Dieses Forum nationaler Forschungs- und Förderorganisationen befasst sich mit aktuellen forschungspolitischen Fragen im europäischen Kontext. Die DFG ist in diesem Forum durch ihren Präsidenten vertreten.
Europäische Organisationen
Die DFG unterstützt die Weiterentwicklung eines europäischen Forschungsraumes mit dem Ziel Wissenschaft zu vernetzen und voranzubringen. Dies bewirkt sie durch ihre Mitgliedschaft in verschiedenen internationalen nicht-gouvernementalen Dachorganisationen sowie in einer Reihe internationaler Gremien. Schwerpunkt ist neben einer europäischen Vernetzung von Forschungsaktivitäten in allen Disziplinen und der Zusammenarbeit hervorragender Wissenschaftler in Europa vor allem auch die Weiterentwicklung europäischer Wissenschafts- und Forschungspolitik. Folgende europäische Organisationen wirken neben der DFG aktiv an der Gestaltung eines europäischen Forschungsraumes mit:
Die ESF ist eine nichtgouvernementale Wissenschaftsorganisation mit Sitz in Strasbourg, der z.Zt. 70 nationale Forschungs- und Förderorganisationen sowie wissenschaftliche Akademien als Mitglieder angehören. Die DFG beteiligt sich aktiv an der Konzeption und Ausschreibung der ESF-Programme sowie an der Finanzierung der deutschen Projektteile. Die Förderprogramme gelten der europäischen Vernetzung von Forschungsaktivitäten in allen Disziplinen und der Zusammenarbeit hervorragender Wissenschaftler in Europa. Eine weitere Aufgabe der ESF besteht in der Weiterentwicklung europäischer Wissenschafts- und Forschungspolitik im Rahmen der engen Zusammenarbeit ihrer Mitglieder.
Der Europäische Forschungsrat (ERC) fördert herausragende Projekte in der Grundlagenforschung durch die Vergabe von Grants an Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aller Fachdisziplinen und jeder Nationalität ausschließlich nach dem Prinzip der wissenschaftlichen Exzellenz.
Im Rahmen des D-A-CH Abkommens bilden die DFG und ihre Partnerorganisationen in Österreich (Fonds zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung, FWF) und der Schweiz (Schweizerischer Nationalfonds, SNF) eine feste Kooperationsgemeinschaft. Einmal im Jahr treffen sich die Präsidenten und Generalsekretäre der drei Organisationen, um die bestehende Zusammenarbeit zu festigen und weiter erfolgreich auszubauen. So entstand 2003 eine Vereinbarung über grenzüberschreitende Förderung (Money Follows Researchers), die es Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern, die von einem der drei Länder in ein anders wechseln wollen, ermöglicht, angefangene - durch eine der Förderorganisationen finanzierten Projekte weiterzumachen und mitzunehmen. Neben dieser Förderung besteht seit 2008 das sogenannte „Lead Agency Verfahren, welches die Durchführung transnationaler Forschungsprojekte vereinfacht.
Die „Kooperationsstelle EU der Wissenschaftsorganisationen“ (KoWi) ist die gemeinsame Serviceplattform der im „Verein zur Förderung der europäischen und internationalen wissenschaftlichen Zusammenarbeit e.V.“ zusammengeschlossenen großen deutschen Wissenschaftsorganisationen. Als sog. „Hilfseinrichtung der Forschung“ wird KoWi von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) finanziert. KoWi unterhält Büros in Bonn und Brüssel.