012)

Die Internationalisierung der Wissenschaft ist der DFG ein zentrales Anliegen. Sie sieht es als eine ihrer Kernaufgaben an, die internationale Zusammenarbeit überall dort bestmöglich zu unterstützen, wo es die Forschung selbst verlangt. Vor diesem Hintergrund erläutert die DFG in ihrer Internationalisierungsstrategie sowohl die Leitlinien ihres internationalen Handelns als auch die konkreten Ziele der Internationalisierungsstrategie.

Stellungnahme der DFG zum Vorschlag der EU-Kommission für das Rahmenprogramm für Forschung und Innovation (Horizon 2020) ab 2014 (2012)

In Reaktion auf den Vorschlag der EU-Kommission für das ab 2014 folgende Forschungsrahmenprogramm Horizon 2020 hat die DFG eine Stellungnahme zur Zukunft der EU-Forschungsförderung veröffentlicht. Insbesondere werden die Interaktion zwischen nationalen und europäischen Fördermechanismen, die zentrale Rolle von wettbewerbsorientierter Grundlagenforschung sowie die Kofinanzierung nationaler Programme thematisiert.

Zukünftige Forschungs- und Innovationsförderung der Europäischen Union (März 2011)

Die Forschungsförderung der Europäischen Union gestaltet Wissenschaft in Europa erheblich mit. Die DFG als größte wissenschaftsgesteuerte Forschungsförderorganisation in Europa sieht es daher als ihre Pflicht an, sich an der Diskussion über die Gestaltung der EU-Forschungsförderung zu beteiligen. Ihr Ziel: In Europa bestmögliche Bedingungen für wissenschaftliches Arbeiten zu schaffen, denn Wissen und Forschung sind die wichtigsten Ressourcen des Kontinents und Basis für technologischen Fortschritt und Innovation. Die DFG hat ihre Position sowie ihre Erwartungen und Empfehlungen zur zukünftigen EU-Förderung von Forschung und Innovation in einem Papier formuliert. Diese beziehen sich vor allem auf drei Themengebiete: die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses, verschiedene Ansätze der Förderung von Kooperationsprojekten und die Förderung von Forschungsinfrastrukturen.

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