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Aufstellung von Grenzwerten in biologischem Material

Aufgaben der Arbeitsgruppe

Unter dem Begriff Biomonitoring versteht man die Bestimmung von Schadstoffen, ihrer Metaboliten, deren Addukte an Proteine und an die DNA oder anderer Parameter des Intermediärstoffwechsels in Körperflüssigkeiten. Das Biomonitoring stellt in der Arbeitsmedizin eine wertvolle Möglichkeit dar, den einzelnen Menschen vor den Wirkungen gesundheitsschädlicher Arbeitsstoffe zu schützen (Individualprävention)

Das biologische Monitoring ist dabei in der Lage, integrativ alle denkbaren Expositionspfade (oral, inhalativ, dermal) zu erfassen und die daraus resultierende Gesamtheit der individuellen inneren Belastung zu quantifizieren.

In Deutschland wird das Biomonitoring vor allem im Rahmen der arbeitsmedizinischen Vorsorge praktiziert. Die Arbeitsgruppe "Aufstellung von Grenzwerten in biologischem Material" schafft zusammen mit der Arbeitsgruppe "Analysen in biologischem Material" die wissenschaftlich basierten Voraussetzungen für die Durchführung des Biomonitorings. Die Arbeitsgruppe "Aufstellung von Grenzwerten in biologischem Material" trägt dabei zur kontinuierlichen Verbesserung des Biomonitorings mit der Herausgabe der deutsch- und englischsprachigen arbeitsmedizinisch-toxikologischen Begründungen von biologischen Arbeitsstoff-Toleranzwerten (BAT) und biologischen Leitwerten (BLW) sowie Expositionsäquivalente für krebserzeugende Arbeitsstoffe (EKA) bei [Wiley-VCH]. Seit 1979 wurden mehr als 80 Begründungen für Arbeitsstoffe bzw. Stoffgruppen publiziert, die laufend überprüft und dem neuesten medizinischen und wissenschaftlichen Kenntnisstand angepasst werden.

Die Arbeitsgruppe pflegt neben der Zusammenarbeit mit allen Arbeitsgruppen der Kommission enge Kontakte zu nationalen und internationalen Gremien, wie dem Scientific Committee for Occupational Exposure Limits (SCOEL) der EU, dem Biological Exposure Indices Committee (BEI) der American Conference of Governmental Industrial Hygienists (ACGIH) in den USA, dem Ausschuss für Gefahrstoffe (AGS) des Bundesministeriums für Wirtschaft und Arbeit und der Kommission "Humanbiomonitoring" des Umweltbundesamtes.

Ansprechperson

Leiter der Arbeitsgruppe:
Prof. Dr. med. Hans Drexler
Institut und Poliklinik für Arbeits-, Sozial- und Umweltmedizin
Universität Erlangen-Nürnberg
Schillerstraße 25-29
www.arbeitsmedizin.uni-erlangen.de

Zusatzinformationen

© 2010-12 DFG Aktualisierungsdatum: 21.09.2011Sitemap  |  Impressum  |  Kontakt  |  RSS Feeds

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