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Kontakte zu internationalen Gremien

Die Vorsitzende und zwei weitere Mitglieder der Kommission gehören dem Scientific Committee for Occupational Exposure Limits (SCOEL) der EU-Kommission an. Mitglieder der Arbeitsgruppen „Aufstellung von MAK-Werten“, „Aufstellung von Grenzwerten in biologischem Material“ und des Kommissionssekretariats nehmen auf diesem Weg regelmäßig Stellung zu den Grenzwertvorschlägen des SCOEL und sind intensiv durch eigene Recherchen und Überprüfung der Datenlage mit in die Diskussion einbezogen.

Eine möglichst frühzeitige Kommentierung der Grenzwertvorschläge des SCOEL führt sehr konstruktiv zu einer Harmonisierung. Darüber hinaus werden neuere MAK-Begründungen, insbesondere die englische Übersetzung, häufig als Grundlage für die Bearbeitung im SCOEL herangezogen.

Vom 1. Juli 2000 bis 31. März 2005 war eine Mitarbeiterin des Kommissionssekretariats als nationale Sachverständige zu der EU-Generaldirektion „Arbeit und Soziales“ abgeordnet. Dies führte zu einer engeren Zusammenarbeit zwischen der Kommission und SCOEL sowie auch zu einem intensiveren Informationsaustausch. Darüber hinaus wurden die Methoden zur Ableitung von MAK-Werten und zu den Einstufungen den Gremien der Europäischen Kommission, welche für die Bewertung von Chemikalien verantwortlich sind, bekannt gemacht.

Das Dutch Expert Committee on Occupational Safety des Gezondheidsraad (Health Council) der Niederlande befasst sich mit der Bewertung von Arbeitsstoffen in den Niederlanden. Ein Mitglied des wissenschaftlichen Sekretariats des niederländischen Gezondheidsraads ist Gast in der Arbeitsgruppe „Aufstellung von MAK-Werten“, so dass ein ständiger Informationsaustausch gewährleistet ist. Ferner gibt es Absprachen zur gegenseitigen Nutzung der Stoffdokumentationen zur Vermeidung von Doppelarbeit und zur beschleunigten Bearbeitung dieser Stoffe.

Mit dem Chemical Substances TLV (Threshold Limit Values)-Committee der American Conference of Governmental Industrial Hygienists (ACGIH) wird seit vielen Jahren ein Informationsaustausch gepflegt. Die verschiedenen Arbeitsgruppen sowie die wissenschaftlichen Sekretariate sind im engen Kontakt und tauschen zur Beschleunigung der Stoffbewertungen und Vermeidung von Doppelarbeit sowohl Arbeitsprogramme als auch Informations- und Diskussionsmaterialien und Sitzungsunterlagen aus.

Darüber hinaus besteht eine Zusammenarbeit mit dem Occupational Health Standard Committee of China.

Mit der Weltgesundheitsorganisation (WHO) / International Labor Organization (ILO) findet im Rahmen der Erstellung von „International Chemical Safety Cards (ICSC)“ eine intensive Kooperation statt. Die ICSC sind Stoffdatenblätter, welche Sicherheits- und Gesundheitsinformationen für den Umgang mit Chemikalien in kurzer Form darstellen. Es gibt etwa 1700 Datenblätter, die in ca. 15 Sprachen übersetzt werden. Eine wichtige Information in den ICSC ist der MAK-Wert und die Markierung für die jeweilige Chemikalie.

Der Informationsaustausch zwischen der MAK-Kommission und der International Agency for Research on Cancer (IARC) mit Sitz in Frankreich wird durch ein langjährige Kommissionsmitglied gewährleistet.

Seit 2008 ist auf Vorschlag der Bundesrepublik Deutschland ein Mitglied der Kommission im Ausschuss für Risikobewertung (Risk Assessment Committee RAC) als Mitglied vertreten. Nach dem Ausscheiden von Herrn Professor Helmut Greim im Dezember 2013 wurde Ende 2014 wiederum ein Mitglied der Kommission als Nachfolger gewählt. Die Nachfolge angetreten hat Professor Dr. Ralf Stahlmann.

Das RAC ist bei der Europäischen Chemikalienagentur ECHA in Helsinki angesiedelt und prüft die bei der ECHA eingereichten Vorschläge für harmonisierte Einstufung und Kennzeichnung („Classification and Labeling“) sowie Zulassungs-(„Authorisation“) und Beschränkungs-(„Restriction“) Anträge darauf, ob die zugrundeliegende Gefährdungs- oder Risikobewertung von Chemikalien wissenschaftlich plausibel und angemessen begründet ist.

Auf Basis dieser Beurteilungen entscheidet die Europäische Kommission über EU-weit verbindliche Maßnahmen.

Eine der zentralen Aufgaben des RAC, die toxikologische Beurteilung von Chemikalien, ist auch die der Kommission. Die entsprechende Fachexpertise kann so in beiden Gremien eingebracht werden und ein sinnvoller Erfahrungsaustausch stattfinden.

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