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Aufstellung von MAK-Werten

Aufgaben der Arbeitsgruppe

Aufgabe dieser größten Arbeitsgruppe der Kommission ist die Ableitung von MAK-Werten für Arbeitsstoffe auf Basis toxikologischer, arbeitsmedizinischer bzw. arbeitshygienischer Erfahrungen beim Umgang mit diesen Stoffen. Der MAK-Wert ist die höchstzulässige Konzentration eines Arbeitsstoffes als Gas, Dampf oder Aerosol in der Luft am Arbeitsplatz, die nach dem gegenwärtigen Stand der Kenntnis auch bei wiederholter und langfristiger, in der Regel täglich 8-stündiger Exposition, jedoch bei Einhaltung einer durchschnittlichen Wochenarbeitszeit von 40 Stunden im Allgemeinen die Gesundheit der Beschäftigten nicht beeinträchtigt und diese nicht unangemessen belästigt.

Maßgebend für die Ableitung des MAK-Wertes sind wissenschaftlich fundierte Kriterien des Gesundheitsschutzes, nicht die technischen und wirtschaftlichen Möglichkeiten der Realisation in der Praxis. Die übliche Vorgehensweise und die allgemeinen Prinzipien für die Ableitung von MAK-Werten sind seit 2001 im Abschnitt I der MAK- und BAT-Werte-Liste dargestellt.

MAK-Werte werden als 8-Stunden-Mittelwerte konzipiert und angewendet. Die aktuellen Konzentrationen der Arbeitsstoffe in der Luft am Arbeitsplatz weisen jedoch häufig erhebliche Schwankungen auf. Die Abweichung vom Mittelwert nach oben bedarf der Begrenzung, um lokale Reizungen, unangemessene Belästigungen und adverse systemische Effekte zu verhindern. Daher werden für die einzelnen Stoffe stoffspezifische Überschreitungsfaktoren (Verhältnis von kurzzeitig erlaubter Konzentrationsspitze zum MAK-Wert) festgelegt. Weitere Informationen sind dem Abschnitt VI der MAK- und BAT-Werte-Liste zu entnehmen.

Die Stoffe werden auch hinsichtlich

beurteilt und entsprechend eingestuft bzw. markiert.

Beschreibungen der Vorgehensweise der Kommission bei der Bewertung dieser Endpunkte finden sich in den entsprechenden Abschnitten der MAK- und BAT-Werte-Liste.

Die Ableitung eines MAK-Werts und die Bewertung der verschiedenen Endpunkte wie physikalisch-chemische Eigenschaften, Toxizität nach ein- und mehrmaliger Exposition, Haut- oder Schleimhautreizung, Sensibilisierung, Hautresorption, krebserzeugende, reproduktionstoxische und keimzellmutagene Wirkung werden ausführlich und nachvollziehbar unter Berücksichtigung aller wissenschaftlicher Daten an Mensch und Tier in wissenschaftlichen Begründungen dargestellt. Die Einzelfallbetrachtung unter Einbeziehung aller verfügbaren toxikologischen Informationen zu einem Stoff erlaubt differenziertere und vielfältigere Möglichkeiten einer Bewertung als die Orientierung an stringent ausformulierten Regeln.

Seit 1972 wurden über 1000 Stoffe bewertet und entsprechende Begründungen erstellt.